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Pflegeheimbewohner endlich finanziell entlasten

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Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

HANNOVER (kobinet) Die finanzielle Belastung für Menschen, die in einem Pflegeheim leben, wird immer größer. Mittlerweile müssen sie in Niedersachsen monatlich 3.008 Euro dazu bezahlen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt und fordert das Land auf, endlich die Investitionskosten zu übernehmen und Betroffene so zu entlasten. Wer in ein Pflegeheim kommt, muss im ersten Jahr über 3.000 Euro monatlich selbst bezahlen. Das geht aus einer Erhebung des Verbands der Ersatzkassen hervor. Damit erhöht sich der sogenannte Eigenanteil im Vergleich zu 2025 noch einmal um über 200 Euro. "Die Kosten für einen Pflegeheimplatz steigen ins Unermessliche. Das kann sich kaum noch jemand leisten", sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Das erleben die SoVD-Berater*innen auch in ihrem Alltag. "Zu uns kommen meistens die Angehörigen, die nicht mehr weiterwissen und finanziell am Limit sind. Wir beantragen dann Hilfe zur Pflege, obwohl die Pflegebedürftigen oft ihr Leben lang gearbeitet. Das ist wirklich unwürdig", betont Kortylak.

Aus SoVD-Sicht muss das Land Niedersachsen deshalb die Investitionskosten übernehmen, die derzeit bei monatlich rund 570 Euro liegen. „Das würde Pflegebedürftige ein Stück weit entlasten“, so der SoVD-Vorstand. Die Argumentation, dass das für das Land zu teuer sei, lässt er nicht gelten: „Derzeit geht das Ganze zu Lasten der Kommunen, die die Hilfe zur Pflege zahlen. Das ist also nur ein anderer Topf.“ Er frage sich, wie lange das Land noch mit konkreter Unterstützung warten wolle, um die Menschen vor großen finanziellen Problemen zu bewahren.

„Gerade im Hinblick auf die Pflegereform, die die Bundesgesundheitsministerin plant, muss die Landesregierung eingreifen. Die Menschen sind massiv verunsichert. Insbesondere Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen kann man das nicht weiter zumuten“, macht Kortylak deutlich.

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