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LWL-Sozialstiftung fördert drei inklusive Projekte

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Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Foto: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) KöR

MÜNSTER (kobinet)

Die Sozialstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat rund 725.000 Euro für drei soziale Projekte bewilligt. Der Aufsichtsrat der LWL-Sozialstiftung beschloss die Förderung im Rahmen der neuen Sonderförderung "Mobilitätsentwicklung für Menschen mit Behinderung". Werner Wolff, Vorsitzender des Aufsichtsrates der LWL-Sozialstiftung, betonte: "Selbstbestimmte Mobilität ist eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Mit unserer Sonderförderung unterstützen wir innovative und nachhaltige Lösungen, die konkrete Barrieren im Alltag abbauen und Menschen mit Behinderung neue Möglichkeiten eröffnen." Die Projekte entfalten ihre Wirkung sowohl regional in Westfalen-Lippe als auch bundesweit.

Eines der geförderten Projekte ist "LWL Feel Mobil - Neue Wege entdecken" des LWL-Berufsbildungswerks Soest in Kooperation mit der feelSpace GmbH. Das dreijährige Vorhaben unterstützt junge blinde oder sehbehinderte Menschen dabei, ihre Mobilität und Orientierung im Alltag zu verbessern. Dafür werden ein "naviGürtel" und eine spezielle Mobilitäts-App erprobt und mit pädagogischer Begleitung in realen Alltagssituationen eingesetzt. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Selbstständigkeit zu stärken und den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern.

Ein weiteres Projekt ist "Selbstständig mobil - E-Mofa-Training" der Gustav-Heinemann-Schule in Hagen, einer städtischen Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Hier wird ein praxisnahes Konzept entwickelt und erprobt, das Schülerinnen und Schüler gezielt auf eine eigenständige Fortbewegung nach dem Schulabschluss vorbereitet. In theoretischen und praktischen Einheiten lernen die Jugendlichen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, und werden so auf die Mofaprüfbescheinigung vorbereitet.

Das dritte Vorhaben, das Zentrum für inklusive Bildung und Beratung (ZiBB e.V.) in Dortmund, setzt sich für den barrierefreien Zugang zu sexueller Bildung ein. Für gehörlose und gebärdensprachlich kommunizierende Menschen gibt es hier oft Barrieren. Das ZiBB e.V. entwickelt ein zielgruppengerechtes Weiterbildungskonzept: Gehörlose pädagogische Fachkräfte werden in Deutscher Gebärdensprache für die sexuelle Bildungsarbeit qualifiziert, während hörende Fachkräfte für die Gehörlosenkultur und barrierefreie Vermittlung sensibilisiert werden. Ziel ist es, Informationen besser zugänglich zu machen, sexuelle Selbstbestimmung zu stärken und sexualisierter Gewalt vorzubeugen.

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