BERLIN (kobinet)
Die PISA-Studie ist eine große Schul-Prüfung.
Sie prüft: Wie gut lernen Kinder in vielen Ländern?
Sie zeigt: Kinder aus armen Familien lernen schlechter.
Armut bedeutet: Menschen haben zu wenig Geld.
Sie können sich nicht alles kaufen.
Das liegt oft an ihrer Her-kunft.
Her-kunft bedeutet: Aus welcher Familie kommt ein Kind?
Haben die Eltern viel oder wenig Geld?
In Deutschland ist das ein großes Problem.
Es war noch nie so schlimm wie heute.
Von 100 Kindern aus armen Familien schaffen nur 2 sehr gute Schul-Ergebnisse.
Bei reichen Familien schaffen das 25 von 100 Kindern.
25 Prozent bedeutet: 25 von 100 Kindern.
Das ist sehr ungerecht.
In fast allen anderen Ländern hat die Her-kunft weniger Einfluss auf die Schul-Leistung.
Der Paritätische Wohl-fahrts-Verband fordert jetzt Hilfe.
Das ist ein großer Verein.
Der Verein hilft vielen Organisationen.
Diese Organisationen helfen Menschen in Not.
Der Verein sagt: Wir müssen Kinder-Armut bekämpfen.
Das bedeutet: Viele Kinder haben nicht genug Geld.
Ihre Familien können sich wichtige Dinge nicht kaufen.
Kinder aus armen Familien brauchen mehr Hilfe.
Das muss schnell passieren.
Joachim Rock arbeitet beim Paritätischen Wohl-fahrts-Verband.
Er sagt: Arme Familien brauchen mehr Geld.
Dieses Geld soll Kindern beim Lernen helfen.
Die Politik muss jetzt handeln.
Der Schul-Start kostet viel Geld.
Schul-Ranzen, Hefte und Sport-Sachen kosten fast 475 Euro.
Mit Büchern und Schul-Tüte sind es über 550 Euro.
Manchmal sind es sogar mehr als 600 Euro.
Für arme Familien ist das sehr viel Geld.
Seit 2020 sind Schul-Sachen noch teurer geworden.
Die Preise stiegen um etwa 27,5 Prozent.
Das bedeutet: Früher kostete etwas 100 Euro.
Heute kostet es 127,50 Euro.
Das ist mehr als bei anderen Waren.
Der Staat gibt Hilfs-Geld für den Schul-Start.
Dieses Hilfs-Geld heißt Bildungs- und Teil-habe-Paket.
Das ist Geld vom Staat für arme Familien.
Teil-habe bedeutet: Man kann mitmachen.
Zum Beispiel in der Schule oder beim Sport.
Familien bekommen 195 Euro pro Jahr.
Aber 195 Euro sind zu wenig.
Joachim Rock sagt: 195 Euro decken nicht die Hälfte der Kosten.
Der Paritätische Wohl-fahrts-Verband fordert mehr Geld.
Mehr Familien sollen dieses Geld bekommen.
Auch Familien mit wenig Ein-kommen sollen Hilfe bekommen.
Ein-kommen bedeutet: Das Geld, das jemand für Arbeit bekommt.
Diese Familien bekommen bisher keine Hilfe.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Sofortmaßnahmen zur Verringerung sozialer Ungleichheiten und zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut. Die Studie zeigt, dass der Bildungserfolg in Deutschland nie zuvor so stark vom Elternhaus abhing wie heute. Von 100 Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien schaffen es demnach nur zwei in den Spitzenbereich der Kompetenzen, während dies bei Gleichaltrigen aus privilegierten Elternhäusern 25 – also zehnmal so vielen – gelingt. Kaum ein Land schneidet hier schlechter ab als Deutschland: In mehr als neun von zehn untersuchten Staaten gelingt es besser, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu lösen. Besonders alarmierend sei, dass sich die herkunftsbedingten Unterschiede international zuletzt eher verringerten, in Deutschland seit 2015 jedoch wieder wuchsen.
