Marburg (kobinet)
Frauen und Mädchen brauchen manchmal Hilfe.
Das passiert zum Beispiel nach Gewalt.
Das gilt auch für Frauen und Mädchen mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Menschen mit Behinderung brauchen oft mehr Hilfe.
Oft ist es für Frauen mit Behinderung schwer.
Sie bekommen schwer eine Beratung.
Eine Beratung ist ein Gespräch über ein Problem.
Es gibt viele Hürden.
Hürden sind Dinge, die es schwer machen.
Diese Dinge stehen im Weg.
Der Frauen-Not-ruf Marburg hilft Frauen nach Gewalt.
Ein Not-ruf ist ein Hilfe-ruf über das Telefon.
Du rufst an, wenn ein Not-fall ist.
Der Frauen-Not-ruf Marburg ist ein Verein.
Der Verein will, dass alle Beratung bekommen können.
Der Verein arbeitet daran.
Das nennt man barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Alle Menschen können etwas ohne Hindernisse nutzen.
Der Frauen-Not-ruf Marburg hat viele Angebote entwickelt.
Es gibt Informationen in Leichter Sprache.
Es gibt Videos in Deutscher Gebärden-Sprache.
Gebärden-Sprache spricht man mit den Händen.
Gehörlose Menschen nutzen Gebärden-Sprache.
Es gibt auch Beratung zu Hause oder am Arbeits-Platz.
Der Frauen-Not-ruf Marburg hat 2 neue Bücher veröffentlicht.
Das erste Buch heißt: Leit-Faden Inklusive Beratung.
Ein Leit-Faden ist eine Anleitung.
Er erklärt Schritt für Schritt, wie etwas geht.
Inklusiv bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Das zweite Buch berichtet von einer Fach-Tagung.
Das Thema war: Schutz vor Gewalt für Menschen mit Behinderung.
Eine Fach-Tagung ist ein Treffen von Fach-Leuten.
Die Fach-Leute reden zusammen über ein bestimmtes Thema.
Der Leit-Faden Inklusive Beratung erklärt etwas Wichtiges.
Er erklärt, wie Beratung für alle funktioniert.
Der Leit-Faden richtet sich an Beratungs-Fach-Leute.
Er zeigt, wie man Beratung barriere-frei macht.
Menschen mit Screen-Reader können den Leit-Faden nutzen.
Ein Screen-Reader ist ein Programm auf dem Computer.
Das Programm liest Texte auf dem Bildschirm laut vor.
Bei der Fach-Tagung kamen viele Fach-Leute zusammen.
Sie sprachen über Schutz vor Gewalt.
Es ging um Menschen mit Behinderung.
Sie sprachen über blinde und seh-behinderte Frauen.
Seh-behindert bedeutet: Ein Mensch kann schlecht sehen.
Er sieht auch mit einer Brille nicht gut.
Die Fach-Leute sprachen auch über gehörlose Frauen.
Sie sprachen auch über nicht-binäre Personen.
Nicht-binär bedeutet: Eine Person ist weder Mann noch Frau.
Die Person ist dazwischen oder anders.
Die Fach-Leute besprachen bessere Zusammenarbeit.
Gewalt-Schutz-Einrichtungen sollen besser zusammenarbeiten.
Gewalt-Schutz bedeutet: Menschen werden vor Gewalt geschützt.
Es gibt Regeln und Hilfe dafür.
Das gilt auch für Einrichtungen der Behinderten-Hilfe.
Es gab gute Beispiele aus Frankfurt am Main.
Es gab auch gute Beispiele aus Limburg.
Barrieren abbauen ist oft einfacher als gedacht.
Barrieren abbauen bedeutet: Hindernisse wegnehmen.
Das gelingt, wenn alle mithelfen.
Das war das Fazit der Fach-Tagung.
Fazit bedeutet: Das war das wichtigste Ergebnis.
Der Frauen-Not-ruf Marburg plant Schulungen.
Die Schulungen sind für Einrichtungen der Behinderten-Hilfe.
Eine Schulung ist ein Kurs.
Man lernt dort etwas Neues für die Arbeit.
Diese Schulungen helfen beim Schutz vor Gewalt.
Den Leit-Faden kann man kostenlos herunterladen.
Herunterladen bedeutet: Man speichert eine Datei aus dem Internet.
