HANNOVER (kobinet)
Der Sozial-Verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Die Menschen helfen sich bei Problemen mit Rente, Pflege oder Gesundheit.
Der SoVD ist in Nieder-sachsen tätig.
Der SoVD kritisiert etwas.
In Pflege-heimen gibt es zu wenig Geld für Essen.
Ein Pflege-heim ist ein Haus für alte oder kranke Menschen.
Dort leben sie und bekommen Hilfe von Pflege-personal.
Pro Person und Tag werden nur 6,77 Euro für Essen und Trinken eingeplant.
Der SoVD sagt: Mit so wenig Geld ist gesundes Essen kaum möglich.
Der SoVD fordert schnelles Handeln.
Die Landes-Regierung muss etwas ändern.
Die Landes-Regierung regiert ein Bundes-land.
Dort arbeiten Minister und Ministerinnen.
Die Landes-Regierung soll zum Beispiel mehr Geld für Essen bereit-stellen.
Pflege-heim-Bewohner zahlen etwa 857 Euro pro Monat.
Dieser Betrag ist für Zimmer und Essen zusammen.
Dirk Swinke ist der Vorsitzende des SoVD in Nieder-sachsen.
Der Vorsitzende leitet einen Verein oder eine Gruppe.
Er spricht für alle Mitglieder.
Er kritisiert: Die Bewohner wissen nicht, wofür ihr Geld ausgegeben wird.
Transparenz bedeutet: Allen offen zeigen, was mit dem Geld passiert.
Diese Transparenz fehlt in vielen Pflege-heimen.
Die Lebens-mittel-Preise sind gestiegen.
Lebens-mittel sind zum Beispiel Brot, Obst, Gemüse und Milch.
Deshalb kann man gutes und frisches Essen schwerer bezahlen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung heißt kurz: DGE.
Die DGE ist eine Gruppe von Fach-leuten für gesundes Essen.
Die DGE hat 2024 etwas festgestellt.
Von 4 Bewohnern wiegt 1 Person zu wenig.
Das nennt man Unter-gewicht.
Unter-gewicht ist nicht gut für die Gesundheit.
Der Körper ist dann zu schwach.
Gute Ernährung ist für alte und kranke Menschen sehr wichtig.
Der SoVD fordert 3 Dinge.
Erstens: Das Land soll bestimmte Kosten für die Heime bezahlen.
So bleibt mehr Geld für besseres Essen.
Zweitens: Die Landes-Regierung soll klare Regeln für das Essen einführen.
Diese Regeln legen fest, wie gut das Essen sein muss.
Diese Regeln soll die DGE festlegen.
Drittens: Die Heime sollen offen zeigen, wie viel Geld sie für Essen ausgeben.
Dirk Swinke hat auch eine Forderung an die Bundes-Regierung.
Die Bundes-Regierung regiert ganz Deutschland.
Dort arbeiten der Bundes-kanzler und Minister.
In Kranken-häusern prüfen Ärzte schon: Essen die Menschen zu wenig?
Das soll die Bundes-Regierung auch in Pflege-heimen einführen.
Wer gut isst, wird seltener krank.
Das spart später viel Geld.
Deshalb darf beim Essen nicht gespart werden.
Foto: Sozialverband Deutschland
HANNOVER (kobinet)
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert, dass in Pflegeheimen des Landes täglich nur 6,77 Euro pro Person für Verpflegung veranschlagt werden. Dies gehe aus Zahlen der Schiedsstelle für die Pflegeversicherung hervor. Der Verband zweifelt an, dass mit diesem Betrag eine gesunde Ernährung möglich sei, und fordert von der Landesregierung sofortige Maßnahmen. Aktuell zahlen Pflegeheimbewohner in Niedersachsen durchschnittlich 857 Euro monatlich für Unterkunft und Verpflegung aus eigener Tasche. "Die Kosten werden für die Bewohner*innen nicht deutlich aufgeschlüsselt, so dass wenig Transparenz herrscht", kritisiert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Angesichts gestiegener Lebensmittelpreise sei fraglich, wie damit ein gesundes, frisches und altersgerechtes Essen angeboten werden solle.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) habe 2024 festgestellt, dass fast jeder vierte Pflegeheimbewohner / jeder vierte Pflegeheimbewohnerin untergewichtig sei, so Swinke. "Das zeigt deutlich, dass dieses Thema dringend angegangen werden muss. Gute und gesunde Ernährung ist vor allem für alte und kranke Menschen unerlässlich." Der SoVD fordert erstens die Übernahme der Investitionskosten durch das Land, um mehr finanziellen Spielraum für hochwertigere Ernährung zu schaffen. Zweitens brauche es mehr Qualitätssicherung durch verbindliche DGE-Standards in den Einrichtungen. Drittens sei eine transparente Aufschlüsselung der Ausgaben für Ernährung in den Heimen nötig.
Zusätzlich appelliert Swinke an die Bundesregierung: "Es gibt für Krankenhäuser bereits Pläne für ein verpflichtendes Screening zur Mangelernährung. Das muss auch in Pflegeheimen bindend eingeführt werden. Es darf nicht an der falschen Stelle gespart werden, denn gute Ernährung verhindert auch Folgekosten."
Foto: Sozialverband Deutschland
HANNOVER (kobinet)
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert, dass in Pflegeheimen des Landes täglich nur 6,77 Euro pro Person für Verpflegung veranschlagt werden. Dies gehe aus Zahlen der Schiedsstelle für die Pflegeversicherung hervor. Der Verband zweifelt an, dass mit diesem Betrag eine gesunde Ernährung möglich sei, und fordert von der Landesregierung sofortige Maßnahmen. Aktuell zahlen Pflegeheimbewohner in Niedersachsen durchschnittlich 857 Euro monatlich für Unterkunft und Verpflegung aus eigener Tasche. "Die Kosten werden für die Bewohner*innen nicht deutlich aufgeschlüsselt, so dass wenig Transparenz herrscht", kritisiert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Angesichts gestiegener Lebensmittelpreise sei fraglich, wie damit ein gesundes, frisches und altersgerechtes Essen angeboten werden solle.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) habe 2024 festgestellt, dass fast jeder vierte Pflegeheimbewohner / jeder vierte Pflegeheimbewohnerin untergewichtig sei, so Swinke. "Das zeigt deutlich, dass dieses Thema dringend angegangen werden muss. Gute und gesunde Ernährung ist vor allem für alte und kranke Menschen unerlässlich." Der SoVD fordert erstens die Übernahme der Investitionskosten durch das Land, um mehr finanziellen Spielraum für hochwertigere Ernährung zu schaffen. Zweitens brauche es mehr Qualitätssicherung durch verbindliche DGE-Standards in den Einrichtungen. Drittens sei eine transparente Aufschlüsselung der Ausgaben für Ernährung in den Heimen nötig.
Zusätzlich appelliert Swinke an die Bundesregierung: "Es gibt für Krankenhäuser bereits Pläne für ein verpflichtendes Screening zur Mangelernährung. Das muss auch in Pflegeheimen bindend eingeführt werden. Es darf nicht an der falschen Stelle gespart werden, denn gute Ernährung verhindert auch Folgekosten."





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