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VdK Saarland fordert flächendeckende aufsuchende Hilfe zum Weltseniorentag

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Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Anlässlich des heutigen Weltseniorentags fordert der Sozialverband VdK Saarland den flächendeckenden Ausbau aufsuchender Hilfsdienste. Anlass sind unter anderem die bundesweit 520 Hitzetoten im vergangenen Jahr sowie die überdurchschnittliche Altersarmut im Saarland. Ziel ist es, alleinstehende, hochbetagte Senioren direkt zu Hause vor Einsamkeit, Dehydrierung und Unterversorgung zu schützen. "Der aktuelle Flickenteppich bei der Versorgung muss endlich aufgebrochen werden. Während manche Orte Bürgerbusse oder Mittagstische anbieten, fehlen in anderen Kommunen altersgerechte Strukturen völlig", sagt Wolfgang Steiner, Landesvorstandsmitglied des VdK Saarland. Da es sich bei der Altenhilfe um eine freiwillige Leistung handele, verweisen finanzschwache Landkreise und Kommunen oft auf fehlende Mittel. "Der Weltseniorentag erinnert uns daran, dass die Versorgung älterer Menschen nicht von der Haushaltslage einer Kommune abhängen darf. Wir brauchen überall im Land verlässliche, aufsuchende Hilfsdienste. Ein gutes Leben im Alter muss auch im ländlichen Raum garantiert sein."

Das saarländische Landesprogramm "Saar66" sei ein erster, richtiger Schritt, so der VdK. Um jedoch alle Senioren gleichermaßen gut zu versorgen, müsse aus den freiwilligen Angeboten ein verlässlicher, landesweiter Standard werden. Als Inspiration für eine langfristige strukturelle Lösung nennt der Verband Berlin, das als erstes Bundesland mit einem Altenhilfestrukturgesetz verbindliche Qualitätsstandards geschaffen hat. Ein solches Modell sei perspektivisch auch für das Saarland wünschenswert.

Der VdK verweist zudem auf die aktuelle Initiative der Vereinten Nationen zur Ausarbeitung einer UN-Altenrechtskonvention. "Eine Altenrechtskonvention wäre das richtige Signal, um die Rechte älterer Menschen weltweit und lokal nachhaltig zu stärken", betont Steiner. Welchen Schub völkerrechtliche Verträge für die Rechte vor Ort bedeuten können, habe das Beispiel der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gezeigt. Diese habe unlängst den Weg für eine Reform des saarländischen Behindertengleichstellungsgesetzes geebnet, dem Gesetz zur verbesserten Umsetzung der UN-BRK.

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