Berlin (kobinet)
Schadet Inklusion dem Lernen?
Inklusion bedeutet: Kinder mit und ohne Behinderung lernen gemeinsam.
Hartmut Stäker sagt: Inklusion ist schuld an schlechten Schul-Ergebnissen.
Der Berliner Landes-Beirat widerspricht ihm.
Ein Landes-Beirat ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Gruppe berät die Politik.
Hartmut Stäker ist Präsident des Branden-burgischen Pädagogen-Verbandes.
Ein Pädagogen-Verband ist eine Gruppe von Lehr-Kräften.
Lehr-Kräfte bringen anderen Menschen etwas bei.
Ein Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder.
Der Präsident leitet den Verband.
Hartmut Stäker sprach am 9. September 2026 im Radio.
Uwe Wegener ist stellvertretender Vorsitzender des Landes-Beirats.
Der stellvertretende Vorsitzende hilft dem Chef der Gruppe.
Er übernimmt die Aufgaben des Chefs, wenn dieser fehlt.
Uwe Wegener sagt: Kinder mit Behinderungen sind nicht das Problem.
Das Problem sind schlechte Bedingungen an vielen Schulen.
Bedingungen müssen erfüllt sein, damit etwas funktioniert.
An vielen Schulen fehlt Personal.
Personal bedeutet: alle Menschen, die an einem Ort arbeiten.
Es fehlen auch kleine Klassen.
Es fehlen auch Inklusions-Lehrer.
Inklusions-Lehrer sind Fach-Kräfte für Kinder mit Behinderungen.
Sie helfen diesen Kindern im Unterricht.
Inklusion hilft auch Kindern ohne Behinderung.
In Klassen mit Inklusion gibt es mehr Lern-Wege.
Mehr Fach-Kräfte fördern alle Schüler besser.
Gemeinsames Lernen stärkt die Team-Arbeit.
Team-Arbeit bedeutet: zusammen an einer Aufgabe arbeiten.
Gemeinsames Lernen stärkt auch soziale Fähigkeiten.
Soziale Fähigkeiten bedeutet: gut mit anderen Menschen umgehen können.
Wissenschaftler haben Inklusion untersucht.
Ein Wissenschaftler untersucht Dinge sehr genau.
Wissenschaftler suchen Antworten auf schwierige Fragen.
Das Ergebnis: Inklusion schadet anderen Kindern nicht.
Der Landes-Beirat fordert: Redet über Lehrer-Mangel.
Lehrer-Mangel bedeutet: Es gibt zu wenig Lehr-Kräfte.
Redet auch über Unterrichts-Qualität.
Unterrichts-Qualität bedeutet: wie gut der Unterricht ist.
Guter Unterricht hilft allen Kindern beim Lernen.
Redet auch über soziale Ungleichheit.
Soziale Ungleichheit bedeutet: Nicht alle Kinder haben gleiche Chancen.
Manche Kinder bekommen sehr viel Unterstützung.
Andere Kinder bekommen sehr wenig.
Inklusion ist nicht das Problem.
Hier sind mehr Informationen zum Interview.
Das Interview mit Hartmut Stäker war am 9. September 2026.
Es war um 6:41 Uhr im Radio.
Die Sendung heißt: Der schöne Morgen.
Hartmut Stäker nannte Inklusion als einen von mehreren Gründen.
Er sprach auch von der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben diesen Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag schützt die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Foto: Anastasiya Badun
Berlin (kobinet)
Zum schlechten Abschneiden bei Pisa fällt nach Informationen des Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen Hartmut Stäker als Erstes ein, dass die Inklusion schuld sei. Dies sagte der Präsident des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes auf die Frage nach den Ursachen der Misere am 9. September 2026 auf radioeins. Er mache damit Schüler mit Behinderungen zu Sündenböcken für die Probleme des Schulsystems. Dabei lernen überhaupt nur in wenigen Klassen Kinder mit Behinderungen, kritisiert der Berliner Landesbeirat. Uwe Wegener, stellvertretender Vorsitzender des Landesbeirats für Menschen mit Behinderungen von Berlin, sagte dazu: "Wir weisen diese Diskriminierung aufs Schärfste zurück. Nicht Kinder mit Behinderungen sind das Problem, sondern schlechte Bedingungen an vielen Schulen: zu wenig Personal, zu große Klassen sowie fehlende Schulbegleiter/Schulbegleiterinnen und Inklusionslehrer/Inklusionslehrerinnen."
