STUTTGART (kobinet)
Oliver Hildenbrand ist Gesundheits-Minister in Baden-Württemberg.
Er war am 11. Juni in Hannover.
Dort fand die Gesundheits-Minister-Konferenz statt.
Eine Konferenz ist ein Treffen.
Menschen sprechen dort über ein bestimmtes Thema.
Bei der Gesundheits-Minister-Konferenz treffen sich die Gesundheits-Minister aus allen Bundes-Ländern.
Die Abkürzung dafür ist: GMK.
Bei dem Treffen sprach Hildenbrand über ein neues Gesetz.
Ein Gesetz ist eine Regel.
Alle Menschen in Deutschland müssen sich daran halten.
Das Gesetz heißt: GKV-Beitrags-Satz-Stabilisierungs-Gesetz.
GKV bedeutet: gesetzliche Kranken-Versicherung.
Die gesetzliche Kranken-Versicherung ist eine Kranken-Kasse vom Staat.
Viele Menschen in Deutschland müssen dort Mitglied sein.
Sie zahlen jeden Monat Geld an diese Kranken-Kasse.
Das Gesetz soll die Finanzen der Kranken-Versicherung ordnen.
Finanzen bedeutet: alles rund ums Geld.
Das sind zum Beispiel Einnahmen und Ausgaben.
Hildenbrand sagte: Das Gesetz muss besser werden.
Hildenbrand kritisierte das Gesetz in seiner jetzigen Form.
Das Gesetz belastet die Versicherten zu stark.
Versicherte sind Menschen, die in einer Kranken-Kasse sind.
Sie zahlen jeden Monat Geld an eine Kranken-Kasse.
Auch Krankenhäuser und Pflege-Personal werden zu stark belastet.
Pflege-Personal sind Fach-Leute im Gesundheits-Bereich.
Sie helfen kranken Menschen.
Der Bund beteiligt sich aber nicht genug.
Das findet Hildenbrand ungerecht.
Ein großes Problem sind die Kosten für Menschen mit wenig Geld.
Der Staat übernimmt nur einen Teil dieser Kosten.
Den Rest müssen die Kranken-Kassen bezahlen.
Das sind jedes Jahr rund 12 Milliarden Euro.
Hildenbrand sagt: Das ist falsch.
Solche Kosten müssen aus Steuer-Geld bezahlt werden.
Der Bund will seinen Zuschuss außerdem kürzen.
Ein Zuschuss ist Geld vom Staat.
Der Staat gibt dieses Geld als Hilfe dazu.
Der Bund will 2 Milliarden Euro weniger zahlen.
Hildenbrand findet das nicht in Ordnung.
Firmen in Deutschland müssen dann mehr für ihre Mitarbeiter zahlen.
Wirtschafts-Standort bedeutet: Ein Ort, an dem Firmen arbeiten und Geld verdienen.
Ein guter Wirtschafts-Standort hat viele Arbeits-Plätze.
Das schadet dem Wirtschafts-Standort Deutschland.
Hildenbrand warnte auch vor Folgen für Krankenhäuser.
Viele Krankenhäuser haben schon jetzt wenig Geld.
Die geplanten Spar-Maßnahmen machen die Lage schlimmer.
Spar-Maßnahmen sind Pläne, um weniger Geld auszugeben.
Dabei wird an bestimmten Stellen Geld gestrichen.
Krankenhäuser dürfen nicht schließen müssen.
Baden-Württemberg hat gute Krankenhäuser.
Das soll so bleiben.
Baden-Württemberg stellt deshalb klare Forderungen.
Eine Forderung ist ein Wunsch, den du laut sagst.
Du willst, dass etwas so gemacht wird.
Der Staat muss alle Pflege-Personal-Kosten bezahlen.
Das Pflege-Budget darf nicht kleiner werden.
Das Pflege-Budget ist das Geld für das Pflege-Personal im Kranken-Haus.
Es gibt Regeln, die Krankenhäuser schützen.
Diese Schutz-Regeln müssen bleiben.
Ein weiteres Thema war die Hilfe für Menschen mit seelischen Problemen.
Das nennt man: psycho-therapeutische Versorgung.
Psycho-Therapeuten sind Fach-Leute für seelische Probleme.
Sie helfen Menschen, die sich nicht gut fühlen.
Viele Menschen warten sehr lang auf einen Therapie-Platz.
Das gilt besonders für Menschen auf dem Land.
Hildenbrand sagt: Das muss sich ändern.
Die GMK hat deshalb eine Forderung beschlossen.
Alle Länder stimmten dafür.
Der Bund soll bessere Bedingungen für Psycho-Therapeuten schaffen.
Außerdem soll die Weiter-Bildung für Therapeuten besser bezahlt werden.
Weiter-Bildung bedeutet: Therapeuten lernen noch mehr in ihrem Beruf.
Hildenbrand sprach auch über Kinder und Jugendliche.
Sie brauchen schnelle Hilfe.
