Berlin (kobinet)
Eine Gruppe von Fach-Leuten hat einen langen Namen.
Diese Gruppe heißt Kommission.
Eine Kommission berät gemeinsam über ein Thema.
Die Kommission macht dann Vorschläge.
Der volle Name lautet:
Unabhängige Kommission zur Auf-arbeitung sexuellen Kindes-missbrauchs.
Auf-arbeitung bedeutet: Man beschäftigt sich mit der Vergangenheit.
Man will verstehen: Was ist damals passiert?
Kindes-missbrauch bedeutet: Ein Erwachsener tut einem Kind etwas Schlimmes an.
Das ist verboten.
Das ist sehr schlecht.
Die Kommission möchte Menschen mit Behinderungen helfen.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht dann oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Die Kommission sucht Menschen mit Behinderungen.
Diese Menschen haben als Kind sexuelle Gewalt erlebt.
Oder als Jugendliche.
Sexuelle Gewalt bedeutet: Jemand berührt eine andere Person auf eine sexuelle Art.
Die Person will das aber nicht.
Das ist verboten.
Auch andere Menschen können sich melden.
Zum Beispiel Mit-arbeitende aus Ein-richtungen.
Mit-arbeitende sind Menschen, die in einer Firma oder Behörde arbeiten.
Eine Ein-richtung ist ein Ort, wo Menschen zusammen arbeiten oder wohnen.
Zum Beispiel ein Wohn-Heim oder eine Schule.
Diese Mit-arbeitenden haben solche Taten beobachtet.
Kinder und Jugendliche mit Behinderungen brauchen oft Hilfe.
Das kann gefährlich sein.
Manche Menschen nutzen diese Hilfe aus.
Sie tun den Kindern dann etwas Schlimmes an.
Es gibt bisher zu wenig Schutz für diese Kinder.
Darum möchte die Kommission etwas verändern.
Die Kommission möchte Kinder besser schützen.
Mehr Menschen sollen über sexuelle Gewalt sprechen.
Die Kommission erkennt an: Die Menschen haben Schlimmes erlebt.
Die Kommission möchte verstehen: Warum haben viele Menschen nicht gesprochen?
Du kannst der Kommission helfen.
Erzähle der Kommission von deinen Erfahrungen.
Erfahrung bedeutet: Du hast etwas selbst erlebt.
Du weißt, wie es sich anfühlt.
Dafür gibt es ein Online-Formular im Internet.
Ein Online-Formular ist ein Vordruck im Internet.
Dort trägst du deine Daten ein.
Das Online-Formular findest du hier: www.offensprechen.de
Du kannst das Formular auch ausdrucken.
Das Ausfüllen dauert etwa 5 Minuten.
Manche Menschen möchten lieber anrufen.
Das ist auch möglich.
Wichtig: Die Fragen können schwierige Gefühle auslösen.
Du kannst dann das Info-Telefon anrufen.
Unterstützung bedeutet: Jemand hört dir zu.
Du bist dann nicht allein.
Die Telefon-Nummer lautet: 0 800 40 300 40.
Der Anruf ist kostenlos.
Der Anruf ist anonym.
Anonym bedeutet: Du musst deinen Namen nicht nennen.
Niemand weiß dann, wer angerufen hat.
Das Telefon ist montags, mittwochs und freitags erreichbar.
Dann von 9 bis 14 Uhr.
Dienstags und donnerstags ist das Telefon von 15 bis 20 Uhr erreichbar.
Mehr Informationen gibt es hier: www.aufarbeitungskommission.de
Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet)
"Offen für Deine Geschichte", mit dieser Botschaft richtet sich die Unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs an Menschen mit Behinderungen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt erlitten haben. Auch Zeitzeugen, zum Beispiel Mitarbeitende in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, die von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche berichten können, sind aufgerufen, sich an die Kommission zu wenden.
Wie bekannt, sind Kinder und Jugendliche mit Behinderungen besonders gefährdet für sexuellen Missbrauch. Sie sind oft auf Unterstützung angewiesen. Daraus entsteht ein ungleiches Machtverhältnis, das von Tätern leicht ausgenutzt werden kann. Gleichzeitig gibt es zu wenig konkrete Maßnahmen, um sie zu schützen oder ihnen zu helfen, wenn sie Gewalt erlebt haben.
