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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Immer wieder gehen beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) Berichte ein, dass Führhunde von ihren Trainern geschlagen, getreten und sogar mit Stromschlägen gequält werden. In der Folge verlieren die Tiere ihr Selbstbewusstsein und auch die Qualität ihrer Leistung leidet. „Ein Führhund und sein Halter müssen partnerschaftlich zusammenarbeiten – und das funktioniert nicht, wenn ein Hund in der ständigen Furcht vor Bestrafung lebt", erläutert Fachreferentin Sabine Häcker vom DBSV heute in einer Pressemitteilung.
Film „Belohnen statt Bestrafen“ startet
Mit dem Film will der DBSV den schwarzen Schafen unter den Ausbildern zeigen, wie es richtig gemacht wird. Unter dem Titel „Belohnen statt Bestrafen“ wird in zwölf Minuten erläutert, wie ein Hund durch unzählige Wiederholungen in Verbindung mit Erfolgserlebnissen die kompliziertesten Aufgaben erlernt und Freude dabei hat. „Eine Ausbildung auf Basis von positiver Verstärkung schützt die Tiere und macht sie fit für anspruchsvolle Herausforderungen“, bringt Häcker es auf den Punkt.
Der Film entstand im Rahmen eines DBSV-Projektes zur Qualitätssicherung in der Führhund-Ausbildung und wird ergänzt durch einen Forderungskatalog. Der Verband stößt damit in eine Lücke. „Seit 17 Jahren drängen wir vergeblich darauf, dass der GKV-Spitzenverband endlich verbindliche Standards für die Führhundtrainer festlegt“, erläutert DBSV-Präsidentin Renate Reymann. Der DBSV hat sich deshalb nun direkt an die Krankenkassen gewandt. Sie sollen zukünftig nur noch Führhunde finanzieren, deren Trainer sich zu einer gewaltfreien Ausbildung der Tiere verpflichten. Nach Schätzungen des DBSV werden in Deutschland jährlich rund 500 Blindenführhunde ausgebildet.