Das gilt auch für die Fach-Tagungs-Dokumentation.
Eine Dokumentation schreibt wichtige Sachen auf.
So können alle verstehen, was gemacht wurde.
Die Dateien sind barriere-frei.
Den Leit-Faden kann man auch als Ordner bestellen.
Der Ordner ist gedruckt.
Dafür muss man die Versand-Kosten bezahlen.
Alle Materialien und mehr Informationen findet ihr hier:
Foto: Susanne Göbel
Marburg (kobinet)
Der Zugang zur Fachberatung bei geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt ist für Frauen und Mädchen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen häufig noch immer mit zahlreichen Hürden verbunden. Um dies zu ändern, setzt sich der Frauennotruf Marburg e.V. bereits seit vielen Jahren intensiv dafür ein, die Unterstützung von Beginn an möglichst barrierefrei und zugänglich zu gestalten.
Der Frauennotruf Marburg hat im Laufe der langjährigen Arbeit eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt und spezialisierte Informationsmaterialien entwickelt – darunter Angebote in Leichter Sprache, Informationen und Beratungsvideos in Deutscher Gebärdensprache (DGS) sowie die Übernahme von Gebärdensprachdolmetsch-Kosten. Zudem gehören aufgenommene Wegbeschreibungen für sehbeeinträchtigte Frauen sowie mobile Beratungen vor Ort (etwa in Werkstätten oder im gewohnten Umfeld) längst zum festen Repertoire der Marburger Fachstelle.
Der Frauennotruf Marburg hat seine gewachsenen Erfahrungen gebündelt und im Rahmen des Projekts "Beratung für mich! Beratung vor Ort! Inklusive Fachberatung für Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Hessen" zwei neue Grundlagenwerke vorgelegt: den Leitfaden "Inklusive Beratung" sowie die Dokumentation der Fachtagung "Barrierearm beraten – Fachberatung inklusiv gestalten".
Der für Screenreadernutzende barrierefrei gestaltete Leitfaden "Inklusive Beratung"
Der praxiserprobte Leitfaden bündelt das gesammelte Wissen aus der mehrjährigen Modellphase und der bisherigen Praxis. Er richtet sich an Menschen, die beraterisch und/oder therapeutisch mit Frauen mit Behinderungen arbeiten. Der Leitfaden zeigt konkrete Wege auf, wie Beratungsangebote zielgruppenspezifisch auf die Bedarfe von Frauen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen ausgerichtet werden können. Neben pro-aktiven Beratungsansätzen stehen die Erstellung barrierefreier Informationen und die praktische Umsetzung des nachhaltigen Barriereabbaus im Fokus.
Die Fachtagung "Barrierearm beraten – Fachberatung inklusiv gestalten"
Der Fachtag brachte Fachkräfte aus dem Gewaltschutz und Vertreterinnen der Behindertenhilfe zusammen, um gelungene Praxisbeispiele und theoretische Impulse zu diskutieren.
Die Fachvorträge der Tagung beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Während spezifische Bedarfe von Frauen mit Blindheit oder einer Sehbehinderung sowie Frauen und nichtbinäre Personen mit einer Hörbeeinträchtigungen beziehungsweise Taubheit im Mittelpunkt standen, vermittelten weitere Beiträge praxisnahe Ansätze für eine inklusive Beratung und verdeutlichten die Notwendigkeit engmaschiger Kooperationen zwischen Gewaltschutzeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Zudem enthält die Dokumentation konkrete Vorschläge zum Aufbau verlässlicher, inklusiver Beratungsstrukturen. Abgerundet wurde das Programm durch Erfahrungswerte und Best-Practice-Beispiele aus den hessischen Modellregionen Frankfurt am Main und Limburg.
Barriereabbau im Arbeits- und Privatleben kann oft ohne großen Aufwand gelingen, wenn alle Beteiligten als Multiplikator*innen aktiv werden, so das abschließende Fazit der Fachtagung.
Ausblick und Materialbezug
Um auch Einrichtungen der Behindertenhilfe direkt beim Gewaltschutz vor Ort zu unterstützen, entstehen In Kooperation mit weiteren Stellen vertiefende Schulungs- und Fortbildungsangebote,.
Der Leitfaden sowie die Fachtagsdokumentation stehen als barrierefreie PDF-Dateien kostenfrei zum Download zur Verfügung. Der Leitfaden kann zudem als gedruckter Ordner gegen Übernahme der Versandkosten beim Frauennotruf Marburg bestellt werden.
