DFB-Stiftung setzt Inklusionsinitiative fort

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Integrationsspieltag in Menden
Integrationsspieltag in Menden
Bild: mail@carsten-kobow.de

Menden (kobinet) Menschen mit Behinderungen sind aus der großen Fußballfamilie schon längst nicht mehr wegzudenken. Gerade deshalb hat der Vorstand der DFB-Stiftung Sepp Herberger beschlossen, die vor sechs Jahren gestartete Inklusionsinitiative der Stiftung fortzusetzen. Das gab DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge am Rande des Inklusionsspieltags beim SV Menden im Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) bekannt.

Osnabrügge verfolgte gemeinsam mit FVM-Präsident Alfred Vianden und Vize-Weltmeister Wolfgang Weber einen Spieltag der neu eingerichteten FVM-Inklusionsliga. „Seit Beginn der Inklusionsinitiative im Jahr 2012 sind bis heute viele positive Maßnahmen und Aktivitäten in den DFB-Landesverbänden entstanden“, betonte Osnabrügge. „Das Thema Inklusion ist flächendeckend vielfältig verankert. Inklusive Trainingsangebote sind mittlerweile bundesweit verbreitet. In mehreren DFB-Landesverbänden existieren bereits spezielle Ligen oder inklusive Turnierformate, in denen sich Inklusionsteams oder Werkstatt-Mannschaften im sportlichen Wettkampf messen können. Jüngst wurden erste Schritte auf dem Weg zu spezifischen Qualifizierungsangeboten im Handicap-Fußball eingeleitet, Arbeitsgruppen und Kommissionen eingesetzt sowie Satzungen geändert. Das ist eine tolle Entwicklung, die wir gerne fortsetzen möchten.“

Besonders die Inklusionsbeauftragten in den DFB-Landesverbänden seien dabei wichtige Impuls- und Ratgeber. „Sie stehen für die flächendeckende Einbindung von Menschen mit Behinderung in die Strukturen des jeweiligen Verbandes“, so Osnabrügge. Daher wird die Sepp-Herberger-Stiftung zunächst bis Ende des Jahres 2021 im Rahmen einer paritätischen Ko-Finanzierung den DFB-Landesverbänden Finanzmittel für die Beschäftigung des jeweiligen Inklusionsbeauftragten bereitstellen.

Der FVM hat in diesem Sommer eine Inklusionsliga ins Leben gerufen. Vorbild ist die seit mehreren Jahren existierende Liga des Fußballverbandes Niederrhein. Die Einführung dieses Wettbewerbs für Menschen mit Behinderung steht stellvertretend für die positive Entwicklung der Inklusionsinitiative in den 21 DFB-Landesverbänden.

Das Thema Inklusion im Fußball ist in Deutschland flächendeckend verankert. Der nächste Schritt soll nun die Entwicklung von spezifischen Trainer-Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten für Coaches im Handicap-Fußball sein.

Beim Inklusionsspieltag auf der Anlage des SV Menden konnten die Zuschauer einmal mehr erleben, welchen Stellenwert der Fußball gerade für Menschen mit Behinderungen hat. Zehn Mannschaften spielten um den Titel. Dass am Ende das Team des SC Brück 07 gewann, war letztlich nebensächlich. Viel wichtiger war, dass alle Beteiligten – vor allem die Spieler – einen tollen Tag erleben konnten. 

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