Werbung:
Werbung
Werbung Fotos für die Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen
Werbung
Ihre Werbung Banner
Werbung
Gute Arbeit für Menschen mit Behinderung
Springe zum Inhalt

Behindert und Führungskraft? Na klar!

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

BERLIN (KOBINET) Beratung und Dienstleistungen auf der Grundlage des Peer-Konzeptes müssen in Zukunft noch professioneller und mit gemeinsamen Standards geleitet oder angeboten werden. Darin waren sich behinderte Führungskräfte der Selbstbestimmt Leben Zentren (ZSL) bei einer Weiterbildung einig.

Bei der Weiterbildung "Peers zu Profis - Seminar für Führungskräfte" standen die Themen Personalentwicklung und Personalführung auf dem Stundenplan. Hochrangig angeleitet wurden die ZSL'ler von Petra Strack, der Personalleiterin der Aktion Mensch, die selbst mit einer Behinderung lebt. Petra Strack ist Wirtschaftspsychologin und seit Januar 2013 Personalleiterin bei der Aktion Mensch. Zuvor verantwortete sie im Unternehmen die Personalentwicklung und war mehrere Jahre im Konzern der Deutschen Telekom in verschiedenen Funktionen tätig.

"Zu 80 Prozent muss eine Führungskraft anleiten und 20 Prozent der Arbeitszeit hingegen sollten auf ihr eigenes operatives Geschäft entfallen", sagt Petra Strack, "und von den 80 Prozent bestehen wiederum 75 Prozent aus Kommunikation." Wie man erfolgreich Rückmeldungen gibt oder wie im Team Konflikte gelöst werden können, wurde deshalb auch in Rollenspielen und praktischen Übungen erarbeitet.

"Roter Faden unseres Seminars war jedoch das Konzept des ´Enabling´", berichtet Barbara Vieweg, die diese erste Führungskräfteschulung des ISL-Projektes "Peers zu Profis" verantwortet. "Damit ist zum Beispiel gemeint, dass Führungskräfte die Stärken ihrer MitarbeiterInnen erkennen und mit unterschiedlichen Instrumenten fördern können, etwa einem Jahresmitarbeitergespräch." Wie man außerdem richtig delegiert und MitarbeiterInnen den Erfolg überlassen kann und warum man als Führungskraft nicht "everybodys darling" sein darf waren weitere Schulungsinhalte, so Barbara Vieweg.

"Ich bin jetzt jedenfalls voll motiviert, diese Instrumente auch in meiner Praxis zu nutzen", meint Andreas Vega vom Verbund behinderter ArbeitgeberInnen (VbA) nach der Weiterbildung, "frischer Wind tut ab und zu ganz gut." Neben diesem Auftaktseminar für 15 Führungskräfte wird es im Rahmen des Weiterbildungsprojektes "Peers zu Profis" in diesem Jahr noch drei weitere Seminare für Fachkräfte aus der Sozialwirtschaft geben, die nach dem Peer-Konzept arbeiten. Geleitet werden die Weiterbildungen ausschließlich von selbst behinderten AusbilderInnen, MentorInnen und ReferentInnen.

Weitere Informationen über die Weiterbildung gibt es unter www.isl-weiterbildung.de. Die Weiterbildung wird durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.