HANNOVER (kobinet)
Menschen im Pflege-Heim müssen immer mehr Geld selbst bezahlen.
Pflege-Heime sind Orte für Menschen, die viel Hilfe brauchen.
Dort wohnen und leben diese Menschen.
Fach-kräfte helfen ihnen jeden Tag.
In Nieder-Sachsen sind das jetzt 3.008 Euro pro Monat.
Das sind über 200 Euro mehr als im Jahr 2025.
Das hat der Verband der Ersatz-Kassen heraus-gefunden.
Ersatz-Kassen sind bestimmte Kranken-Kassen.
Zum Beispiel die TK oder die DAK.
Der Verband der Ersatz-Kassen vertritt viele Kranken-Kassen in Deutschland.
Der Sozial-Verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen anderen Menschen bei Problemen mit dem Staat.
Der SoVD in Nieder-Sachsen ist sehr besorgt.
Dirk Kortylak leitet den SoVD in Nieder-Sachsen.
Dirk Kortylak sagt: Die Kosten für Pflege-Heim-Plätze steigen stark.
Viele Menschen können sich das kaum noch leisten.
Die Berater und Beraterinnen beim SoVD erleben das jeden Tag.
Zu ihnen kommen oft Angehörige von Pflege-Bedürftigen.
Angehörige sind Menschen aus der eigenen Familie.
Zum Beispiel die Mutter, der Vater oder die Schwester.
Pflege-Bedürftige sind Menschen, die Hilfe im Alltag brauchen.
Sie können viele Dinge nicht mehr alleine tun.
Diese Angehörigen wissen oft nicht mehr weiter.
Sie haben oft kaum noch Geld.
Dann beantragt der SoVD Hilfe zur Pflege für sie.
Hilfe zur Pflege ist eine Unterstützung vom Staat.
Der Staat zahlt die Pflege-Kosten.
Das gilt, wenn jemand kein eigenes Geld dafür hat.
Dirk Kortylak sagt: Viele Pflege-Bedürftige haben ihr Leben lang gearbeitet.
Trotzdem müssen sie jetzt um Hilfe bitten.
Das findet er unwürdig.
Würde bedeutet: Jeder Mensch verdient Achtung und Respekt.
Unwürdig bedeutet: Jemand bekommt nicht die Achtung, die er verdient.
Der SoVD fordert das Land Nieder-Sachsen auf: Handelt jetzt!
Das Land soll die Investitions-Kosten übernehmen.
Investitions-Kosten sind Kosten für Gebäude und Ausstattung.
Zum Beispiel für Betten oder Aufzüge im Pflege-Heim.
Diese Kosten sind jetzt etwa 570 Euro pro Monat.
Dieses Geld zahlen Pflege-Bedürftige gerade selbst.
Wenn das Land die Kosten übernimmt, ändert sich das.
Pflege-Bedürftige müssen dann weniger Geld selbst bezahlen.
Einige Politiker sagen: Das ist zu teuer für das Land.
Dirk Kortylak sagt: Das stimmt nicht.
Gerade zahlen die Kommunen die Hilfe zur Pflege.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Eine Gemeinde ist ein Ort, wo Menschen zusammen leben.
Das Geld kommt immer vom Staat.
Jetzt zahlen die Kommunen dieses Geld.
Wenn das Land zahlt, ändert sich nur eines.
Es ändert sich, wer genau das Geld gibt.
Die Bundes-Gesundheits-Ministerin plant eine Pflege-Reform.
Die Bundes-Gesundheits-Ministerin ist eine Politikerin.
Sie ist zuständig für Gesundheit in ganz Deutschland.
Eine Reform bedeutet: Etwas wird verändert und neu geregelt.
Bei der Pflege-Reform sollen die Regeln für Pflege besser werden.
Diese Reform macht viele Menschen unsicher.
Sie wissen nicht, was auf sie zukommt.
Der SoVD fordert die Landes-Regierung auf: Handelt jetzt!
Pflege-Bedürftige und ihre Angehörigen brauchen jetzt Unterstützung.

Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
HANNOVER (kobinet) Die finanzielle Belastung für Menschen, die in einem Pflegeheim leben, wird immer größer. Mittlerweile müssen sie in Niedersachsen monatlich 3.008 Euro dazu bezahlen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt und fordert das Land auf, endlich die Investitionskosten zu übernehmen und Betroffene so zu entlasten. Wer in ein Pflegeheim kommt, muss im ersten Jahr über 3.000 Euro monatlich selbst bezahlen. Das geht aus einer Erhebung des Verbands der Ersatzkassen hervor. Damit erhöht sich der sogenannte Eigenanteil im Vergleich zu 2025 noch einmal um über 200 Euro. "Die Kosten für einen Pflegeheimplatz steigen ins Unermessliche. Das kann sich kaum noch jemand leisten", sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Das erleben die SoVD-Berater*innen auch in ihrem Alltag. "Zu uns kommen meistens die Angehörigen, die nicht mehr weiterwissen und finanziell am Limit sind. Wir beantragen dann Hilfe zur Pflege, obwohl die Pflegebedürftigen oft ihr Leben lang gearbeitet. Das ist wirklich unwürdig", betont Kortylak.
Aus SoVD-Sicht muss das Land Niedersachsen deshalb die Investitionskosten übernehmen, die derzeit bei monatlich rund 570 Euro liegen. „Das würde Pflegebedürftige ein Stück weit entlasten“, so der SoVD-Vorstand. Die Argumentation, dass das für das Land zu teuer sei, lässt er nicht gelten: „Derzeit geht das Ganze zu Lasten der Kommunen, die die Hilfe zur Pflege zahlen. Das ist also nur ein anderer Topf.“ Er frage sich, wie lange das Land noch mit konkreter Unterstützung warten wolle, um die Menschen vor großen finanziellen Problemen zu bewahren.
„Gerade im Hinblick auf die Pflegereform, die die Bundesgesundheitsministerin plant, muss die Landesregierung eingreifen. Die Menschen sind massiv verunsichert. Insbesondere Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen kann man das nicht weiter zumuten“, macht Kortylak deutlich.

Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
HANNOVER (kobinet) Die finanzielle Belastung für Menschen, die in einem Pflegeheim leben, wird immer größer. Mittlerweile müssen sie in Niedersachsen monatlich 3.008 Euro dazu bezahlen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt und fordert das Land auf, endlich die Investitionskosten zu übernehmen und Betroffene so zu entlasten. Wer in ein Pflegeheim kommt, muss im ersten Jahr über 3.000 Euro monatlich selbst bezahlen. Das geht aus einer Erhebung des Verbands der Ersatzkassen hervor. Damit erhöht sich der sogenannte Eigenanteil im Vergleich zu 2025 noch einmal um über 200 Euro. "Die Kosten für einen Pflegeheimplatz steigen ins Unermessliche. Das kann sich kaum noch jemand leisten", sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Das erleben die SoVD-Berater*innen auch in ihrem Alltag. "Zu uns kommen meistens die Angehörigen, die nicht mehr weiterwissen und finanziell am Limit sind. Wir beantragen dann Hilfe zur Pflege, obwohl die Pflegebedürftigen oft ihr Leben lang gearbeitet. Das ist wirklich unwürdig", betont Kortylak.
Aus SoVD-Sicht muss das Land Niedersachsen deshalb die Investitionskosten übernehmen, die derzeit bei monatlich rund 570 Euro liegen. „Das würde Pflegebedürftige ein Stück weit entlasten“, so der SoVD-Vorstand. Die Argumentation, dass das für das Land zu teuer sei, lässt er nicht gelten: „Derzeit geht das Ganze zu Lasten der Kommunen, die die Hilfe zur Pflege zahlen. Das ist also nur ein anderer Topf.“ Er frage sich, wie lange das Land noch mit konkreter Unterstützung warten wolle, um die Menschen vor großen finanziellen Problemen zu bewahren.
„Gerade im Hinblick auf die Pflegereform, die die Bundesgesundheitsministerin plant, muss die Landesregierung eingreifen. Die Menschen sind massiv verunsichert. Insbesondere Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen kann man das nicht weiter zumuten“, macht Kortylak deutlich.





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