Berlin / München (kobinet)
Die Alte Norm: Wie war Behinderten-Aktivis-mus früher?
Behinderten-Aktivis-mus bedeutet: Menschen mit Behinderung kämpfen für Rechte.
Sie wollen gleich behandelt werden.
Sie wollen selbst bestimmen.
Das ist der Titel einer Podcast-Fol-ge.
Ein Podcast ist eine Hör-Sendung im Internet.
Du kannst die Fol-ge jederzeit anhören.
Der Podcast heißt: Die Neue Norm.
Der Podcast läuft auf Bayern 2.
Das ist Episode 80.
Eine Episode ist eine einzelne Fol-ge einer Sendung.
Sie hat ein eigenes Thema.
Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen sprechen mit Gästen.
Die Gäste heißen Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul.
Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul sind Vorreiter.
Das sind Menschen mit Behinderung.
Sie waren die Ersten.
Sie haben für die Rechte von Menschen mit Behinderung gekämpft.
Vorreiter bedeutet: Das waren die Ersten.
Seit den 1980er-Jahren machen Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul das.
Das bedeutet: Sie haben viel verändert.
Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul waren in einer Bewegung aktiv.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
Sie setzen sich gemeinsam für ein Ziel ein.
Die Bewegung heißt: Selbst-bestimmt-Leben.
Das bedeutet: Menschen mit Behinderung entscheiden selbst über ihr Leben.
Sie brauchen dafür die richtige Unterstützung.
Das ist eine Bewegung für Menschen mit Behinderung.
Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul kämpften für Rechte.
Das waren Rechte von Frauen mit Behinderung.
Rechte sind Regeln für alle Menschen.
Sie sagen: Das darf jeder Mensch.
Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul halfen bei der Grund-Gesetz-Änderung 1994.
Das bedeutet: Das Gesetz wurde 1994 geändert.
Das Grund-Gesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland.
In der Fol-ge erzählen Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul persönlich.
Früher organisierte man Protest ohne Social Media.
Dabei zeigen Menschen: Sie sind gegen etwas.
Sie wollen es ändern.
Social Media sind Internet-Seiten.
Dort kann man mit anderen schreiben.
Auch ohne Smart-phones.
Man brauchte viel Mut und Beharrlichkeit.
Beharrlichkeit bedeutet: nicht aufgeben.
So setzten Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul ein Prinzip durch.
Das ist eine wichtige Regel.
Du hältst dich immer daran.
Das Prinzip heißt: Nichts über uns ohne uns.
Das bedeutet: Menschen mit Behinderung bestimmen selbst mit.
Früher war der Protest kompromisslos.
Kompromisslos bedeutet: ohne Kompromisse.
Ein Kompromiss bedeutet: Beide Seiten geben etwas nach.
Ist die heutige Generation unbequem genug?
Eine Generation sind alle Menschen.
Sie kamen ungefähr zur gleichen Zeit auf die Welt.
Unbequem bedeutet: Die Generation stört andere.
Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul schauen zurück.
Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul sehen Erfolge.
Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul sehen auch Versäumnisse.
Versäumnisse sind Dinge.
Diese Dinge haben nicht geklappt.
Das gilt für Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul.
Und das gilt für die heutige Generation.
In der Fol-ge wird ein Buch erwähnt.
Das Buch heißt: Geschlecht behindert. Besonderes Merkmal Frau.
Foto: H.-Günter Heiden
Berlin / München (kobinet)
"Die Alte Norm – Wie war Behindertenaktivismus früher?" So lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des auf Bayern 2 ausgestrahlten Podcast "Die Neue Norm". "In Episode 80 unseres Bayern 2 Podcasts blicken Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen gemeinsam mit Behindertenrechtspionier*innen Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul auf die Geschichte der deutschen Behindertenrechtsbewegung zurück. Seit den 1980er-Jahren prägen die beiden Gäst*innen die Behindertenpolitik maßgeblich – unter anderem durch ihren Einsatz in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, für die Rechte behinderter Frauen und für Meilensteine wie die Grundgesetzänderung von 1994. Diese Folge gibt persönliche Einblicke in eine Zeit, in der Protest ganz ohne Social Media und Smartphones organisiert werden musste, und zeigt, wie viel Mut, Radikalität und Beharrlichkeit nötig waren, um das Prinzip 'Nichts über uns ohne uns' überhaupt in Politik und Gesellschaft durchzusetzen. Zugleich schlägt die Folge die Brücke ins Hier und Jetzt und hinterfragt, wie sich der Aktivismus über die Jahrzehnte verändert hat: War der Protest früher kompromissloser, und ist die heutige Generation im digitalen Zeitalter unbequem genug? Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul reflektieren dabei die Erfolge, aber auch die Versäumnisse ihrer eigenen Generation als auch der heutigen. Außerdem wird das Buch 'Geschlecht behindert. Besonderes Merkmal FrauÄ erwähnt", heißt es u.a. in der Ankündigung der Podcast-Ausgabe.
Foto: H.-Günter Heiden
Berlin / München (kobinet)
"Die Alte Norm – Wie war Behindertenaktivismus früher?" So lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des auf Bayern 2 ausgestrahlten Podcast "Die Neue Norm". "In Episode 80 unseres Bayern 2 Podcasts blicken Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen gemeinsam mit Behindertenrechtspionier*innen Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul auf die Geschichte der deutschen Behindertenrechtsbewegung zurück. Seit den 1980er-Jahren prägen die beiden Gäst*innen die Behindertenpolitik maßgeblich – unter anderem durch ihren Einsatz in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, für die Rechte behinderter Frauen und für Meilensteine wie die Grundgesetzänderung von 1994. Diese Folge gibt persönliche Einblicke in eine Zeit, in der Protest ganz ohne Social Media und Smartphones organisiert werden musste, und zeigt, wie viel Mut, Radikalität und Beharrlichkeit nötig waren, um das Prinzip 'Nichts über uns ohne uns' überhaupt in Politik und Gesellschaft durchzusetzen. Zugleich schlägt die Folge die Brücke ins Hier und Jetzt und hinterfragt, wie sich der Aktivismus über die Jahrzehnte verändert hat: War der Protest früher kompromissloser, und ist die heutige Generation im digitalen Zeitalter unbequem genug? Sigrid Arnade und Ottmar Miles-Paul reflektieren dabei die Erfolge, aber auch die Versäumnisse ihrer eigenen Generation als auch der heutigen. Außerdem wird das Buch 'Geschlecht behindert. Besonderes Merkmal FrauÄ erwähnt", heißt es u.a. in der Ankündigung der Podcast-Ausgabe.





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