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Inklusion im Berufsleben schleppend

Porträtfoto Corinna Rüffer
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Foto: Rolf Barthel

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Foto: Rolf Barthel

BERLIN (KOBINET) Inklusion kommt im Berufsleben nur schleppend voran. Das sagt das Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch aus, das heute der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Bert Rürup vom Handelsblatt Research Institute vorstellte. Ein inklusiver Arbeitsmarkt, erklärt daraufhin Corinna Rüffer, Sprecherin für Behindertenpolitik von Bündnis 90/Die Grünen, macht nachhaltige bundesweite Maßnahmen nötig. Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich für Menschen mit Behinderung innerhalb eines Jahres nicht verbessert, so das Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes. Die Zahl der Arbeitssuchenden mit Schwerbehindertenausweis legte danach um rund 3000 auf 179.000 Menschen zu. Die Arbeitssuche dauert in dieser Gruppe im Durchschnitt 100 Tage länger, die Quote der Arbeitslosen mit Behinderung liegt mit 14 Prozent mehr als doppelt so hoch wie die allgemeine Arbeitslosenquote.

Rund 60 Prozent aller Arbeitgeber in Deutschland bleiben unterhalb der geforderten Einstellungsquote für Menschen mit Behinderung von fünf Prozent. Als Gründe für die Nichteinstellung nennen die Unternehmer die mangelnde Barrierefreiheit ihrer Firmen. Auch geben sie an, keine adäquaten Stellen frei zu haben. Sie zahlen stattdessen die gesetzliche Ausgleichsabgabe. Diese wird bei Unternehmen mit mehr als 20 Angestellten fällig. „Die Ausgleichsabgabe ist nicht das richtige Instrument, um Menschen mit Behinderung in Arbeit zu bringen“, meint Rürup. Denn rund 3,4 Millionen Betriebe mit weniger als 20 Mitarbeitern werden mit dieser Zahlung gar nicht konfrontiert. Dabei haben sie bundesweit ein Volumen von 8,5 Millionen Arbeitsplätzen und sind stetig auf der Suche nach geeigneten Fachkräften.

Zum von Bert Rürup vorgestellten „Inklusionsbarometer Arbeit 2014″ erklärte die Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer: „Erneut belegt eine Studie: Die Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderung ist schlecht und sie hat sich im vergangenen Jahr auch nicht grundlegend verbessert. Viel zu oft werden Menschen mit Behinderung in Werkstätten geleitet, auch weil Alternativen auf dem ersten Arbeitsmarkt fehlen.“

Bislang erschöpften sich die Anstrengungen der Bundesregierung für einen inklusiven Arbeitsmarkt in der Förderung von Modellprojekten. Zwar unterstützt das Bundesarbeitsministerium beispielsweise die „Inklusionsinitiative“ der Trierer Arbeitsagentur finanziell. Doch nur eine begrenzte Anzahl von Personen wird von dem individuellen Vermittlungscoaching profitieren, so Rüffer.

Für einen wirklich inklusiven Arbeitsmarkt sind nach ihrer Ansicht aber nachhaltige und bundesweite Lösungen nötig. So sollte die Bundesregierung unter anderem die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass das „Budget für Arbeit“ bundesweit eingeführt wird. Menschen mit Behinderung müssten die Möglichkeit haben, Unterstützungsleistungen, die sie in der Werkstatt erhalten, auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mitzunehmen.