BERLIN (kobinet)
Am 28. Oktober 2026 hat der DGB einen Bericht gemacht.
DGB ist eine große Gruppe.
Die Gruppe vertritt Arbeiter und ihre Rechte.
Was ist die Renten-Kommission?
Der Bericht kommt von der Renten-Kommission.
Das ist eine Gruppe aus Fach-Leuten.
Die Fach-Leute machen Vorschläge für die Rente.
Die Renten-Kommission hat Tipps für die Rente.
Die Tipps sind anders als die Pläne der Regierung.
Wer ist Verena Bentele?
Verena Bentele ist in der Renten-Kommission.
Sie leitet den VdK.
VdK ist ein großer Verein.
Der Verein hilft Menschen mit Behinderungen.
Er hilft auch Kriegs-Opfern und Rentnern.
Verena Bentele sagt:
Die Pläne der Regierung sind falsch.
Was will die Regierung?
Die Regierung will:
Die Rente soll erst mit 64 Jahren beginnen.
Die Regierung will:
Die Rente für lang-jährig Versicherte streichen.
Das sind Menschen, die 40 Jahre oder länger eingezahlt haben.
Sie zahlen in die Renten-Versicherung ein.
Die Regierung will:
Die Rente an die Lebens-Erwartung koppeln.
Koppeln bedeutet: Zwei Dinge verbinden.
Hier geht es um Rente und Lebens-Erwartung.
Wenn Menschen länger leben, soll sich die Rente ändern.
Die Lebens-Erwartung zeigt:
Wie alt werden Menschen im Durchschnitt?
Die Regierung sagt:
Menschen leben länger.
Deshalb müssen sie länger arbeiten.
Was sagt Verena Bentele dazu?
Verena Bentele sagt:
Das stimmt nicht.
Verena Bentele erklärt:
Menschen in Deutschland leben nicht länger gesund.
Gesunde Jahre sind Jahre ohne schwere Krankheiten.
In gesunden Jahren können Menschen ohne Hilfe leben.
In gesunden Jahren können Menschen arbeiten.
Die Menschen haben weniger gesunde Jahre.
Die Renten-Kommission fragt:
Wie können Menschen gesund bis zur Rente arbeiten?
Die Renten-Kommission will:
Keine höheren Alters-Grenzen für die Rente.
Was sagt der VdK?
Der VdK sagt:
Die Arbeit-Geber müssen mehr tun.
Ein Arbeit-Geber ist der Chef von einer Firma.
Er gibt Menschen Arbeit und bezahlt sie.
Die Arbeit-Geber müssen:
Die Arbeit gesünder machen.
Das fehlt oft in Betrieben.
Verena Bentele sagt:
Arbeit-Geber sollen nicht Rente mit 70 fordern.
Verena Bentele sagt:
Arbeit-Geber sollen bessere Pläne für ältere Arbeiter machen.
Verena Bentele sagt:
Ältere Arbeiter sollen nicht entlassen werden.
Was schlägt der VdK vor?
Der VdK gibt der Regierung Tipps:
Es soll mehr Reha-Angebote geben.
Das sind Hilfen für kranke oder verletzte Menschen.
Die Hilfen machen sie wieder gesund.
Zum Beispiel:
Krankengymnastik oder Kurse für gesundes Essen.
Der VdK sagt:
Ärzte, Arbeit-Geber und Reha-Stellen sollen zusammen-arbeiten.
Der VdK sagt:
Betriebe müssen Eingliederungs-Management machen.
Das ist eine Hilfe für Arbeiter, die lange krank waren.
Sie sollen wieder in den Job zurück.
Zum Beispiel:
Ein leichterer Arbeits-Platz.
Der VdK sagt:
Es soll keine Ober-Grenze für Reha geben.
Eine Ober-Grenze ist ein Höchst-Wert.
Man darf dann nicht mehr machen oder bekommen.
Was ist die Renten-Versicherung?
Das ist eine Einrichtung.
Arbeiter zahlen jeden Monat Geld ein.