Sie brauchen Hilfe, die zu ihrem Alter passt.
Oft gibt es aber zu wenige Therapeuten für sie.
Baden-Württemberg fordert eine eigene Bedarfs-Planung für diese Gruppe.
Bedarfs-Planung bedeutet: Man plant, wie viele Therapeuten gebraucht werden.
Alle Länder haben diesen Antrag angenommen.

Foto: Gemeinfrei, public domain
STUTTGART (kobinet) Anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover hat Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand deutliche Nachbesserungen am geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefordert. Angesichts bundesweiter Proteste und der anstehenden Bundesratsberatung am Freitag warnte Hildenbrand vor einseitigen Belastungen zulasten der Versicherten, der Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Krankenhäuser.
„Baden-Württemberg steht für eine nachhaltige und solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Es ist richtig, dass mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ein Maßnahmenpaket zur Konsolidierung der Finanzen auf den Weg gebracht wird. In der jetzigen Form geht der Gesetzentwurf aber einseitig zulasten der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler sowie der Leistungserbringer und lässt den Bund weitgehend außen vor“, sagte Hildenbrand am Donnerstag, dem 11. Juni in Hannover. „Die breite Diskussion und der große Unmut zeigen, wie groß der Handlungsdruck ist. Reformen im Gesundheitswesen müssen ausgewogen, solidarisch und tragfähig sein. Einseitige Belastungen werden wir nicht mittragen.“
Der Minister kritisierte insbesondere die unzureichende Beteiligung des Bundes an versicherungsfremden Leistungen. „Seit Jahren werden die Kosten für die gesundheitliche Versorgung von Grundsicherungsbeziehenden nur zu rund einem Drittel vom Bund ausgeglichen. Den Krankenkassen fehlen dadurch jährlich rund 12 Milliarden Euro. Das ist systemwidrig – gesamtgesellschaftliche Aufgaben müssen aus Steuermitteln finanziert werden und dürfen nicht einseitig den Beitragszahlenden aufgebürdet werden.“ Besonders scharf kritisierte Hildenbrand die geplante Kürzung des Bundeszuschusses um weitere zwei Milliarden Euro: „Dass der Bund den Zuschuss für versicherungsfremde Leistungen kürzen will, ist wirklich inakzeptabel. Hier wird zur Haushaltskonsolidierung in die Kassen der Versicherten gegriffen. Das ist unsolidarisch und schadet auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland.“
Zudem warnte Hildenbrand vor gravierenden Folgen für die Krankenhausversorgung im Land: „Die vorgesehenen Sparmaßnahmen drohen die ohnehin angespannte finanzielle Lage vieler Krankenhäuser weiter zu verschärfen. Eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung wird dadurch akut gefährdet. Wir haben eine der effizientesten Krankenhauslandschaften Deutschlands – dafür sollten belohnt, nicht bestraft werden. Es darf unter keinen Umständen zu einem unkontrollierten Kliniksterben kommen.“ Baden-Württemberg fordert daher unter anderem die Beibehaltung der Meistbegünstigungsklausel, keine Deckelung des Pflegebudgets sowie eine vollständige Refinanzierung steigender Pflegepersonalkosten.
Ein weiteres wichtiges Thema der Beratungen in der niedersächsischen Landeshauptstadt war die Sicherstellung einer wohnortnahen, qualitativ hochwertigen psychotherapeutischen Versorgung. „Der Einsatz für die mentale, für die psychischen Gesundheit der Menschen uns sehr wichtig. Deshalb setzt sich Baden-Württemberg entschieden für einen Ausbau der Angebote ein, um den Zugang zu Therapieplätzen zu verbessern und Versorgungsengpässe abzubauen. Vor allem im ländlichen Raum kommt es zu langen Wartezeiten und Versorgungslücken, die Patientinnen und Patienten in belastenden Lebenslagen treffen“, so Minister Hildenbrand: „Die GMK hat den Bund und die Selbstverwaltung heute einstimmig mit der Unterstützung aller Länder aufgefordert, dringend für verlässliche Rahmenbedingungen zu sorgen. Die Auswirkungen der gerade erst im März 2026 beschlossenen Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen auf die Versorgungssituation müssen kurzfristig überprüft und eine angemessene Vergütung sichergestellt werden. Zudem braucht es endlich klare bundesgesetzliche Regelungen für eine auskömmliche Finanzierung der Weiterbildung.
Besonders Kinder und Jugendliche benötigten eine möglichst zeitnahe, enge und altersgerechte Betreuung in jeder Phase ihrer psychischen Erkrankung, so der Minister: „Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, setzt sich Baden-Württemberg für eine eigenständige Bedarfsplanung der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ein, die Kinder und Jugendliche behandeln. Denn trotz rechnerischer Voll- oder Überversorgung bestehen in der Realität bei uns im Land vielerorts Lücken. Auch hier sind Bund und Selbstverwaltung gefordert, die Voraussetzungen für eine bedarfsgerechte Versorgung zu schaffen.“ Der von Baden-Württemberg entsprechend eingebrachte Änderungsantrag wurde von der GMK einstimmig angenommen.