Link zum Download der aufgeführten Materialien und weiteren Informationen:
Foto: Susanne Göbel
Marburg (kobinet)
Der Zugang zur Fachberatung bei geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt ist für Frauen und Mädchen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen häufig noch immer mit zahlreichen Hürden verbunden. Um dies zu ändern, setzt sich der Frauennotruf Marburg e.V. bereits seit vielen Jahren intensiv dafür ein, die Unterstützung von Beginn an möglichst barrierefrei und zugänglich zu gestalten.
Der Frauennotruf Marburg hat im Laufe der langjährigen Arbeit eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt und spezialisierte Informationsmaterialien entwickelt – darunter Angebote in Leichter Sprache, Informationen und Beratungsvideos in Deutscher Gebärdensprache (DGS) sowie die Übernahme von Gebärdensprachdolmetsch-Kosten. Zudem gehören aufgenommene Wegbeschreibungen für sehbeeinträchtigte Frauen sowie mobile Beratungen vor Ort (etwa in Werkstätten oder im gewohnten Umfeld) längst zum festen Repertoire der Marburger Fachstelle.
Der Frauennotruf Marburg hat seine gewachsenen Erfahrungen gebündelt und im Rahmen des Projekts "Beratung für mich! Beratung vor Ort! Inklusive Fachberatung für Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Hessen" zwei neue Grundlagenwerke vorgelegt: den Leitfaden "Inklusive Beratung" sowie die Dokumentation der Fachtagung "Barrierearm beraten – Fachberatung inklusiv gestalten".
Der für Screenreadernutzende barrierefrei gestaltete Leitfaden "Inklusive Beratung"
Der praxiserprobte Leitfaden bündelt das gesammelte Wissen aus der mehrjährigen Modellphase und der bisherigen Praxis. Er richtet sich an Menschen, die beraterisch und/oder therapeutisch mit Frauen mit Behinderungen arbeiten. Der Leitfaden zeigt konkrete Wege auf, wie Beratungsangebote zielgruppenspezifisch auf die Bedarfe von Frauen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen ausgerichtet werden können. Neben pro-aktiven Beratungsansätzen stehen die Erstellung barrierefreier Informationen und die praktische Umsetzung des nachhaltigen Barriereabbaus im Fokus.
Die Fachtagung "Barrierearm beraten – Fachberatung inklusiv gestalten"
Der Fachtag brachte Fachkräfte aus dem Gewaltschutz und Vertreterinnen der Behindertenhilfe zusammen, um gelungene Praxisbeispiele und theoretische Impulse zu diskutieren.
Die Fachvorträge der Tagung beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Während spezifische Bedarfe von Frauen mit Blindheit oder einer Sehbehinderung sowie Frauen und nichtbinäre Personen mit einer Hörbeeinträchtigungen beziehungsweise Taubheit im Mittelpunkt standen, vermittelten weitere Beiträge praxisnahe Ansätze für eine inklusive Beratung und verdeutlichten die Notwendigkeit engmaschiger Kooperationen zwischen Gewaltschutzeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Zudem enthält die Dokumentation konkrete Vorschläge zum Aufbau verlässlicher, inklusiver Beratungsstrukturen. Abgerundet wurde das Programm durch Erfahrungswerte und Best-Practice-Beispiele aus den hessischen Modellregionen Frankfurt am Main und Limburg.
Barriereabbau im Arbeits- und Privatleben kann oft ohne großen Aufwand gelingen, wenn alle Beteiligten als Multiplikator*innen aktiv werden, so das abschließende Fazit der Fachtagung.
Ausblick und Materialbezug
Um auch Einrichtungen der Behindertenhilfe direkt beim Gewaltschutz vor Ort zu unterstützen, entstehen In Kooperation mit weiteren Stellen vertiefende Schulungs- und Fortbildungsangebote,.
Der Leitfaden sowie die Fachtagsdokumentation stehen als barrierefreie PDF-Dateien kostenfrei zum Download zur Verfügung. Der Leitfaden kann zudem als gedruckter Ordner gegen Übernahme der Versandkosten beim Frauennotruf Marburg bestellt werden.
Link zum Download der aufgeführten Materialien und weiteren Informationen:





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