Berlin (kobinet)
Heute ist Welt-Senioren-Tag.
Senioren sind ältere Menschen.
Meistens sind das Menschen über 60 Jahre.
Der Sozial-Verband VdK Saarland hat eine Forderung.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe von Menschen.
Die Gruppe hilft Menschen mit Problemen.
Der VdK ist ein großer Sozial-Verband in Deutschland.
Er hilft Menschen mit Behinderungen und anderen, die Unterstützung brauchen.
Der VdK fordert mehr Hilfs-Dienste für ältere Menschen.
Diese Dienste sollen ältere Menschen zu Hause besuchen.
Das nennt man: aufsuchende Hilfs-Dienste.
Diese Helfer kommen direkt zu älteren Menschen nach Hause.
Viele ältere Menschen leben allein.
Manche sind sehr arm.
Im Saarland sind besonders viele ältere Menschen arm.
Im letzten Jahr starben in Deutschland 520 Menschen durch Hitze.
Viele davon waren ältere Menschen.
Aufsuchende Hilfs-Dienste können das verhindern.
Aufsuchende Hilfs-Dienste sollen helfen.
Sie sollen ältere Menschen vor Einsamkeit schützen.
Einsamkeit bedeutet: Ein Mensch ist allein.
Der Mensch hat wenig Kontakt zu anderen Menschen.
Sie achten darauf, dass ältere Menschen genug trinken.
Sie achten darauf, dass ältere Menschen genug Unterstützung bekommen.
Wolfgang Steiner arbeitet für den VdK Saarland.
Er sagt: Manche Orte haben schon gute Angebote.
Zum Beispiel Busse oder gemeinsame Mittagessen.
Aber in vielen anderen Orten fehlt das komplett.
Hilfe für ältere Menschen ist keine Pflicht für Gemeinden.
Eine Gemeinde ist ein Ort, an dem mehrere Menschen zusammen leben.
Deshalb sagen viele Gemeinden: Wir haben kein Geld dafür.
Der VdK sagt: Das darf nicht so bleiben.
Jede ältere Person soll gute Hilfe bekommen.
Das soll nicht vom Geld der Gemeinde abhängen.
Im Saarland gibt es das Landes-Programm Saar66.
Das ist ein guter Anfang.
Aber der VdK will mehr.
Im Saarland soll es feste Regeln geben.
Diese Regeln sollen überall gelten.
Ein Vorbild ist Berlin.
Berlin hat als erstes Bundes-Land ein Gesetz für Senioren-Hilfe.
Ein Bundes-Land ist ein Teil von Deutschland.
Deutschland hat 16 Bundes-Länder.
Ein Gesetz legt feste Regeln fest.
Alle Menschen müssen diese Regeln einhalten.
Der VdK wünscht sich so ein Gesetz auch für das Saarland.
Die Vereinten Nationen arbeiten an einem neuen Vertrag.
Die Vereinten Nationen sind eine große Gruppe von Ländern.
193 Länder arbeiten dort zusammen für Frieden und Gerechtigkeit.
Ein Vertrag ist ein wichtiges Papier.
Mehrere Länder schreiben darin feste Regeln auf.
Dieser Vertrag soll die Rechte von älteren Menschen schützen.
Der VdK findet das sehr wichtig.
Es gibt schon einen ähnlichen Vertrag für Menschen mit Behinderung.
Dieser Vertrag heißt: UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Viele Länder haben diesen Vertrag unterschrieben.
Sie versprechen damit, Menschen mit Behinderungen besser zu schützen.
Dieser Vertrag hat im Saarland zu einem neuen Gesetz geführt.
Dieses Gesetz schützt Menschen mit Behinderung besser.
Der VdK sagt: So ein Vertrag kann älteren Menschen genauso helfen.
