MÜNSTER (kobinet)
Im Oktober trafen sich fast 30 Frauen.
Die Frauen leben mit einer Behinderung.
Behinderung bedeutet: Manche Dinge sind schwer für sie.
Zum Beispiel sehen oder laufen.
Einige Frauen haben eine lange Krankheit.
Das Treffen im Landes-Haus
Sie trafen sich im Landes-Haus.
Dort gibt es einen großen Saal.
Im Saal steht ein Redner-Pult.
Ein Redner-Pult ist ein Tisch für Reden.
Man legt Zettel oder ein Mikro-Fon darauf.
Die Frauen hielten Reden.
Sie sprachen in Mikro-Fone.
Ein Mikro-Fon nimmt die Stimme auf.
So hören alle die Reden gut.
Das Motto vom Treffen war:
Wir machen politische Räume zu unseren!
Politische Räume sind Orte für Politik.
Dort wird über wichtige Themen gesprochen.
Die Frauen wollten ausprobieren:
Wie ist es, selbst zu reden?
Viele hatten das noch nie gemacht.
Es war neu für sie.
Das offene Mikro-Fon
Ein besonderer Teil war das offene Mikro-Fon.
Jede Frau durfte ans Redner-Pult.
Sie hatte bis zu 3 Minuten Zeit.
Viele Frauen nutzten die Zeit.
Sie sprachen über wichtige Themen.
Diese Themen waren dabei:
-
Mehr Aktivität vor der Landtags-Wahl.
Die Landtags-Wahl ist wichtig.
Die Bürger wählen das Landes-Parlament.
Das passiert alle 4 oder 5 Jahre.
-
Mehr Respekt in Werkstätten.
Respekt bedeutet: Man ist freundlich.
Man nimmt Rücksicht auf andere.
Werkstätten sind Arbeits-Plätze für Menschen mit Behinderung.
Gertrud Servos und Caterina David
Gertrud Servos ist Sprecherin vom Netzwerk.
Ein Netzwerk ist eine Gruppe.
Die Menschen arbeiten zusammen.
Sie konnte nicht persönlich kommen.
Sie hatte Probleme mit der Bahn.
Deshalb war sie nur digital da.
Digital bedeutet: Man sieht sie auf dem Bildschirm.
Nicht in echt.
Sie sagte: Frauen mit Behinderung sind wichtig.
Aber oft hört man ihnen nicht zu.
Ihre Themen sind wichtig.
Sie sind keine Neben-Sache.
Caterina David ist im Vorstand.
Der Vorstand leitet eine Gruppe.
Die Gruppe heißt LAG Selbsthilfe NRW.
LAG bedeutet: Landes-Arbeits-Gemeinschaft.
Das ist eine Gruppe für wichtige Themen.
Die LAG ist der Rechtsträger.
Ein Rechtsträger ist verantwortlich.
Die LAG kümmert sich um das Netzwerk-Büro.
Caterina David sagte: Die Themen müssen laut sein.
Viele Menschen sollen sie hören.
Spar-Diskussionen und Eingliederungs-Hilfe
Die Frauen sprachen über Spar-Diskussionen.
Spar-Diskussionen sind Gespräche über Geld.
Es geht um die Eingliederungs-Hilfe.
Eingliederungs-Hilfe ist Unterstützung.
Sie hilft Menschen mit Behinderung.
Einige Frauen sagten:
Unsere Hilfe wird vielleicht weniger.
Das macht uns Angst.
Die Frauen fordern: Es soll mehr Bündnisse geben.
Ein Bündnis ist eine Gruppe.
Die Gruppe arbeitet zusammen.
Sie haben ein gemeinsames Ziel.
Es soll mehr gemeinsame Aktionen geben.
Das Netzwerk-Büro wird mit den Frauen beraten.
Sie überlegen: Wie setzen wir die Ideen um?
Das Netzwerk seit 1995
Das Netzwerk gibt es seit 1995.
1995 war vor 30 Jahren.
Das Netzwerk vertritt Frauen und Mädchen.
Sie leben mit einer Behinderung.
Oder sie haben eine lange Krankheit.
Das Netzwerk setzt sich ein für:
-
Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle gehören dazu.
Jeder darf mitmachen.
-
Gleich-Stellung.
Gleich-Stellung bedeutet: Alle haben die gleichen Rechte.
Niemand wird benachteiligt.
Das Land NRW bezahlt das Netzwerk-Büro.
Das Netzwerk-Büro hilft dem Netzwerk.
Das macht es seit 30 Jahren.
Das Treffen zeigte
Das Treffen zeigte:
Die Frauen wollen mitreden.
Sie wollen nicht nur zuhören.
Sie wollen Politik mitgestalten.
Viele Frauen sagten:
Das ist auch unser Raum!
Das bedeutet:
Politik ist auch für uns da.
