Starke Stimme für Behinderte

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Sebastian  Urbanski 2019
Sebastian Urbanski 2019
Bild: Privat.

Berlin (kobinet) Im Berliner Theater RambaZamba hatte gestern "Don Juan sehr frei nach Molière" Premiere. Den Diener spielt Sebastian Urbanski, der mit seiner Rede am 27. Januar 2017 im Deutschen Bundestag auch auf der politischen Bühne bekannt wurde. Jetzt gehört der 40-jährige Schauspieler dem 15-köpfigen Bundesvorstand der Lebenshilfe als der erste Mensch mit Down-Syndrom an.  "Wir sind sehr stolz darauf, ihn in unseren Reihen zu haben. Als Selbstvertreter wird er eine glaubhafte und starke Stimme für Menschen mit Behinderung sein", sagte Bundesvorsitzende Ulla Schmidt nach seiner Berufung.

Sebastian Urbanski hat sich viel vorgenommen. Er will sich dafür einsetzen, dass Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Deutschland weiter vorankommen. Angst und Sorge machen ihm jedoch neue vorgeburtliche Bluttests, die nach dem Down-Syndrom und anderen Chromosomen-Störungen fahnden: „Das führt dazu, dass Menschen wie ich kaum noch geboren werden. Aber wir wollen auch leben. Keiner darf uns dieses Recht absprechen!" Er begrüßt daher sehr, dass der Bundestag bald eine große Debatte über die gesellschaftlichen Folgen solcher Bluttests führen möchte.

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