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Aufarbeitungskommission veröffentlicht Broschüre zu Versorgung von Menschen mit Heimerfahrung im Alter

A child covers their face with hands, hidden under a striped cloth against a dark background.
A child covers their face with hands, hidden under a striped cloth against a dark background.
Foto: Aedrian Salazar

BERLIN (kobinet)

Die Unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat am 24. September 2026 die Broschüre *"Der Blick von Menschen mit Heimerfahrung auf das Älterwerden: Sorgen, Wünsche und Forderungen"* veröffentlicht. Die Publikation richtet sich an Betroffene, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt in der Heimerziehung erlebt haben und sich mit ihrer Versorgung im Alter beschäftigen. Gleichzeitig bietet sie Fachkräften in der Altenpflege praktische Hinweise für ihre Arbeit, um die Versorgung von Betroffenen zu verbessernDie Broschüre enthält neben einem inhaltlichen Teil einen umfangreichen Anhang mit einem Überblick über bestehende Projekte, Materialien und Anlaufstellen für Betroffene.

Seit 2016 haben sich 149 Betroffene an die Kommission gewandt und über sexualisierte Gewalt in Heimen, Jugendwerkhöfen oder anderen stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe berichtet. Die Folgen sind tiefgreifend: Betroffene leiden unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Schwierigkeiten in der Emotionsregulation. Körperliche Langzeitfolgen umfassen Herzkreislauferkrankungen und eine geringere Lebenserwartung. Auch Schwierigkeiten mit Nähe und Intimität sowie ein erhöhtes Armutsrisiko werden auf die Gewalterfahrungen und die geringe Schulbildung in den Heimen zurückgeführt. Die Broschüre kann als barrierefreie PDF-Datei auf der Website der Aufarbeitungskommission heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben (DIN A5-Format, 71 Seiten) sind unter dieser E-Mail-Adresse bestellbar..