Foto: VdK Deutschland
Berlin (kobinet)
Anlässlich des heutigen Weltseniorentags fordert der Sozialverband VdK Saarland den flächendeckenden Ausbau aufsuchender Hilfsdienste. Anlass sind unter anderem die bundesweit 520 Hitzetoten im vergangenen Jahr sowie die überdurchschnittliche Altersarmut im Saarland. Ziel ist es, alleinstehende, hochbetagte Senioren direkt zu Hause vor Einsamkeit, Dehydrierung und Unterversorgung zu schützen. "Der aktuelle Flickenteppich bei der Versorgung muss endlich aufgebrochen werden. Während manche Orte Bürgerbusse oder Mittagstische anbieten, fehlen in anderen Kommunen altersgerechte Strukturen völlig", sagt Wolfgang Steiner, Landesvorstandsmitglied des VdK Saarland. Da es sich bei der Altenhilfe um eine freiwillige Leistung handele, verweisen finanzschwache Landkreise und Kommunen oft auf fehlende Mittel. "Der Weltseniorentag erinnert uns daran, dass die Versorgung älterer Menschen nicht von der Haushaltslage einer Kommune abhängen darf. Wir brauchen überall im Land verlässliche, aufsuchende Hilfsdienste. Ein gutes Leben im Alter muss auch im ländlichen Raum garantiert sein."
Das saarländische Landesprogramm "Saar66" sei ein erster, richtiger Schritt, so der VdK. Um jedoch alle Senioren gleichermaßen gut zu versorgen, müsse aus den freiwilligen Angeboten ein verlässlicher, landesweiter Standard werden. Als Inspiration für eine langfristige strukturelle Lösung nennt der Verband Berlin, das als erstes Bundesland mit einem Altenhilfestrukturgesetz verbindliche Qualitätsstandards geschaffen hat. Ein solches Modell sei perspektivisch auch für das Saarland wünschenswert.
Der VdK verweist zudem auf die aktuelle Initiative der Vereinten Nationen zur Ausarbeitung einer UN-Altenrechtskonvention. "Eine Altenrechtskonvention wäre das richtige Signal, um die Rechte älterer Menschen weltweit und lokal nachhaltig zu stärken", betont Steiner. Welchen Schub völkerrechtliche Verträge für die Rechte vor Ort bedeuten können, habe das Beispiel der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gezeigt. Diese habe unlängst den Weg für eine Reform des saarländischen Behindertengleichstellungsgesetzes geebnet, dem Gesetz zur verbesserten Umsetzung der UN-BRK.
Foto: VdK Deutschland
Berlin (kobinet)
Anlässlich des heutigen Weltseniorentags fordert der Sozialverband VdK Saarland den flächendeckenden Ausbau aufsuchender Hilfsdienste. Anlass sind unter anderem die bundesweit 520 Hitzetoten im vergangenen Jahr sowie die überdurchschnittliche Altersarmut im Saarland. Ziel ist es, alleinstehende, hochbetagte Senioren direkt zu Hause vor Einsamkeit, Dehydrierung und Unterversorgung zu schützen. "Der aktuelle Flickenteppich bei der Versorgung muss endlich aufgebrochen werden. Während manche Orte Bürgerbusse oder Mittagstische anbieten, fehlen in anderen Kommunen altersgerechte Strukturen völlig", sagt Wolfgang Steiner, Landesvorstandsmitglied des VdK Saarland. Da es sich bei der Altenhilfe um eine freiwillige Leistung handele, verweisen finanzschwache Landkreise und Kommunen oft auf fehlende Mittel. "Der Weltseniorentag erinnert uns daran, dass die Versorgung älterer Menschen nicht von der Haushaltslage einer Kommune abhängen darf. Wir brauchen überall im Land verlässliche, aufsuchende Hilfsdienste. Ein gutes Leben im Alter muss auch im ländlichen Raum garantiert sein."
Das saarländische Landesprogramm "Saar66" sei ein erster, richtiger Schritt, so der VdK. Um jedoch alle Senioren gleichermaßen gut zu versorgen, müsse aus den freiwilligen Angeboten ein verlässlicher, landesweiter Standard werden. Als Inspiration für eine langfristige strukturelle Lösung nennt der Verband Berlin, das als erstes Bundesland mit einem Altenhilfestrukturgesetz verbindliche Qualitätsstandards geschaffen hat. Ein solches Modell sei perspektivisch auch für das Saarland wünschenswert.
Der VdK verweist zudem auf die aktuelle Initiative der Vereinten Nationen zur Ausarbeitung einer UN-Altenrechtskonvention. "Eine Altenrechtskonvention wäre das richtige Signal, um die Rechte älterer Menschen weltweit und lokal nachhaltig zu stärken", betont Steiner. Welchen Schub völkerrechtliche Verträge für die Rechte vor Ort bedeuten können, habe das Beispiel der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gezeigt. Diese habe unlängst den Weg für eine Reform des saarländischen Behindertengleichstellungsgesetzes geebnet, dem Gesetz zur verbesserten Umsetzung der UN-BRK.





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