Wenn sie alt sind, bekommen sie Rente.
Wenn sie nicht mehr arbeiten können, bekommen sie Rente.
Was zeigen die Zahlen?
Zahlen von Eurostat zeigen:
Eurostat ist das Statistik-Amt von Europa.
In Deutschland steigt die Lebens-Erwartung kaum.
Aber die gesunden Jahre nach 65 werden weniger.
2015 waren es 11,9 gesunde Jahre.
Das sind fast 12 Jahre.
2024 sind es nur noch 8,6 gesunde Jahre.
In der EU ist es anders.
Dort steigen die gesunden Jahre.
In Schweden und Norwegen sind es 14 gesunde Jahre.
Frauen in Deutschland leben länger.
Aber sie haben mehr Jahre mit Krankheit.
Foto: VdK Deutschland
BERLIN (kobinet)
Am 28. Oktober 2026 hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) den ausführlichen Bericht seiner Rentenkommission veröffentlicht. Mit ihren Empfehlungen setzt die Kommission einen Kontrapunkt zur aktuellen Debatte um höhere Altersgrenzen. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland und Mitglied der Kommission, widerspricht der geplanten Politik der Bundesregierung. Diese arbeitet daran, den frühestmöglichen Rentenbeginn von 63 auf 64 Jahre anzuheben, die Rente für besonders langjährig Versicherte abzuschaffen und die Regelaltersgrenze sowie die Rente wegen Schwerbehinderung an die Lebenserwartung zu koppeln.
"Das Argument, dass die steigende Lebenserwartung höhere Altersgrenzen erzwingt, löst sich schnell in Luft auf, wenn man sich die gesunden Lebensjahre anschaut, die man in Rente verbringt: Denn diese werden in Deutschland immer weniger statt mehr", sagte Bentele. Statt ältere Beschäftigte heute und künftige Generationen mit höheren Altersgrenzen oder höheren Abschlägen zu konfrontieren, habe die Kommission die zukunftsweisende Frage beantwortet: "Wie schaffen wir es, dass Menschen bis zuletzt gesund und zufrieden arbeiten können?"
Handlungsbedarf sieht der VdK vor allem bei den Arbeitgebern. Gesundheitsprävention im Betrieb, psychische Gefährdungsbeurteilungen, altersgerechte Arbeitsplätze und Arbeitszeitmodelle sowie altersspezifische Weiterbildungsangebote seien in der betrieblichen Realität stark unterentwickelt, auch Betriebsärzte seien kaum aktiv, kritisierte Bentele. "Statt lautstark die Rente mit 70 zu fordern, sollten die Arbeitgeber in ihren Personalabteilungen Modelle entwickeln, wie ältere Beschäftigte gut bis zur Rente arbeiten können. Entlassungen und Abfindungen für diese Generation dürfen nicht länger das wichtigste Instrument sein. Wenn wir den demografischen Wandel und alternde Belegschaften nicht als Last, sondern als Chance begreifen wollen, muss damit Schluss sein."
Der VdK empfiehlt der Regierungskoalition, die Empfehlungen der DGB-Rentenkommission ernsthaft in ihre Überlegungen einzubeziehen. Wenn die Bundesregierung längeres Arbeiten ermöglichen und nicht erzwingen wolle, müsse sie
- sich flächendeckend für frühzeitige, wohnortnahe und leicht zugängliche Reha-Angebote einsetzen,
- Gesundheitsversorgung, Arbeitsförderung sowie medizinische und berufliche Rehabilitation besser verzahnen,
- das Betriebliche Eingliederungsmanagement verpflichtend machen,
- den Reha-Deckel in der Rentenversicherung abschaffen.
Laut Daten des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) ist die Lebenserwartung ab 65 Jahren in Deutschland zwischen 2015 und 2024 kaum gestiegen. Die gesunden Lebensjahre sind dagegen um 3,3 Jahre auf nur noch 8,6 Jahre gesunken. In der EU ist die Entwicklung gegenläufig: Dort stieg der Wert auf 10,3 Jahre, in Schweden und Norwegen liegt er sogar bei 14 Jahren. Während die EU also gesünder altert, verlieren ältere Menschen in Deutschland gesunde Lebensjahre. Besonders betroffen sind Frauen: Sie leben ab 65 zwar länger als Männer, verbringen aber deutlich mehr Jahre mit eingeschränkter Gesundheit (12,4 gegenüber 10,1 Jahren).
