MÜNCHEN (kobinet)
Erla Schalamon ist 7 Jahre alt.
Am 15. September 2026 kommt sie in die Schule.
Sie besucht die Alois-Kober-Grund-Schule in Kötz.
Erla kann sehr schlecht sehen.
Sie hat eine Seh-Behinderung.
Seh-Behinderung bedeutet: Die Augen funktionieren nicht richtig.
Erla ist das erste Kind mit einer Beeinträchtigung an dieser Schule.
Beeinträchtigung bedeutet: Manche Dinge fallen der Person schwerer.
Die Person braucht manchmal Hilfe dabei.
Erla hat eine Augen-Krankheit.
Die Krankheit heißt Achromato-psie.
Bei dieser Krankheit können die Augen keine Farben sehen.
Erla sieht die Welt nur in Grau-Tönen.
Helles Licht tut ihren Augen weh.
Erla sieht nur 10 Prozent von dem, was gesunde Augen sehen.
Erla freut sich auf die Schule.
Sie geht mit Freundinnen und Freunden zur Schule.
Die Freundinnen und Freunde kennt Erla aus dem Kinder-Garten.
Der Weg dauert nur 15 Minuten zu Fuß.
Erla kennt viele Kinder aus der Nachbar-Schaft.
Nachbar-Schaft bedeutet: Die Menschen, die in der Nähe wohnen.
Das sind zum Beispiel die Leute in derselben Straße.
Diese Kinder kommen in die gleiche Klasse.
Die Schule hat sich gut auf Erla vorbereitet.
Erla kommt im Schul-Alltag alleine zurecht.
Erla ist neugierig und freundlich.
Eine Fach-Kraft besucht Erla 3-mal pro Schul-Jahr.
Eine Fach-Kraft ist eine Person mit einer besonderen Ausbildung.
Die Fach-Kraft ist für eine bestimmte Arbeit ausgebildet.
Diese Fach-Kraft kommt vom Mobilen Sonder-Pädagogischen Dienst.
Der Mobile Sonder-Pädagogische Dienst schickt Fach-Kräfte in Schulen.
Diese Fach-Kräfte helfen Kindern mit Beeinträchtigung.
In der restlichen Zeit gibt es Hilfe per E-Mail oder Telefon.
Der Bayerische Blinden- und Seh-Behinderten-Bund kritisiert das.
Der Bayerische Blinden- und Seh-Behinderten-Bund wird auch BBSB genannt.
Der BBSB findet: Die Fach-Kraft sollte öfter persönlich kommen.
Die Fach-Kraft ist wichtig für Lehrerinnen, Lehrer und Eltern.
Die Fach-Kraft verbindet Lehrerinnen, Lehrer und Eltern miteinander.
Erla braucht ein Bildschirm-Lese-Gerät für die Schule.
Ein Bildschirm-Lese-Gerät macht Texte und Bilder viel größer.
Die Kranken-Kasse zahlt das Gerät nicht.
Die Kranken-Kasse ist eine Versicherung für Gesundheit.
Die Kranken-Kasse zahlt zum Beispiel für Arzt-Besuche und Geräte.
Der BBSB hilft der Familie.
Die Familie sucht andere Wege für das Geld.
Finanzierung bedeutet: Jemand zahlt die Kosten für etwas.
Das Geld kommt zum Beispiel vom Staat oder einer Organisation.
Erla lernt Lesen und Schreiben wie alle anderen Kinder.
In höheren Klassen braucht Erla mehr digitale Hilfs-Mittel.
Ein Hilfs-Mittel ist etwas, das Menschen mit Beeinträchtigung hilft.
Zum Beispiel ein Gerät, das Texte größer macht.
Digital bedeutet: Die Informationen sind auf einem Computer gespeichert.
Man kann die Informationen dann auf einem Bildschirm sehen.
Digitale Hilfs-Mittel sind zum Beispiel ein Laptop mit großer Schrift.
Foto: privat, Erla Schalamon
MÜNCHEN (kobinet)
Die siebenjährige Erla Schalamon wird am 15. September 2026 an der Alois-Kober-Grundschule in Kötz eingeschult. Erla ist stark sehbehindert und besucht als erstes Kind mit dieser Beeinträchtigung inklusiv die Regelschule. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) unterstützt die Familie bei diesem Schritt.
Erla, die an Achromatopsie leidet, ist farbenblind, sehr blendempfindlich und hat eine Sehfähigkeit von 10 Prozent. Achromatopsie ist eine seltene, meist angeborene Sehstörung, bei der die Farbsinneszellen in der Netzhaut nicht funktionieren. Betroffene sehen die Welt nur in Grauabstufungen, leiden unter starker Lichtempfindlichkeit und einer herabgesetzten Sehschärfe.