Foto: Nena Aichholzer
MÜNSTER (kobinet)
Trotz Erkältungswelle, Streckensperrungen und Sturmschäden kamen am 24. Oktober fast 30 Frauen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen aus ganz Nordrhein-Westfalen im Landeshaus in Münster zusammen. Im Sitzungssaal der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe nutzten sie das Redepult und die Mikrofone, um eigene politische Anliegen vorzutragen. Unter dem Motto "Wir machen politische Räume zu unseren!" erprobten die Teilnehmerinnen, wie es sich anfühlt, in einem großen politischen Gremium selbst das Wort zu ergreifen. Ein Höhepunkt des Plenums war das offene Mikrofon am Redepult. Viele Frauen nutzten die Möglichkeit, in bis zu drei Minuten ihre Themen zu benennen. Dazu gehörten Forderungen nach mehr Aktivität vor der anstehenden Landtagswahl, mehr Respekt in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, fehlende barrierefreie frauenärztliche Praxen in NRW sowie die Idee, Barrieren in den eigenen Stadtvierteln sichtbar zu machen und abzubauen.
Netzwerk-Sprecherin Gertrud Servos, die aufgrund von Bahnproblemen nur digital teilnahm, betonte, dass Frauen mit Behinderungen und ihre Anliegen noch immer als Nebensache behandelt werden. Caterina David aus dem Vorstand der LAG Selbsthilfe NRW, dem Rechtsträger des NetzwerkBüros, unterstrich die Bedeutung gemeinsamer und gut hörbarer Vertretung der Themen behinderter Frauen.
Auch die aktuellen Spardiskussionen rund um die Eingliederungshilfe wurden thematisiert. Einige Teilnehmerinnen berichteten von angedrohten Einschränkungen ihrer Unterstützung. Die Frauen forderten daher breitere Bündnisse und wirksamere gemeinsame Aktionen. Das NetzwerkBüro wird mit den Frauen beraten, wie ihre Ideen umgesetzt werden können.
Das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW vertritt seit 1995 die Interessen von Frauen und Mädchen in den Bereichen Inklusion und Gleichstellung. Seit 30 Jahren wird es durch das vom Land finanzierte NetzwerkBüro mit Sitz in Münster unterstützt. Das Plenum machte erneut deutlich: Frauen mit Behinderungen wollen nicht nur angehört werden – sie wollen politische Entscheidungen mitgestalten. "Das ist auch unser Raum!", so der Tenor der Veranstaltung.
Foto: Nena Aichholzer
MÜNSTER (kobinet)
Trotz Erkältungswelle, Streckensperrungen und Sturmschäden kamen am 24. Oktober fast 30 Frauen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen aus ganz Nordrhein-Westfalen im Landeshaus in Münster zusammen. Im Sitzungssaal der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe nutzten sie das Redepult und die Mikrofone, um eigene politische Anliegen vorzutragen. Unter dem Motto "Wir machen politische Räume zu unseren!" erprobten die Teilnehmerinnen, wie es sich anfühlt, in einem großen politischen Gremium selbst das Wort zu ergreifen. Ein Höhepunkt des Plenums war das offene Mikrofon am Redepult. Viele Frauen nutzten die Möglichkeit, in bis zu drei Minuten ihre Themen zu benennen. Dazu gehörten Forderungen nach mehr Aktivität vor der anstehenden Landtagswahl, mehr Respekt in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, fehlende barrierefreie frauenärztliche Praxen in NRW sowie die Idee, Barrieren in den eigenen Stadtvierteln sichtbar zu machen und abzubauen.
Netzwerk-Sprecherin Gertrud Servos, die aufgrund von Bahnproblemen nur digital teilnahm, betonte, dass Frauen mit Behinderungen und ihre Anliegen noch immer als Nebensache behandelt werden. Caterina David aus dem Vorstand der LAG Selbsthilfe NRW, dem Rechtsträger des NetzwerkBüros, unterstrich die Bedeutung gemeinsamer und gut hörbarer Vertretung der Themen behinderter Frauen.
Auch die aktuellen Spardiskussionen rund um die Eingliederungshilfe wurden thematisiert. Einige Teilnehmerinnen berichteten von angedrohten Einschränkungen ihrer Unterstützung. Die Frauen forderten daher breitere Bündnisse und wirksamere gemeinsame Aktionen. Das NetzwerkBüro wird mit den Frauen beraten, wie ihre Ideen umgesetzt werden können.
Das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW vertritt seit 1995 die Interessen von Frauen und Mädchen in den Bereichen Inklusion und Gleichstellung. Seit 30 Jahren wird es durch das vom Land finanzierte NetzwerkBüro mit Sitz in Münster unterstützt. Das Plenum machte erneut deutlich: Frauen mit Behinderungen wollen nicht nur angehört werden – sie wollen politische Entscheidungen mitgestalten. "Das ist auch unser Raum!", so der Tenor der Veranstaltung.





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