Foto: VdK Deutschland
BERLIN (kobinet)
Am 28. Oktober 2026 hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) den ausführlichen Bericht seiner Rentenkommission veröffentlicht. Mit ihren Empfehlungen setzt die Kommission einen Kontrapunkt zur aktuellen Debatte um höhere Altersgrenzen. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland und Mitglied der Kommission, widerspricht der geplanten Politik der Bundesregierung. Diese arbeitet daran, den frühestmöglichen Rentenbeginn von 63 auf 64 Jahre anzuheben, die Rente für besonders langjährig Versicherte abzuschaffen und die Regelaltersgrenze sowie die Rente wegen Schwerbehinderung an die Lebenserwartung zu koppeln.
"Das Argument, dass die steigende Lebenserwartung höhere Altersgrenzen erzwingt, löst sich schnell in Luft auf, wenn man sich die gesunden Lebensjahre anschaut, die man in Rente verbringt: Denn diese werden in Deutschland immer weniger statt mehr", sagte Bentele. Statt ältere Beschäftigte heute und künftige Generationen mit höheren Altersgrenzen oder höheren Abschlägen zu konfrontieren, habe die Kommission die zukunftsweisende Frage beantwortet: "Wie schaffen wir es, dass Menschen bis zuletzt gesund und zufrieden arbeiten können?"
Handlungsbedarf sieht der VdK vor allem bei den Arbeitgebern. Gesundheitsprävention im Betrieb, psychische Gefährdungsbeurteilungen, altersgerechte Arbeitsplätze und Arbeitszeitmodelle sowie altersspezifische Weiterbildungsangebote seien in der betrieblichen Realität stark unterentwickelt, auch Betriebsärzte seien kaum aktiv, kritisierte Bentele. "Statt lautstark die Rente mit 70 zu fordern, sollten die Arbeitgeber in ihren Personalabteilungen Modelle entwickeln, wie ältere Beschäftigte gut bis zur Rente arbeiten können. Entlassungen und Abfindungen für diese Generation dürfen nicht länger das wichtigste Instrument sein. Wenn wir den demografischen Wandel und alternde Belegschaften nicht als Last, sondern als Chance begreifen wollen, muss damit Schluss sein."
Der VdK empfiehlt der Regierungskoalition, die Empfehlungen der DGB-Rentenkommission ernsthaft in ihre Überlegungen einzubeziehen. Wenn die Bundesregierung längeres Arbeiten ermöglichen und nicht erzwingen wolle, müsse sie
- sich flächendeckend für frühzeitige, wohnortnahe und leicht zugängliche Reha-Angebote einsetzen,
- Gesundheitsversorgung, Arbeitsförderung sowie medizinische und berufliche Rehabilitation besser verzahnen,
- das Betriebliche Eingliederungsmanagement verpflichtend machen,
- den Reha-Deckel in der Rentenversicherung abschaffen.
Laut Daten des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) ist die Lebenserwartung ab 65 Jahren in Deutschland zwischen 2015 und 2024 kaum gestiegen. Die gesunden Lebensjahre sind dagegen um 3,3 Jahre auf nur noch 8,6 Jahre gesunken. In der EU ist die Entwicklung gegenläufig: Dort stieg der Wert auf 10,3 Jahre, in Schweden und Norwegen liegt er sogar bei 14 Jahren. Während die EU also gesünder altert, verlieren ältere Menschen in Deutschland gesunde Lebensjahre. Besonders betroffen sind Frauen: Sie leben ab 65 zwar länger als Männer, verbringen aber deutlich mehr Jahre mit eingeschränkter Gesundheit (12,4 gegenüber 10,1 Jahren).





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