Mit der neuen Initiative will die Aufarbeitungskommission den Kinderschutz stärken sowie das erlittene Leid sichtbarer machen, das Unrecht offiziell anerkennen und die Bedingungen untersuchen, die Missbrauch begünstigten sowie Vertuschung und Schweigen begleiteten. Die Aufarbeitungskommission möchte Menschen mit Behinderungen ermutigen, über die Taten und ihre Folgen, das Wegsehen der Verantwortlichen und das Schweigen der Anderen zu berichten. Wer durch einen persönlichen Erfahrungsbericht die Aufarbeitungskommission unterstützen möchte, findet zum Beispiel auf www.offensprechen.de ein Onlineformular zum Ausfüllen oder Ausdrucken. Das Ausfüllen des Formulars nimmt etwa 5 Minuten Zeit in Anspruch. Wem das Ausfüllen nicht möglich ist, dem stehen die Mitarbeitenden des Informationstelefons Aufarbeitung zur Verfügung.
Wichtiger Hinweis:
Die Beantwortung der Fragen kann unangenehme Gefühle auslösen. Zur Unterstützung oder zur persönlichen Entlastung kann sehr gerne das Infotelefon Aufarbeitung angerufen werden. Das Infotelefons Aufarbeitung ist unter der Telefonnummer: 0 800 40 300 40 (kostenfrei und anonym) erreichbar. Die Sprechzeiten sind: montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr.
Weitere Informationen gibt's unter:
https://www.aufarbeitungskommission.de/themen-erkenntnisse/behinderungen/kommunikationskit-aufruf-behinderung
Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet)
"Offen für Deine Geschichte", mit dieser Botschaft richtet sich die Unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs an Menschen mit Behinderungen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt erlitten haben. Auch Zeitzeugen, zum Beispiel Mitarbeitende in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, die von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche berichten können, sind aufgerufen, sich an die Kommission zu wenden.
Wie bekannt, sind Kinder und Jugendliche mit Behinderungen besonders gefährdet für sexuellen Missbrauch. Sie sind oft auf Unterstützung angewiesen. Daraus entsteht ein ungleiches Machtverhältnis, das von Tätern leicht ausgenutzt werden kann. Gleichzeitig gibt es zu wenig konkrete Maßnahmen, um sie zu schützen oder ihnen zu helfen, wenn sie Gewalt erlebt haben.
Mit der neuen Initiative will die Aufarbeitungskommission den Kinderschutz stärken sowie das erlittene Leid sichtbarer machen, das Unrecht offiziell anerkennen und die Bedingungen untersuchen, die Missbrauch begünstigten sowie Vertuschung und Schweigen begleiteten. Die Aufarbeitungskommission möchte Menschen mit Behinderungen ermutigen, über die Taten und ihre Folgen, das Wegsehen der Verantwortlichen und das Schweigen der Anderen zu berichten. Wer durch einen persönlichen Erfahrungsbericht die Aufarbeitungskommission unterstützen möchte, findet zum Beispiel auf www.offensprechen.de ein Onlineformular zum Ausfüllen oder Ausdrucken. Das Ausfüllen des Formulars nimmt etwa 5 Minuten Zeit in Anspruch. Wem das Ausfüllen nicht möglich ist, dem stehen die Mitarbeitenden des Informationstelefons Aufarbeitung zur Verfügung.
Wichtiger Hinweis:
Die Beantwortung der Fragen kann unangenehme Gefühle auslösen. Zur Unterstützung oder zur persönlichen Entlastung kann sehr gerne das Infotelefon Aufarbeitung angerufen werden. Das Infotelefons Aufarbeitung ist unter der Telefonnummer: 0 800 40 300 40 (kostenfrei und anonym) erreichbar. Die Sprechzeiten sind: montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr.
Weitere Informationen gibt's unter:
https://www.aufarbeitungskommission.de/themen-erkenntnisse/behinderungen/kommunikationskit-aufruf-behinderung





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