DÜSSELDORF (kobinet)
Der Fach-Kräfte-Mangel ist ein großes Problem in Nord-rhein-West-falen.
Es gibt zu wenige Arbeiter für bestimmte Berufe.
Viele Arbeits-Plätze bleiben deshalb leer.
Das betrifft die Ein-gliederungs-Hilfe.
Ein-gliederungs-Hilfe ist Hilfe für Menschen mit Be-hinderung.
Be-hinderung heißt: Etwas ist schwer für jemanden.
Zum Beispiel sehen oder laufen.
Eine Studie hat das heraus-gefunden.
Eine Studie ist eine Untersuchung.
Du prüfst etwas genau.
Du willst Antworten finden.
Die Studie kommt vom ISG.
ISG bedeutet: Institut für Sozial-forschung und Gesellschafts-politik.
Ein Institut ist eine Gruppe.
Die Gruppe untersucht etwas.
Die Gruppe forscht zu einem Thema.
Das MAGS hat die Studie am 30. Oktober 2026 ver-öffentlicht.
MAGS bedeutet: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales.
Ein Ministerium ist ein Amt.
Das Ministerium gehört zur Regierung.
Das Ministerium kümmert sich um Gesundheit.
Bis zum Jahr 2030 braucht man rund 56.500 neue Per-sonen.
Das sind Fach-Kräfte und Arbeits-Kräfte.
Die Gründe sind Lücken am Arbeits-Markt.
Der Arbeits-Markt ist kein Ort sondern eine Idee.
Die Idee zeigt wie Menschen Arbeit suchen und finden.
Auch mehr Men-schen brauchen Hilfe.
Alte Be-schäftigte gehen in Rente.
Mehr als 80 Prozent der Leistungs-erbringer haben Personal-Mangel.
Es gibt zu wenige Mitarbeiter in einem Betrieb.
Deshalb fehlen Helfer für die Arbeit.
Leistungs-erbringer sind Firmen.
Die Firmen bieten Hilfe an.
Besonders bei Schul-begleitung fehlt Personal.
Schul-begleitung ist Hilfe für Kinder in der Schule.
Auch Assistenz außerhalb besonderer Wohn-formen fehlt.
Assistenz hilft bei Alltags-Sachen.
Zum Beispiel beim Putzen.
Wohn-formen sind zum Beispiel Wohn-Gruppen.
Karl-Josef Laumann ist der Arbeits- und Sozial-Minister.
Karl-Josef Laumann sagt: Der Mangel ist schon lange da.
Die Zahl der Men-schen mit Unter-stützungs-bedarf wächst.
Unter-stützungs-bedarf bedeutet: Ein Mensch braucht Hilfe.
Zum Beispiel beim Lernen oder im Haushalt.
Aber die Zahl der Fach-Kräfte wird kleiner.
Das liegt am demo-grafischen Wandel.
Demo-grafischer Wandel zeigt: So ändert sich die Bevölkerung.
Karl-Josef Laumann sagt: Ihr müsst die richtigen Weichen stellen.
Das ist wie bei einer Eisenbahn-Weiche.
Ihr müsst vorher entscheiden.
Ihr nehmt dann einen Weg.
So bekommen Menschen mit Be-hinderung gute Hilfe.
Die Be-schäftigten sollen gute Arbeits-bedingungen haben.
Die Studie zeigt konkrete Wege auf.
Es soll mehr praxis-nahe Ausbildungs-Plätze geben.
Ein Ausbildungs-Platz ist eine Stelle zum Lernen eines Berufs.
Dort wird man auf eine Arbeit vorbereitet.
Praxis-nah bedeutet: Du lernst direkt in der Arbeit.
Auch Weiter-bildungen für Quer-einsteiger sind wichtig.
Weiter-bildung bedeutet: Du lernst etwas Neues.
Zum Beispiel einen anderen Beruf.
Quer-einsteiger sind Men-schen mit anderem Beruf.
Die Arbeits-bedingungen sollen besser werden.
Das geht mit verlässlichen Dienst-plänen.
Ein Dienst-Plan zeigt: Wer arbeitet wann.
Der Dienst-Plan ist ein Plan für die Arbeits-Zeit.
Auch Büro-kratie-Abbau ist wichtig.
Büro-kratie-Abbau bedeutet: Weniger komplizierte Regeln.
Dinge sollen einfacher und schneller gehen.
Digitalisierung soll Fach-Kräften helfen.
Digitalisierung bedeutet: Dinge mit Computer statt auf Papier machen.