Von Inklusion profitierten auch Kinder ohne Behinderung. In inklusiven Klassen werde häufiger mit unterschiedlichen Lernwegen und Materialien gearbeitet. Zusätzliche Fachkräfte könnten mehr individuelle Förderung aller Schüler ermöglichen. Besuche in den Schulen der vier führenden PISA-Länder hätten gezeigt, dass der Blick auf leistungsschwächere Schüler/Schülerinnen und die Förderung in Kleingruppen wesentlich für gute Leistungen sind. Gemeinsames Lernen stärke außerdem Teamarbeit, Rücksichtnahme und soziale Fähigkeiten, heißt es vom Landesbeirat.
Auch die Forschung zeige: Schüler und Schülerinnen ohne Förderbedarf haben durch inklusiven Unterricht grundsätzlich keine Nachteile. "Wer über schlechte PISA-Ergebnisse spricht, sollte über Lehrkräftemangel, Unterrichtsqualität und soziale Ungleichheit sprechen und nicht behinderte Kinder verantwortlich machen. Inklusion ist nicht das Problem. Schlechte Rahmenbedingungen sind es", stellte der Beirat in einer Presseerklärung klar.
Hintergrund:
Das Interview mit Hartmut Stäker fand am 9.9.26 um 6:41 in der Sendung "Der schöne Morgen" statt. Zitat nach eigener Transkription des Landesbeirats: "Es gibt viele, viele, viele, viele Ursachen. Also, es ist sehr komplex. Das, was ich sozusagen aufgenommen habe, ist, das wir für alle Probleme haben: Heterogenität der Schülerschaft hat unwahrscheinlich zugenommen. Auf Grund der Inklusion, die wir ja in alle Klassen getragen haben, auf Grund des Anrechts der UN-Behindertenrechtskonvention."
Foto: Anastasiya Badun
Berlin (kobinet)
Zum schlechten Abschneiden bei Pisa fällt nach Informationen des Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen Hartmut Stäker als Erstes ein, dass die Inklusion schuld sei. Dies sagte der Präsident des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes auf die Frage nach den Ursachen der Misere am 9. September 2026 auf radioeins. Er mache damit Schüler mit Behinderungen zu Sündenböcken für die Probleme des Schulsystems. Dabei lernen überhaupt nur in wenigen Klassen Kinder mit Behinderungen, kritisiert der Berliner Landesbeirat. Uwe Wegener, stellvertretender Vorsitzender des Landesbeirats für Menschen mit Behinderungen von Berlin, sagte dazu: "Wir weisen diese Diskriminierung aufs Schärfste zurück. Nicht Kinder mit Behinderungen sind das Problem, sondern schlechte Bedingungen an vielen Schulen: zu wenig Personal, zu große Klassen sowie fehlende Schulbegleiter/Schulbegleiterinnen und Inklusionslehrer/Inklusionslehrerinnen."
Von Inklusion profitierten auch Kinder ohne Behinderung. In inklusiven Klassen werde häufiger mit unterschiedlichen Lernwegen und Materialien gearbeitet. Zusätzliche Fachkräfte könnten mehr individuelle Förderung aller Schüler ermöglichen. Besuche in den Schulen der vier führenden PISA-Länder hätten gezeigt, dass der Blick auf leistungsschwächere Schüler/Schülerinnen und die Förderung in Kleingruppen wesentlich für gute Leistungen sind. Gemeinsames Lernen stärke außerdem Teamarbeit, Rücksichtnahme und soziale Fähigkeiten, heißt es vom Landesbeirat.
Auch die Forschung zeige: Schüler und Schülerinnen ohne Förderbedarf haben durch inklusiven Unterricht grundsätzlich keine Nachteile. "Wer über schlechte PISA-Ergebnisse spricht, sollte über Lehrkräftemangel, Unterrichtsqualität und soziale Ungleichheit sprechen und nicht behinderte Kinder verantwortlich machen. Inklusion ist nicht das Problem. Schlechte Rahmenbedingungen sind es", stellte der Beirat in einer Presseerklärung klar.
Hintergrund:
Das Interview mit Hartmut Stäker fand am 9.9.26 um 6:41 in der Sendung "Der schöne Morgen" statt. Zitat nach eigener Transkription des Landesbeirats: "Es gibt viele, viele, viele, viele Ursachen. Also, es ist sehr komplex. Das, was ich sozusagen aufgenommen habe, ist, das wir für alle Probleme haben: Heterogenität der Schülerschaft hat unwahrscheinlich zugenommen. Auf Grund der Inklusion, die wir ja in alle Klassen getragen haben, auf Grund des Anrechts der UN-Behindertenrechtskonvention."





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