Kassel (kobinet)
Petra Groß hat sich für Barriere-Freiheit eingesetzt.
Barriere-frei heißt: Alle Menschen können etwas benutzen.
Es gibt keine Hindernisse.
Alle Menschen können überall mitmachen.
Auch Menschen mit Behinderung.
Sie hat sich auch für Leichte Sprache eingesetzt.
Sie war Mitglied im Kasseler Behinderten-Beirat.
Ein Mitglied gehört zu einer Gruppe.
Die Person macht bei der Gruppe mit.
Ein Beirat ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen beraten andere bei Entscheidungen.
Sie hat auch bei Mensch-Zuerst gearbeitet.
Mensch-Zuerst ist eine Gruppe von Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
Manche Menschen können nicht so gut lernen wie andere.
Sie brauchen mehr Zeit zum Verstehen.
Schwere Texte sind für sie sehr schwer zu lesen.
Die Menschen in der Gruppe arbeiten zusammen.
Petra Groß war auf vielen Veranstaltungen dabei.
Eine Veranstaltung ist ein Treffen für viele Menschen.
Alle kommen an einem Ort zusammen.
Zum Beispiel ein Lauf oder ein Fest.
Sie war beim Jahres-Empfang des Bundes-Behinderten-Beauftragten.
Der Bundes-Behinderten-Beauftragte vertritt Menschen mit Behinderung.
Er setzt sich für ihre Rechte ein.
Sie war auch bei vielen Sommer-Camps dabei.
Bei diesen Camps ging es um selbst-bestimmtes Leben.
Selbst-bestimmt leben bedeutet: Du entscheidest selbst, wie du leben willst.
Petra Groß hat das Bundes-Verdienst-Kreuz bekommen.
Das Bundes-Verdienst-Kreuz ist eine besondere Auszeichnung vom deutschen Staat.
Man bekommt es als Dank für besondere Leistungen.
Der Staat ehrt damit besondere Menschen.
Diese Menschen haben viel Gutes getan.
Nur wenige Menschen mit Lern-Schwierigkeiten bekommen diese Auszeichnung.
Petra Groß war eine von ihnen.
Petra Groß hatte viel Mut.
Sie hat für die Kasseler Stadt-Verordneten-Versammlung kandidiert.
Kandidieren bedeutet: Eine Person möchte gewählt werden.
Die Person bewirbt sich für ein Amt.
Die Stadt-Verordneten-Versammlung ist eine Versammlung in der Stadt.
Die Mitglieder machen Regeln für die Stadt.
Petra Groß wollte in der Stadt-Politik mitarbeiten.
Sie war dort erste Nachrückerin.
Eine Nachrückerin steht auf der nächsten Wahl-Liste.
Wenn ein Platz frei wird, darf sie nachrücken.
Am 25. September 2026 ist Petra Groß gestorben.
Sie hatte verschiedene gesundheitliche Probleme.
Sie wurde nur 60 Jahre alt.
Im Februar feierte sie noch ihren 60. Geburts-Tag.
Viele Menschen trauern um Petra Groß.
Auch die Redaktion von kobinet-nachrichten trauert.
Eine Redaktion ist eine Gruppe von Menschen.
Sie schreiben und prüfen Texte für Nachrichten.
Petra Groß hat der Redaktion oft Ideen gegeben.
Sie hat gesagt, welche Themen wichtig sind.
Wir werden sie nicht vergessen.
Ihr Einsatz bleibt wichtig.
Selbst-bestimmtes Leben muss für alle Menschen möglich sein.
Auch für Menschen mit hohem Unterstützungs-Bedarf.
Ein Mensch mit Unterstützungs-Bedarf braucht Hilfe bei bestimmten Dingen.
Hoher Unterstützungs-Bedarf bedeutet: Die Person braucht viel Hilfe im Alltag.
Foto: Petra Groß
Kassel (kobinet)
Ob beim Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten, bei den vielen Sommercamps zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen oder bei Veranstaltungen in Kassel, Petra Groß war meist mittendrin dabei und hat sich für Barrierefreiheit und Leichte Sprache eingesetzt. Dabei war das langjährige Mitglied des Kasseler Behindertenbeirats und die frühere Mitarbeiterin von Mensch zuerst in der Regel nicht zu übersehen und auch nicht zu überhören. Denn sie hatte ein Mission, sie wollte, dass sich die Dinge zum Besseren entwickeln und dass behinderte Menschen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, um selbstbestimmt leben zu können. Nun wird Petra Groß nicht mehr dabei sein, denn am 25. September 2026 ist sie aufgrund verschiedener gesundheitlicher Probleme gestorben. Ihre Stimme wird aber sicherlich nachhallen und eine Mahnung sein, dass das selbstbestimmte Leben auch für behinderter Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ernstgenommen werden muss.