"Wir können es uns nicht leisten, dass Kinder aus einkommensarmen Haushalten schon in der Kindheit abgehängt werden. Deshalb brauchen wir jetzt eine deutliche Anhebung der Teilhabeleistungen und mehr Familien, die davon profitieren können", sagte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen. Die Bekämpfung von Familienarmut und die Förderung von Bildung und Entwicklung von Kindesbeinen an müsse ganz oben auf die politische Agenda rücken, betonte er.
Eine aktuelle Auswertung des Paritätischen zeigt, wie schwer der Schulstart für einkommensarme Familien wiegt: Allein für Schulranzen, Federmäppchen, Sportzeug und ähnliche Grundausstattung kommen selbst bei preisgünstigen Angeboten knapp 475 Euro zusammen. Rechnet man Bücher, Arbeitshefte und die Füllung der Schultüte hinzu, sind schnell über 550, mitunter mehr als 600 Euro fällig. Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen zudem, dass die Preise für Schreibwaren und Zeichenmaterialien seit 2020 um etwa 27,5 Prozent gestiegen sind – deutlich stärker als die allgemeine Teuerung im selben Zeitraum.
Dem stehen die Leistungen zum Schulstart aus dem Bildungs- und Teilhabepaket gegenüber: insgesamt 195 Euro pro Jahr, ausgezahlt in zwei Raten zum Schuljahresbeginn und zum Halbjahr. "Das deckt nicht einmal die Hälfte der tatsächlichen Kosten", kritisierte Rock. Der Paritätische fordert daher eine deutliche Anhebung der Teilhabeleistungen sowie eine Ausweitung des Kreises der Anspruchsberechtigten, damit auch Familien im unteren Einkommensbereich, die bislang durch das Raster fallen, unterstützt werden.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Sofortmaßnahmen zur Verringerung sozialer Ungleichheiten und zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut. Die Studie zeigt, dass der Bildungserfolg in Deutschland nie zuvor so stark vom Elternhaus abhing wie heute. Von 100 Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien schaffen es demnach nur zwei in den Spitzenbereich der Kompetenzen, während dies bei Gleichaltrigen aus privilegierten Elternhäusern 25 – also zehnmal so vielen – gelingt. Kaum ein Land schneidet hier schlechter ab als Deutschland: In mehr als neun von zehn untersuchten Staaten gelingt es besser, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu lösen. Besonders alarmierend sei, dass sich die herkunftsbedingten Unterschiede international zuletzt eher verringerten, in Deutschland seit 2015 jedoch wieder wuchsen.
"Wir können es uns nicht leisten, dass Kinder aus einkommensarmen Haushalten schon in der Kindheit abgehängt werden. Deshalb brauchen wir jetzt eine deutliche Anhebung der Teilhabeleistungen und mehr Familien, die davon profitieren können", sagte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen. Die Bekämpfung von Familienarmut und die Förderung von Bildung und Entwicklung von Kindesbeinen an müsse ganz oben auf die politische Agenda rücken, betonte er.
Eine aktuelle Auswertung des Paritätischen zeigt, wie schwer der Schulstart für einkommensarme Familien wiegt: Allein für Schulranzen, Federmäppchen, Sportzeug und ähnliche Grundausstattung kommen selbst bei preisgünstigen Angeboten knapp 475 Euro zusammen. Rechnet man Bücher, Arbeitshefte und die Füllung der Schultüte hinzu, sind schnell über 550, mitunter mehr als 600 Euro fällig. Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen zudem, dass die Preise für Schreibwaren und Zeichenmaterialien seit 2020 um etwa 27,5 Prozent gestiegen sind – deutlich stärker als die allgemeine Teuerung im selben Zeitraum.
Dem stehen die Leistungen zum Schulstart aus dem Bildungs- und Teilhabepaket gegenüber: insgesamt 195 Euro pro Jahr, ausgezahlt in zwei Raten zum Schuljahresbeginn und zum Halbjahr. "Das deckt nicht einmal die Hälfte der tatsächlichen Kosten", kritisierte Rock. Der Paritätische fordert daher eine deutliche Anhebung der Teilhabeleistungen sowie eine Ausweitung des Kreises der Anspruchsberechtigten, damit auch Familien im unteren Einkommensbereich, die bislang durch das Raster fallen, unterstützt werden.





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