Erla freut sich auf die Schule und wird den Weg gemeinsam mit Freundinnen und Freunden aus dem Kindergarten zu Fuß zurücklegen. Die Schule liegt nur 15 Minuten entfernt. Ihr Vater, Rainer Schalamon, berichtet, dass Erla viele Kontakte mit Kindern aus der Nachbarschaft hat und mit diesen nun in eine gemeinsame Klasse kommt. Die Schulleitung der Alois-Kober-Grundschule hat die Familie im Vorfeld der Einschulung intensiv unterstützt und sich mit der Augenkrankheit auseinandergesetzt.
Erla benötigt keine Schulbegleitung, da sie ein aufgewecktes und kontaktfreudiges Mädchen ist. Allerdings wird sie dreimal pro Schuljahr persönlichen Kontakt mit einer Kraft des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes (MSD) erhalten. Ansonsten erfolgt die Betreuung außerhalb der Schule per E-Mail oder Telefon. Der BBSB weist darauf hin, dass diese Betreuung eigentlich regelmäßig persönlich stattfinden sollte, da die Kräfte auch als Bindeglied zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern fungieren.
Ein weiteres Problem ist die Finanzierung eines Bildschirmlesegeräts zur Vergrößerung der Unterrichtsmaterialien. Die Krankenkasse hat den Antrag auf Kostenübernahme abgelehnt. Die Sozialberatung des BBSB unterstützt die Familie bei der Suche nach weiteren Möglichkeiten, um die Finanzierung doch noch sicherzustellen.
Erla wird Lesen und Schreiben im Unterricht wie alle anderen Kinder erlernen. Später wird sie mehr digitale Unterstützung benötigen, um Dokumente am Laptop in größerer Schrift darzustellen.
Foto: privat, Erla Schalamon
MÜNCHEN (kobinet)
Die siebenjährige Erla Schalamon wird am 15. September 2026 an der Alois-Kober-Grundschule in Kötz eingeschult. Erla ist stark sehbehindert und besucht als erstes Kind mit dieser Beeinträchtigung inklusiv die Regelschule. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) unterstützt die Familie bei diesem Schritt.
Erla, die an Achromatopsie leidet, ist farbenblind, sehr blendempfindlich und hat eine Sehfähigkeit von 10 Prozent. Achromatopsie ist eine seltene, meist angeborene Sehstörung, bei der die Farbsinneszellen in der Netzhaut nicht funktionieren. Betroffene sehen die Welt nur in Grauabstufungen, leiden unter starker Lichtempfindlichkeit und einer herabgesetzten Sehschärfe.
Erla freut sich auf die Schule und wird den Weg gemeinsam mit Freundinnen und Freunden aus dem Kindergarten zu Fuß zurücklegen. Die Schule liegt nur 15 Minuten entfernt. Ihr Vater, Rainer Schalamon, berichtet, dass Erla viele Kontakte mit Kindern aus der Nachbarschaft hat und mit diesen nun in eine gemeinsame Klasse kommt. Die Schulleitung der Alois-Kober-Grundschule hat die Familie im Vorfeld der Einschulung intensiv unterstützt und sich mit der Augenkrankheit auseinandergesetzt.
Erla benötigt keine Schulbegleitung, da sie ein aufgewecktes und kontaktfreudiges Mädchen ist. Allerdings wird sie dreimal pro Schuljahr persönlichen Kontakt mit einer Kraft des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes (MSD) erhalten. Ansonsten erfolgt die Betreuung außerhalb der Schule per E-Mail oder Telefon. Der BBSB weist darauf hin, dass diese Betreuung eigentlich regelmäßig persönlich stattfinden sollte, da die Kräfte auch als Bindeglied zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern fungieren.
Ein weiteres Problem ist die Finanzierung eines Bildschirmlesegeräts zur Vergrößerung der Unterrichtsmaterialien. Die Krankenkasse hat den Antrag auf Kostenübernahme abgelehnt. Die Sozialberatung des BBSB unterstützt die Familie bei der Suche nach weiteren Möglichkeiten, um die Finanzierung doch noch sicherzustellen.
Erla wird Lesen und Schreiben im Unterricht wie alle anderen Kinder erlernen. Später wird sie mehr digitale Unterstützung benötigen, um Dokumente am Laptop in größerer Schrift darzustellen.





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