Petra Groß ist weithin bekannt, denn sie sprach die Leute an und hatte auch keine Angst vor vermeintlich großen Tieren. Sie zeigte Präsenz, ob bei politischen Veranstaltungen oder auch bei Karnevalsveranstaltungen oder Stadtfesten. Sie nervte dabei sicherlich auch immer mal wieder und forderte andere Menschen heraus. Auch das gehörte zu Petra Groß. Als eine der wenigen Menschen mit Lernschwierigkeiten, der das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde, was sie bei jeder passenden und zuweilen auch unpassenden Gelegenheit kundtat, hat Petra Groß vor allem in den Anfangsjahren der Leichten Sprache enorm viel für diese geworben. Im Kasseler Behindertenbeirat war sie viele Jahre vertreten und hat auch für die Kasseler Stadtverordnetenversammlung kandidiert, wo sie erste Nachrückerin war und blieb. Petra Groß hatte also Mut, auch wenn sie selbst immer wieder viel zu organisieren hatte, um ihr Leben leben zu können und die passende Unterstützung zu bekommen.
Ein weiterer Charakter der Behindertenbewegung hat nun also die Bühne verlassen und dies obwohl sie erst im Februar ihren 60. Geburtstag gefeiert hat. Auch bei den kobinet-nachrichten hat sich Petra Groß immer wieder mit Ideen gemeldet, worüber berichtet werden könnte. Deshalb teilt die kobinet-Redaktion die Trauer vieler Menschen um Petra Groß.
Foto: Petra Groß
Kassel (kobinet)
Ob beim Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten, bei den vielen Sommercamps zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen oder bei Veranstaltungen in Kassel, Petra Groß war meist mittendrin dabei und hat sich für Barrierefreiheit und Leichte Sprache eingesetzt. Dabei war das langjährige Mitglied des Kasseler Behindertenbeirats und die frühere Mitarbeiterin von Mensch zuerst in der Regel nicht zu übersehen und auch nicht zu überhören. Denn sie hatte ein Mission, sie wollte, dass sich die Dinge zum Besseren entwickeln und dass behinderte Menschen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, um selbstbestimmt leben zu können. Nun wird Petra Groß nicht mehr dabei sein, denn am 25. September 2026 ist sie aufgrund verschiedener gesundheitlicher Probleme gestorben. Ihre Stimme wird aber sicherlich nachhallen und eine Mahnung sein, dass das selbstbestimmte Leben auch für behinderter Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ernstgenommen werden muss.
Petra Groß ist weithin bekannt, denn sie sprach die Leute an und hatte auch keine Angst vor vermeintlich großen Tieren. Sie zeigte Präsenz, ob bei politischen Veranstaltungen oder auch bei Karnevalsveranstaltungen oder Stadtfesten. Sie nervte dabei sicherlich auch immer mal wieder und forderte andere Menschen heraus. Auch das gehörte zu Petra Groß. Als eine der wenigen Menschen mit Lernschwierigkeiten, der das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde, was sie bei jeder passenden und zuweilen auch unpassenden Gelegenheit kundtat, hat Petra Groß vor allem in den Anfangsjahren der Leichten Sprache enorm viel für diese geworben. Im Kasseler Behindertenbeirat war sie viele Jahre vertreten und hat auch für die Kasseler Stadtverordnetenversammlung kandidiert, wo sie erste Nachrückerin war und blieb. Petra Groß hatte also Mut, auch wenn sie selbst immer wieder viel zu organisieren hatte, um ihr Leben leben zu können und die passende Unterstützung zu bekommen.
Ein weiterer Charakter der Behindertenbewegung hat nun also die Bühne verlassen und dies obwohl sie erst im Februar ihren 60. Geburtstag gefeiert hat. Auch bei den kobinet-nachrichten hat sich Petra Groß immer wieder mit Ideen gemeldet, worüber berichtet werden könnte. Deshalb teilt die kobinet-Redaktion die Trauer vieler Menschen um Petra Groß.





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