Flexibler Personal-einsatz ist auch geplant.
Personal-einsatz bedeutet: Mitarbeiter werden dort eingesetzt.
Dort werden sie gebraucht.
Das geht durch gemein-sam genutzte Assistenz-leistungen.
Karl-Josef Laumann sagt weiter:
Ihr wollt mehr Men-schen für diese Berufe gewinnen.
Dafür braucht ihr attrak-tive Ausbildungs-Wege.
Und gute Arbeits-bedingungen.
Auch leichter Quer-einstieg soll möglich sein.
Und schnellere Anerkennung von Qualifi-zierungen.
Qualifi-zierungen sind Nachweise.
Die Nachweise zeigen: Ein Mensch kann einen Beruf ausüben.
Aber Ausbildung allein reicht nicht.
Der demo-grafische Wandel ist zu stark.
Deshalb braucht ihr vereinfachte Abläufe.
Und sinn-vollen Einsatz von digitalen Techno-logien.
Techno-logien sind Werkzeuge und Geräte.
Die Techno-logien helfen uns, Dinge einfacher zu machen.
Assistive Techno-logien sollen auch helfen.
Assistive Techno-logien sind besondere Hilfs-Mittel.
Die Hilfs-Mittel helfen Menschen mit Be-hinderung im Alltag.
Die Kom-mu-nen sind schon jetzt stark belastet.
Kom-mu-nen sind Städte oder Gemeinden.
Die Kom-mu-nen sorgen dafür.
Vor Ort soll alles funktionieren.
Die Aus-ga-ben für Ein-gliederungs-Hilfe sind gestiegen.
Zum Beispiel Schulen, Straßen oder die Müll-Abfuhr.
Karl-Josef Laumann sagt: Die Kosten sollen nicht steigen.
Teil-habe heißt: Du machst bei etwas mit.
Andere lassen dich mit-machen.
Ihr wollt das dauerhaft sichern.
Die Ver-ände-rungen sind eine gemein-same Aufgabe.
Das geht nur mit Leistungs-erbringern.
Und mit Leistungs-trägern.
Leistungs-träger sind Ämter oder Kranken-Kassen.
Die Leistungs-träger entscheiden, wer Hilfe bekommt.
Die Leistungs-träger geben zum Beispiel Geld für Unterstützung.
Das Land begleitet den Prozess aktiv.
Es gibt eine Kampagne: whatthefuture.
Eine Kampagne ist eine öffentliche Aktion für ein Ziel.
Viele Menschen machen dabei mit.
Die Kampagne macht auf die Berufe aufmerksam.
Die Studie heißt: Be-stand und Be-darf an Be-schäftigten.
Die Studie ist über Ein-gliederungs-Hilfe in Nord-rhein-West-falen.
Hier ist die Studie als PDF: Studie als PDF.
Die Ergebnisse werden in die Wei-ter-entwicklung eingebaut.
Wei-ter-entwicklung heißt: Etwas wird verändert und besser gemacht.
Es ist nicht ganz neu, aber viel besser als vorher.
Nord-rhein-West-falen bringt sich in Bun-des-Prozesse ein.
Damit die Ein-gliederungs-Hilfe zukunfts-fest wird.
Zukunfts-fest bedeutet: Etwas soll auch in der Zukunft gut funktionieren.
Es soll lange halten.
Foto: Gemeinfrei, public domain
DÜSSELDORF (kobinet)
Der Fach- und Arbeitskräftemangel ist die zentrale Herausforderung für die Eingliederungshilfe in Nordrhein-Westfalen. Das geht aus einer Studie des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) hervor, die das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) am 30. Oktober 2026 veröffentlicht hat. Bis 2030 wird demnach ein Einstellungsbedarf von rund 56.500 Personen in diesem Bereich erwartet. Grundlage für den Personalbedarf sind arbeitsmarktbedingte Lücken, eine steigende Zahl von Leistungsberechtigten sowie das altersbedingte Ausscheiden von Beschäftigten. Die Studie bestätigt damit die Ergebnisse einer Befragung unter Leistungserbringern: Mehr als 80 Prozent geben an, von Personalmangel betroffen zu sein. Besonders stark steigt der Bedarf bei der Schulbegleitung und der Assistenz außerhalb Besonderer Wohnformen.
