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Neues Streetart-Kunstwerk an der Fassade der Begegnungsstätte des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein

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Foto: Susanne Göbel

Kiel (kobinet)

Pünktlich zum Internationalen Tag des weißen Stocks ist sie fertig: Am 15. Oktober 2026 feiert der Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein die Neugestaltung der Fassade der Begegnungsstätte des Vereins in der Melanchthonstraße 31 in Kiel mit einem Nachbarschaftsfest. Um 13:00 Uhr wird die neue Fassade feierlich von Bürgermeister Gerwin Stöcken eingeweiht. Das Graffiti-Kunstwerk ist das Ergebnis eines Projektes, das von der Stadt Kiel über den Fonds "Gemeinsam Kiel Gestalten" gefördert wurde. Im Anschluss öffnet die Begegnungsstätte bis 18:00 Uhr ihre Türen und der Verein und die Regionalgruppe Kiel stellen sich bei einem Nachbarschaftsfest mit buntem Programm vor. Mit dabei sind Expertinnen für Audiodeskription der Fassade, die Blickpunkt Auge Beratung, sowie weitere lokale Partner wie das Café Prinz Willy, die Resteritter und Radeln ohne Alter. Die Veranstaltung findet im Rahmen der "Woche des Sehens" und anlässlich des Tags des weißen Stocks statt.

In zwei Workshops wurden die Motive für die neue Fassade entwickelt. Rund 20 Menschen beteiligten sich, darunter sowohl blinde und sehbehinderte Mitglieder des Vereins aus Kiel als auch Nachbar*innen und Interessierte. Aus den Ideen entwickelte das Künstler-Kollektiv "Vanartizm" von Christoph Kröger das Gesamtbild unter dem Motto "Gemeinsam sehen wir anders". Die Fassade setzt viele wichtige Themen für Blinde und Menschen mit Sehbehinderung in Bildern und mit Humor um, z.B. verschiedenste Hilfsmittel oder ein Tandemfahrrad mit den scharfen Augen eines Adlers voraus und der Schubkraft des Maulwurfs.

"Die Verwandlung unserer Hausfassade aus einer peinlichen Verschandelung in ein attraktives Stück kreativer Stadtbildgestaltung ist ein Stück gelebte Nachbarschaft und setzt damit die Grundidee der Förderung aufs Schönste um: 'Kiel gemeinsam gestalten' Ich freue mich schon auf ein wunderbares Nachbarschaftsfest", sagt BSVSH Vorsitzender Dr. Jürgen Trinkus.

"Das Kunstwerk zeigt auf besonders schöne Weise, was Inklusion bedeutet: unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und daraus etwas Gemeinsames entstehen zu lassen. Dass blinde und sehbehinderte Menschen gemeinsam mit Nachbar*innen und Interessierten ihre Ideen eingebracht haben, macht die neue Fassade zu weit mehr als einem Blickfang – sie steht für Teilhabe, Begegnung und ein Miteinander, das unsere Stadt bereichert", sagt Bürgermeister und Sozialdezernent Gerwin Stöcken.

Dabei sein bei der Veranstaltung am 15. Oktober wird ein Beschreiberteam. Es wird die Bilder auf der Hauswand in Worte übersetzen, damit die Streetart nacherlebbar wird für alle, die die neu gestaltete Fassade nicht mit eigenen Augen sehen können. Die ausführliche Audiodeskription des Kunstwerks wird nach der Einweihung auf der Website des BSVSH nachzulesen und zuhören sein. Weitere Informationen und Hintergründe zu dem Projekt unter: www.bsvsh.org/angebote/regionalgruppen/mela31-begegnungsstaette-kiel/

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