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Adolf Ratzka kommt nach München

Dr. Adolf Ratzka
Dr. Adolf Ratzka
Foto: MAIK

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Dr. Adolf Ratzka
Foto: MAIK

MüNCHEN/STOCKHOLM (KOBINET) Dr. Adolf Ratzka, Gründer und Direktor des Independent Living Institutes in Schweden, wird den diesjährigen Münchner außerklinischen Intensiv Kongress (MAIK), der am 8. und 9. November in München stattfindet, mit einem Impulsreferat eröffnen.

„Wir freuen uns sehr, dass Dr. Ratzka bis aus Stockholm zu uns kommt, um die KongressteilnehmerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet mit einem Vortrag über Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Atembehinderungen auf den zweitägigen Kongress einzustimmen“, erklärten Jörg Brambring und Christoph Jaschke, die beiden Kongresspräsidenten. Der Veranstalter erwartet in diesem Jahr rund 800 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft, Medizin, Pflege, Therapie, Medizintechnik, Leistungsträger, Selbsthilfe und Betroffene mit ihren Angehörigen und AssistentInnen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Für Dr. Ratzka ist dies nahezu ein Heimspiel, ist er doch in Manching bei Ingolstadt aufgewachsen. Mit 17 Jahren wurde er mit Polio ins Schwabinger Krankenhaus in München eingeliefert und verbrachte die nächsten fünf Jahre in Krankenhäusern, weil es keine rollstuhlgerechten Wohnungen und praktische Hilfen im Alltag gab. Mit 22 Jahren bot sich ihm die Chance, direkt in ein Studentenwohnheim in Los Angeles zu ziehen, um dort zu studieren – mit Beatmungsgerät, elektrischem Rollstuhl, ohne Familie oder Bekannte im neuen Land aber mit einem Stipendium, das ihm u.a. ermöglichte, Kommilitonen als persönliche Assistenten anzustellen. Der promovierte Betriebswirt, der seit 1961 mit Hilfe von Beatmungsgeräten lebt, leitete im Jahr 1988 in München eine Konferenz über Beatmung und Post-Polio, die die Pfennigparade veranstaltete.

Seit 1973 lebt Dr. Adolf Ratzka in Stockholm, wo er am Royal Institute of Technology über barrierefreies Bauen und Deinstitutionalisierung von behinderten und älteren Menschen forschte und in den 80er Jahren ein Pilotprojekt durchführte, in dem ehemalige „Pflegefälle“ der städtischen ambulanten Dienste in einer Assistenznehmergenossenschaft ihre persönlichen Assistenten selbst anstellen, ausbilden und anleiten. Erheblich erhöhte Lebensqualität der TeilnehmerInnen und beträchtliche Ersparnisse des Kostenträgers weckten Interesse in Medien und Politik und führten 1994 zum schwedischen Assistenzgesetz, das als vorbildlich gilt.

Durch Vortragsreisen, Auslandsaufenthalte, u.a. als Gastprofessor an der Universidad de Costa Rica, und internationale Projekte haben Dr. Adolf Ratzka und das von ihm 1993 gegründete Independent Living Institute die Selbstbestimmt Leben-Bewegung auch in Deutschland beeinflusst. Für sein Engagement wurde er mit dem European Citizen Award ausgezeichnet.

Der Münchner außerklinische Intensiv Kongress (MAIK) ist eine Plattform für alle Berufsgruppen, die in der außerklinischen Intensivversorgung tätig sind und all derer, die maschinell beatmet werden und ihrer Angehörigen. Die Medizintechnik, die im Laufe der Zeit eine immer bessere Technik entwickelt hat, wird den MAIK wieder mit einer Industrieausstellung und Workshops begleiten.

Veranstaltungsort ist wieder das barrierefreie und zentral gelegene Holiday Inn Hotel City Center München. In der Teilnahmegebühr enthalten sind das Catering, das Get Together am 8. November und die Workshops. Bis 31. August ist die Anmeldung zum günstigen Frühbucherrabatt möglich. Sonderkonditionen für Menschen mit Behinderungen können direkt beim Veranstalter angefragt werden.

Link zu weiteren Informationen zum MAIK