Foto: Gemeinfrei, public domain
STUTTGART (kobinet) Anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover hat Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand deutliche Nachbesserungen am geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefordert. Angesichts bundesweiter Proteste und der anstehenden Bundesratsberatung am Freitag warnte Hildenbrand vor einseitigen Belastungen zulasten der Versicherten, der Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Krankenhäuser.
„Baden-Württemberg steht für eine nachhaltige und solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Es ist richtig, dass mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ein Maßnahmenpaket zur Konsolidierung der Finanzen auf den Weg gebracht wird. In der jetzigen Form geht der Gesetzentwurf aber einseitig zulasten der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler sowie der Leistungserbringer und lässt den Bund weitgehend außen vor“, sagte Hildenbrand am Donnerstag, dem 11. Juni in Hannover. „Die breite Diskussion und der große Unmut zeigen, wie groß der Handlungsdruck ist. Reformen im Gesundheitswesen müssen ausgewogen, solidarisch und tragfähig sein. Einseitige Belastungen werden wir nicht mittragen.“
Der Minister kritisierte insbesondere die unzureichende Beteiligung des Bundes an versicherungsfremden Leistungen. „Seit Jahren werden die Kosten für die gesundheitliche Versorgung von Grundsicherungsbeziehenden nur zu rund einem Drittel vom Bund ausgeglichen. Den Krankenkassen fehlen dadurch jährlich rund 12 Milliarden Euro. Das ist systemwidrig – gesamtgesellschaftliche Aufgaben müssen aus Steuermitteln finanziert werden und dürfen nicht einseitig den Beitragszahlenden aufgebürdet werden.“ Besonders scharf kritisierte Hildenbrand die geplante Kürzung des Bundeszuschusses um weitere zwei Milliarden Euro: „Dass der Bund den Zuschuss für versicherungsfremde Leistungen kürzen will, ist wirklich inakzeptabel. Hier wird zur Haushaltskonsolidierung in die Kassen der Versicherten gegriffen. Das ist unsolidarisch und schadet auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland.“
Zudem warnte Hildenbrand vor gravierenden Folgen für die Krankenhausversorgung im Land: „Die vorgesehenen Sparmaßnahmen drohen die ohnehin angespannte finanzielle Lage vieler Krankenhäuser weiter zu verschärfen. Eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung wird dadurch akut gefährdet. Wir haben eine der effizientesten Krankenhauslandschaften Deutschlands – dafür sollten belohnt, nicht bestraft werden. Es darf unter keinen Umständen zu einem unkontrollierten Kliniksterben kommen.“ Baden-Württemberg fordert daher unter anderem die Beibehaltung der Meistbegünstigungsklausel, keine Deckelung des Pflegebudgets sowie eine vollständige Refinanzierung steigender Pflegepersonalkosten.
Ein weiteres wichtiges Thema der Beratungen in der niedersächsischen Landeshauptstadt war die Sicherstellung einer wohnortnahen, qualitativ hochwertigen psychotherapeutischen Versorgung. „Der Einsatz für die mentale, für die psychischen Gesundheit der Menschen uns sehr wichtig. Deshalb setzt sich Baden-Württemberg entschieden für einen Ausbau der Angebote ein, um den Zugang zu Therapieplätzen zu verbessern und Versorgungsengpässe abzubauen. Vor allem im ländlichen Raum kommt es zu langen Wartezeiten und Versorgungslücken, die Patientinnen und Patienten in belastenden Lebenslagen treffen“, so Minister Hildenbrand: „Die GMK hat den Bund und die Selbstverwaltung heute einstimmig mit der Unterstützung aller Länder aufgefordert, dringend für verlässliche Rahmenbedingungen zu sorgen. Die Auswirkungen der gerade erst im März 2026 beschlossenen Honorarkürzungen für psychotherapeutische Leistungen auf die Versorgungssituation müssen kurzfristig überprüft und eine angemessene Vergütung sichergestellt werden. Zudem braucht es endlich klare bundesgesetzliche Regelungen für eine auskömmliche Finanzierung der Weiterbildung.
Besonders Kinder und Jugendliche benötigten eine möglichst zeitnahe, enge und altersgerechte Betreuung in jeder Phase ihrer psychischen Erkrankung, so der Minister: „Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, setzt sich Baden-Württemberg für eine eigenständige Bedarfsplanung der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ein, die Kinder und Jugendliche behandeln. Denn trotz rechnerischer Voll- oder Überversorgung bestehen in der Realität bei uns im Land vielerorts Lücken. Auch hier sind Bund und Selbstverwaltung gefordert, die Voraussetzungen für eine bedarfsgerechte Versorgung zu schaffen.“ Der von Baden-Württemberg entsprechend eingebrachte Änderungsantrag wurde von der GMK einstimmig angenommen.





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