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VdK fordert mindestens Fünf-Jahres-Übergangsfrist bei Abschaffung der Rente mit 63

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Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet)

Der Sozialverband VdK fordert im Rahmen der aktuellen Rentendebatte eine Übergangsfrist von mindestens fünf Jahren bei der geplanten Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte, die Abschaffung sei ein harter Einschnitt in die Lebensplanung vieler rentennaher Beschäftigter. Eine Fünf-Jahres-Frist könnte wertvolle Zeit und mehr Spielraum im Übergang zwischen Arbeitsleben und Ruhestand schaffen. Die diskutierte Frist betrifft die rentennahen und geburtenstarken Jahrgänge ab 1964. Aktuell kann der Jahrgang 1962 mit 64 Jahren und acht Monaten abschlagsfrei in Rente gehen. Wer nach 45 Versicherungsjahren kurz vor Rentenbeginn steht, soll laut VdK noch nach altem Recht abschlagsfrei in Rente gehen können. Jüngere Jahrgänge, die weiter vom Renteneintritt entfernt sind, wären dagegen von der Streichung dieser Rentenart betroffen und müssten mit hohen Abschlägen rechnen.

Verena Bentele kritisierte, dass abrupte Kürzungen, willkürliche Fristen und Stichtage im Rentenrecht nicht zu vermitteln seien und sie griffen besonders tief in die Lebensplanung von Leistungsträgern ein. Regierung und Parlament dürften sich hier nicht verkalkulieren. Übergangsfristen und passgenaue Ersatzlösungen für gesundheitlich belastete Beschäftigte seien ausschlaggebend für die Akzeptanz des neuen Rentenpakets der Bundesregierung.

Mit den aktuellen Plänen der Regierung drohe ein massenhaftes Ausweichen in die Erwerbsminderungsrente oder ein jäher Anstieg der Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse, warnte die VdK-Präsidentin. Dies könnte zu herben finanziellen Einbußen und Verdruss nach einem langen Arbeitsleben führen.

Bentele verwies auf die Situation älterer Beschäftigter, insbesondere in körperlich belastenden Berufen: "Eine 55-jährige Altenpflegerin oder Verkäuferin weiß oft heute schon nicht, wie sie bis 65, geschweige denn bis 68 durchhalten soll." Politik und Unternehmen müssten Arbeit altersgerecht gestalten, inklusive guter medizinischer und beruflicher Rehabilitation. Ältere Beschäftigte seien keine Kostenfaktoren, sondern eine wichtige Ressource in den Betrieben. "Wer gesundes Arbeiten bis zur Regelaltersgrenze fördert, unterstützt die Menschen und entlastet die Rentenkasse. Wer Älteren mit höheren Altersgrenzen und Abschlägen droht, verunsichert", so Bentele.

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