"Der Fach- und Arbeitskräftemangel ist längst in der Eingliederungshilfe angekommen. Die Zahl der Menschen mit Unterstützungsbedarf wächst, während die Zahl der verfügbaren Fach- und Arbeitskräfte aufgrund des demografischen Wandels weiter zurückgehen wird", erklärte Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann. Es gelte, die richtigen Weichen zu stellen, um eine verlässliche, bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Unterstützung für Menschen mit Behinderungen sicherzustellen und den Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen zu bieten.
Die Studie zeigt konkrete Handlungsoptionen auf: mehr praxisnahe Ausbildungsplätze und Weiterbildungen für Quereinsteiger, verbesserte Arbeitsbedingungen und Personalbindung durch verlässliche Dienstpläne, Bürokratieabbau etwa durch einheitliche Nachweise, Digitalisierung zur Entlastung von Fachkräften sowie flexibler Personaleinsatz durch gemeinsam genutzte Assistenzleistungen.
Laumann betonte: "Wir werden weiterhin alles daransetzen, mehr Menschen für die Berufe in der Eingliederungshilfe zu gewinnen. Wir brauchen attraktive Ausbildungswege, gezielte Qualifizierung und gute Arbeitsbedingungen. Dazu gehören auch ein leichterer Quereinstieg und eine schnellere Anerkennung von Qualifikationen." Gleichzeitig könne der demografische Wandel nicht allein durch mehr Ausbildung bewältigt werden. Notwendig seien auch vereinfachte Abläufe, Bürokratieabbau und der sinnvolle Einsatz digitaler sowie assistiver Technologien.
Der Minister verwies darauf, dass die Kommunen durch die stark gestiegenen Ausgaben für die Eingliederungshilfe bereits heute erheblich belastet seien. "Unser Ziel muss sein, gute Teilhabe dauerhaft zu sichern, ohne die Kosten immer weiter in die Höhe zu treiben", so Laumann.
Die notwendigen Veränderungen seien eine gemeinsame Aufgabe, die nur zusammen mit Leistungserbringern und Leistungsträgern realisiert werden könne. Das Land werde den Prozess aktiv begleiten, etwa mit der landesweiten Kampagne #whatthefuture, die gezielt auf die Berufe in der Eingliederungshilfe aufmerksam mache.
Die Studie "Bestand und Bedarf an Beschäftigten in der Eingliederungshilfe Nordrhein-Westfalens" basiert auf Daten zum Leistungsbezug, einer landesweiten Befragung von Leistungserbringern, einer Befragung von Beschäftigten zu ihren Arbeitsbedingungen, der Analyse des Ausbildungsgeschehens und Expertenworkshops. Die Ergebnisse fließen in die grundsätzliche Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe ein. Nordrhein-Westfalen bringt sich damit in die laufenden Prozesse auf Bundesebene ein, um die Eingliederungshilfe wirksam, bedarfsgerecht und zukunftsfest aufzustellen.
Foto: Gemeinfrei, public domain
DÜSSELDORF (kobinet)
Der Fach- und Arbeitskräftemangel ist die zentrale Herausforderung für die Eingliederungshilfe in Nordrhein-Westfalen. Das geht aus einer Studie des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) hervor, die das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) am 30. Oktober 2026 veröffentlicht hat. Bis 2030 wird demnach ein Einstellungsbedarf von rund 56.500 Personen in diesem Bereich erwartet. Grundlage für den Personalbedarf sind arbeitsmarktbedingte Lücken, eine steigende Zahl von Leistungsberechtigten sowie das altersbedingte Ausscheiden von Beschäftigten. Die Studie bestätigt damit die Ergebnisse einer Befragung unter Leistungserbringern: Mehr als 80 Prozent geben an, von Personalmangel betroffen zu sein. Besonders stark steigt der Bedarf bei der Schulbegleitung und der Assistenz außerhalb Besonderer Wohnformen.
"Der Fach- und Arbeitskräftemangel ist längst in der Eingliederungshilfe angekommen. Die Zahl der Menschen mit Unterstützungsbedarf wächst, während die Zahl der verfügbaren Fach- und Arbeitskräfte aufgrund des demografischen Wandels weiter zurückgehen wird", erklärte Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann. Es gelte, die richtigen Weichen zu stellen, um eine verlässliche, bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Unterstützung für Menschen mit Behinderungen sicherzustellen und den Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen zu bieten.
Die Studie zeigt konkrete Handlungsoptionen auf: mehr praxisnahe Ausbildungsplätze und Weiterbildungen für Quereinsteiger, verbesserte Arbeitsbedingungen und Personalbindung durch verlässliche Dienstpläne, Bürokratieabbau etwa durch einheitliche Nachweise, Digitalisierung zur Entlastung von Fachkräften sowie flexibler Personaleinsatz durch gemeinsam genutzte Assistenzleistungen.
