BERLIN (kobinet)
Der Deutsche Caritas-Verband ist ein großer Wohlfahrts-Verband in Deutschland.
Ein Wohlfahrts-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen anderen Menschen in schwierigen Zeiten.
Der Verband fordert: Im Bundes-Haushalt 2027 muss Geld für Menschen in Not sein.
Der Bundes-Haushalt ist ein Plan für Geld.
Darin steht: Wie viel Geld hat Deutschland?
Und wofür gibt Deutschland das Geld aus?
Der Haushalt für 2027 wird gerade im Bundes-Tag besprochen.
Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa sagt:
Der Staat hat wenig Geld.
Trotzdem muss er den Menschen helfen.
Die Menschen brauchen Sicherheit.
Das gilt für 3 Arten von Sicherheit.
Innere Sicherheit bedeutet: Schutz vor Kriminalität im Land.
Äußere Sicherheit bedeutet: Schutz vor Gefahren von außen.
Soziale Sicherheit bedeutet: Menschen werden gut versorgt.
Zum Beispiel durch Rente, Pflege und Familien-Hilfe.
Rente ist Geld für alte Menschen.
Sie müssen nicht mehr arbeiten.
Außerdem sollen alle Menschen gut zusammen leben.
Das gilt für Menschen mit und ohne Migrations-Geschichte.
Manche Menschen kommen aus einem anderen Land.
Oder ihre Eltern kamen aus einem anderen Land.
Das nennt man Migrations-Geschichte.
Die Caritas fordert bessere Unterstützung in der Pflege.
Alle zahlen in die Pflege-Versicherung ein.
Die Pflege-Versicherung zahlt Geld, wenn man Hilfe braucht.
Alle Menschen geben jeden Monat etwas Geld dafür.
So können kranke Menschen Hilfe bekommen.
In der Corona-Zeit wurden viele Menschen krank.
Corona ist eine schlimme Krankheit.
Die Pflege-Versicherung hat damals viel Geld ausgegeben.
Der Staat soll dieses Geld zurückzahlen.
Nur so kann die Pflege-Versicherung weiter gut funktionieren.
Viele Menschen leben in Pflege-Heimen.
Ein Pflege-Heim ist ein Haus für ältere oder kranke Menschen.
Dort bekommen sie täglich Hilfe und Pflege.
Diese Menschen müssen einen Eigen-Anteil zahlen.
Der Eigen-Anteil ist der Betrag, den man selbst zahlen muss.
Den Rest zahlt zum Beispiel die Versicherung.
Dieser Eigen-Anteil darf nicht zu hoch sein.
Menschen sollen nicht ihr ganzes Geld verlieren.
Außerdem fordert die Caritas: Pflege-Personal muss fair bezahlt werden.
Spar-Maßnahmen bedeuten: Der Staat gibt weniger Geld aus.
Manche Menschen bekommen dann weniger Hilfe.
Die Politik darf die Löhne im Pflege-Bereich nicht kürzen.
Die Caritas fordert auch Verbesserungen bei der Rente.
Eine Gruppe von Fachleuten hat Ideen für bessere Renten gemacht.
Diese Gruppe heißt Renten-Kommission.
Die Fachleute haben gemeinsam über das Thema beraten.
Die Politik soll diese Ideen jetzt umsetzen.
Das gilt besonders für Menschen mit wenig Geld.
Manche Menschen konnten wegen Krankheit nicht immer arbeiten.
Diese Menschen brauchen besonders gute Renten.
Die Caritas sagt: Kinder brauchen gute Bedingungen zum Aufwachsen.
Das gilt in der Familie, in der Kita und in der Schule.
Kita bedeutet: Kinder-Tages-Stätte.
Das ist ein Ort für kleine Kinder.
Dort werden Kinder tagsüber betreut und gefördert.
Familien dürfen mit ihren Problemen nicht allein gelassen werden.
Der Staat muss genug Geld für Kinder und Jugendliche geben.
Zum Beispiel für Schulen, Sport und Beratung.
Viele Menschen haben Probleme, eine Wohnung zu bezahlen.
Die Caritas sagt: Familien müssen vor Obdach-Losigkeit geschützt werden.
Obdach-Losigkeit bedeutet: Ein Mensch hat keine Wohnung.
Er hat keinen Ort, wo er schlafen kann.
Das Wohn-Geld hilft Menschen, ihre Miete zu bezahlen.
Wohn-Geld ist Geld vom Staat für die Miete.
Die Politik darf das Wohn-Geld nicht kürzen.
Die Caritas bittet alle, die über den Haushalt entscheiden.
Soziale Themen sollen bei den Beratungen an erster Stelle stehen.
Denn: Ein guter Staat lässt niemanden allein.
Er hilft auch dann, wenn nicht viel Geld da ist.
Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet)
Der Deutsche Caritasverband mahnt vor dem Abschluss der Haushaltsberatungen im Bundestag, die drängenden sozialen Fragen durch klare Priorisierungen im Bundeshaushalt 2027 zu beantworten. Anlässlich der Generaldebatte betont Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa, der Haushalt müsse in Zeiten knapper Kassen und kumulierter Krisen überzeugende Antworten auf die Sorgen der Menschen geben. Neben Klimaschutz und der Resilienz des Sozialstaats sei es unerlässlich, das Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte zu stärken. "Der Haushalt 2027 muss sicherstellen, dass sich die Menschen auf innere, äußere und soziale Sicherheit gleichermaßen verlassen können", so Welskop-Deffaa.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern laut Caritas die Bereiche Pflege, Rente, Bildung, Familie, Integration und Zusammenhalt. In der Pflege dürfe Versorgungssicherheit keine Verhandlungsmasse sein. Welskop-Deffaa fordert, pflegende Angehörige in der Rentenversicherung angemessen abzusichern. Zudem müssten die nicht beitragsgedeckten Ausgaben der Pflegeversicherung durch die Rückerstattung der Corona-Milliarden ausgeglichen werden, um zukünftig verlässliche Leistungen zu gewährleisten. Eigenanteile in stationären Altenhilfeeinrichtungen dürften Menschen nicht bereits nach wenigen Monaten zum vollständigen Vermögensverzehr zwingen. Einsparungen in der Pflege dürften nicht zulasten der tariftreuen Entlohnung von Beschäftigten in der Altenhilfe gehen.
In der Rentenpolitik fordert die Caritas-Präsidentin eine konsequente Umsetzung der Vorschläge der Alterssicherungskommission, um die gesetzliche Rente schrittweise zu einer Erwerbstätigenversicherung für alle auszubauen. Menschen mit gebrochenen Erwerbsbiografien, niedrigen Einkommen oder gesundheitlichen Einschränkungen müssten verlässlich abgesichert werden.
Im Bereich Familie und Bildung betont die Caritas, dass Kinder ein entwicklungsfreundliches Umfeld in Familien, Kitas, Schulen und Nachbarschaften brauchen. Familien müssten sich darauf verlassen können, dass sie mit den Herausforderungen ihres Alltags nicht allein gelassen werden. Die Finanzierung von Bildungs- und Jugendhilfeangeboten müsse auskömmlich sein, um den Finanzstreit zwischen Bund und Ländern nicht als "Schwarzer Peter" hin- und herzuschieben. Auf angespannten Wohnungsmärkten müssten Familien vor Obdachlosigkeit durch steigende Mietnebenkosten geschützt werden. Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld müssten zurückgenommen und der Haushalt entsprechend nachjustiert werden, so Welskop-Deffaa.
Die Caritas appelliert an die Haushaltspolitikerinnen und -politiker, soziale Fragen in den Haushaltsberatungen zu priorisieren und sie als Prüfstein für die Handlungsfähigkeit des Staates in schwierigen Zeiten zu sehen.
Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet)
Der Deutsche Caritasverband mahnt vor dem Abschluss der Haushaltsberatungen im Bundestag, die drängenden sozialen Fragen durch klare Priorisierungen im Bundeshaushalt 2027 zu beantworten. Anlässlich der Generaldebatte betont Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa, der Haushalt müsse in Zeiten knapper Kassen und kumulierter Krisen überzeugende Antworten auf die Sorgen der Menschen geben. Neben Klimaschutz und der Resilienz des Sozialstaats sei es unerlässlich, das Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte zu stärken. "Der Haushalt 2027 muss sicherstellen, dass sich die Menschen auf innere, äußere und soziale Sicherheit gleichermaßen verlassen können", so Welskop-Deffaa.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern laut Caritas die Bereiche Pflege, Rente, Bildung, Familie, Integration und Zusammenhalt. In der Pflege dürfe Versorgungssicherheit keine Verhandlungsmasse sein. Welskop-Deffaa fordert, pflegende Angehörige in der Rentenversicherung angemessen abzusichern. Zudem müssten die nicht beitragsgedeckten Ausgaben der Pflegeversicherung durch die Rückerstattung der Corona-Milliarden ausgeglichen werden, um zukünftig verlässliche Leistungen zu gewährleisten. Eigenanteile in stationären Altenhilfeeinrichtungen dürften Menschen nicht bereits nach wenigen Monaten zum vollständigen Vermögensverzehr zwingen. Einsparungen in der Pflege dürften nicht zulasten der tariftreuen Entlohnung von Beschäftigten in der Altenhilfe gehen.
In der Rentenpolitik fordert die Caritas-Präsidentin eine konsequente Umsetzung der Vorschläge der Alterssicherungskommission, um die gesetzliche Rente schrittweise zu einer Erwerbstätigenversicherung für alle auszubauen. Menschen mit gebrochenen Erwerbsbiografien, niedrigen Einkommen oder gesundheitlichen Einschränkungen müssten verlässlich abgesichert werden.
Im Bereich Familie und Bildung betont die Caritas, dass Kinder ein entwicklungsfreundliches Umfeld in Familien, Kitas, Schulen und Nachbarschaften brauchen. Familien müssten sich darauf verlassen können, dass sie mit den Herausforderungen ihres Alltags nicht allein gelassen werden. Die Finanzierung von Bildungs- und Jugendhilfeangeboten müsse auskömmlich sein, um den Finanzstreit zwischen Bund und Ländern nicht als "Schwarzer Peter" hin- und herzuschieben. Auf angespannten Wohnungsmärkten müssten Familien vor Obdachlosigkeit durch steigende Mietnebenkosten geschützt werden. Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld müssten zurückgenommen und der Haushalt entsprechend nachjustiert werden, so Welskop-Deffaa.
Die Caritas appelliert an die Haushaltspolitikerinnen und -politiker, soziale Fragen in den Haushaltsberatungen zu priorisieren und sie als Prüfstein für die Handlungsfähigkeit des Staates in schwierigen Zeiten zu sehen.





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