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Deutscher Caritasverband fordert Investitionen gegen Jugendarmut

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Foto: Gerhard Bartz

BERLIN (kobinet)

Unter dem Titel "Nicht an der Zukunft sparen – Jugendarmut bekämpfen, Teilhabe sichern" warnt das Bündnis "Ratschlag Kinderarmut" vor tiefgreifenden Einsparungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Für den Deutschen Caritasverband, seit 10 Jahren Unterstützerin des Ratschlags, betont Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa: "Wer heute bei Kinderarmut wegschaut, zahlt morgen einen hohen Preis. Unsere Praxiserfahrung bestätigt regelmäßig, was wissenschaftliche Studien beschreiben: Kinder aus armen Familien starten mit einem erheblichen Risiko ins Leben. Niedrige Haushaltseinkommen erzwingen schlechte Wohnverhältnisse und häufig mangelhafte Ernährung mit unmittelbaren Folgen für die Gesundheit der Kinder; gesundheitliche Handicaps ziehen schlechte Bildungschancen nach sich – ein Teufelskreis. Wir fordern die Unterstützung von Familien im Niedrigeinkommensbereich durch auskömmliche Transferzahlungen und durch eine befähigende Infrastruktur, die diese Nachteile so gut wie möglich kompensiert."

Der Deutsche Caritasverband unterstreicht:

- Das Existenzminimum der Kinder muss die tatsächlichen Lebenshaltungskosten abdecken.

- Es braucht gut ausgerüstete Schulen mit dem KI-Zeitalter angemessenen pädagogischen Konzepten und einer ausreichenden Zahl qualifizierter Lehrer_innen, die die Superdiversität der Schülerinnen und Schüler mit zielgruppenspezifischen Angeboten beantworten.

- Der Übergang von Schule in Ausbildung muss sozial abgesichert werden. Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Sozialleistungen und besondere Unterstützung für junge Menschen ohne familiäres Sicherheitsnetz.

- Es braucht eine dauerhaft finanzierte soziale Infrastruktur mit Jugendsozialarbeit in pluraler Trägerschaft, offene Orte der Begegnung und finanziell erreichbare Freizeitmöglichkeiten von Jugendmusikschulen bis Sportvereinen.

- Frühen Hilfen, namentlich Lotsenprogrammen in geburtshilflichen Stationen, kommt eine zentrale Bedeutung zu, um Familien in prekären Lebenslagen präventiv zu unterstützen.

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