Laumann betonte: "Wir werden weiterhin alles daransetzen, mehr Menschen für die Berufe in der Eingliederungshilfe zu gewinnen. Wir brauchen attraktive Ausbildungswege, gezielte Qualifizierung und gute Arbeitsbedingungen. Dazu gehören auch ein leichterer Quereinstieg und eine schnellere Anerkennung von Qualifikationen." Gleichzeitig könne der demografische Wandel nicht allein durch mehr Ausbildung bewältigt werden. Notwendig seien auch vereinfachte Abläufe, Bürokratieabbau und der sinnvolle Einsatz digitaler sowie assistiver Technologien.
Der Minister verwies darauf, dass die Kommunen durch die stark gestiegenen Ausgaben für die Eingliederungshilfe bereits heute erheblich belastet seien. "Unser Ziel muss sein, gute Teilhabe dauerhaft zu sichern, ohne die Kosten immer weiter in die Höhe zu treiben", so Laumann.
Die notwendigen Veränderungen seien eine gemeinsame Aufgabe, die nur zusammen mit Leistungserbringern und Leistungsträgern realisiert werden könne. Das Land werde den Prozess aktiv begleiten, etwa mit der landesweiten Kampagne #whatthefuture, die gezielt auf die Berufe in der Eingliederungshilfe aufmerksam mache.
Die Studie "Bestand und Bedarf an Beschäftigten in der Eingliederungshilfe Nordrhein-Westfalens" basiert auf Daten zum Leistungsbezug, einer landesweiten Befragung von Leistungserbringern, einer Befragung von Beschäftigten zu ihren Arbeitsbedingungen, der Analyse des Ausbildungsgeschehens und Expertenworkshops. Die Ergebnisse fließen in die grundsätzliche Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe ein. Nordrhein-Westfalen bringt sich damit in die laufenden Prozesse auf Bundesebene ein, um die Eingliederungshilfe wirksam, bedarfsgerecht und zukunftsfest aufzustellen.





56.500 Kräfte fehlen? Der Fachkräftemangel belegt das endgültige Scheitern der Sonderwelten!
Die aktuellen Studienergebnisse aus dem NRW-Sozialministerium offenbaren nicht nur einen eklatanten Personalmangel, sondern das strukturelle Scheitern des bisherigen Sondersystems. Wer wie Minister Laumann beklagt, dass bis 2030 über 56.500 Arbeitskräfte in der Eingliederungshilfe fehlen, verschweigt die Ursache: Dieser Mangel ist das hausgemachte Ergebnis der jahrzehntelangen Verharrung in aussondernden Großstrukturen.
Solange Milliarden in verkrustete Sonderwelten – von der Werkstatt für behinderte Menschen über Besondere Wohnformen bis hin zu wasserköpfigen Trägerbürokratien – gepumpt werden, verbrennt der Staat nicht nur Steuergelder. Er bindet gleichzeitig riesige Personalressourcen in der Verwaltung und Verteilung von Unmündigkeit.
Anstatt Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention (Deinstitutionalisierung) ernst zu nehmen und konsequent auf das Arbeitgebermodell, ambulante Assistenz und das Persönliche Budget zu setzen, versucht die Politik mit Werbekampagnen Personal für überholte Anstalts- und Werkstattstrukturen zu rekrutieren. Im Arbeitgebermodell entscheiden behinderte Menschen selbst, wen sie einstellen – direkt, bedarfsgerecht und ohne den Verwaltungsüberbau des etablierten Trägerkartells.
Auch das Jammern über die Kostenbelastung der Kommunen ist paradox: Die Ausgaben explodieren gerade durch die Aufrechterhaltung teurer Sonderstrukturen. Ein inklusiver Arbeitsmarkt mit dem gesetzlichen Mindestlohn (§ 1 MiLoG) für Beschäftigte in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung würde Menschen aus der staatlichen Transferabhängigkeit holen und Einnahmen schaffen, anstatt Sozialetats weiter zu belasten.
Diese Zahlen zeigen unmissverständlich: Wir brauchen nicht mehr Personal für das alte, aussondernde System. Wir brauchen die radikale Umschichtung der Mittel – weg von verkrusteten Trägerstrukturen, hin zur direkten Finanzierung personenzentrierter Assistenz und echter Teilhabe auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt!