Berlin / Hannover (kobinet)
Heute ist der 10. Juni 2026.
In Hannover findet die Gesundheits-Minister-Konferenz statt.
Die Gesundheits-Minister aller Bundes-Länder treffen sich.
Kurz: GMK.
Dr. Joachim Rock hat dazu eine Erklärung abgegeben.
Dr. Joachim Rock ist der Chef des Paritätischen Gesamt-Verbands.
Paritätisch bedeutet: Alle sind gleich.
Alle haben die gleichen Rechte.
Ein Gesamt-Verband ist eine große Gruppe.
Viele kleine Gruppen arbeiten dort zusammen.
Der Paritätische Gesamt-Verband vertritt soziale Einrichtungen in Deutschland.
Soziale Einrichtungen sind Orte, die Menschen helfen.
Zum Beispiel Pflege-Heime oder Beratungs-Stellen.
Es geht um Tarif-Löhne in der Pflege.
Tarif-Löhne sind Löhne, die in einem Vertrag festgelegt sind.
Alle Arbeit-Geber müssen sich an diesen Vertrag halten.
Die Politik soll diese Löhne bezahlen.
Das nennt man Refinanzierung.
Refinanzierung bedeutet: Der Staat zahlt den Pflege-Einrichtungen das Geld zurück.
Die Einrichtungen brauchen dieses Geld für die Löhne der Pflege-Kräfte.
Die Bundes-Regierung will diese Bezahlung jetzt aussetzen.
Aussetzen bedeutet: Die Bezahlung wird gestoppt oder verschoben.
Dr. Joachim Rock sagt: Das ist ein sehr schlechtes Zeichen.
Es schadet den Pflege-Kräften.
Es schadet den Familien.
Es schadet den Pflege-Einrichtungen.
Außerdem plant die Bundes-Regierung weitere Kürzungen.
Kürzungen bedeuten: Es wird weniger Geld gezahlt.
Pflege-Angehörige bekommen dann weniger Geld für die Renten-Versicherung.
Pflege-Angehörige sind Menschen, die jemanden zuhause pflegen.
Wer jemanden zuhause pflegt, bekommt bisher Geld in die Renten-Versicherung eingezahlt.
Die Renten-Versicherung ist eine Art Spar-Kasse.
Wer arbeitet, zahlt jeden Monat Geld ein.
Im Alter bekommt man dieses Geld als Rente zurück.
Wenn weniger eingezahlt wird, bekommt man im Alter weniger Rente.
Das belastet die Menschen, die zuhause pflegen.
Dr. Joachim Rock sagt: Die GMK muss heute ein klares Zeichen setzen.
Es gibt ein neues Gesetz.
Das Gesetz heißt: Pflege-Neuordnungs-Gesetz.
Es legt fest, wie Pflege in Deutschland bezahlt und organisiert wird.
Dieses Gesetz löst die eigentlichen Probleme der Pflege nicht.
Ein Beispiel für ein Problem: Pflege-Kräfte verdienen zu wenig.
Eine Folge davon: Viele Pflege-Kräfte hören auf zu arbeiten.
Das Gesetz bekämpft nur diese Folge.
Es bekämpft nicht das eigentliche Problem.
Dr. Joachim Rock fordert mehr Reformen in der Pflege.
Eine Reform bedeutet: Etwas wird geändert, damit es besser wird.
Die Pflege braucht mehr Geld für die Menschen, die pflegen.
Sie braucht gute Arbeits-Bedingungen.
Sie braucht verlässliche Bezahlung.
Wer an den Löhnen spart, schadet der Pflege insgesamt.
Deshalb sagt Dr. Joachim Rock: Alle Menschen in Deutschland sollen gemeinsam für die Pflege aufkommen.
Nicht nur die Pflege-Bedürftigen allein sollen die Kosten tragen.
Die gesamte Gesellschaft soll die Pflege gemeinsam finanzieren.

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin / Hannover (kobinet) Anlässlich der heute, am 10. Juni 2026, stattfindenden Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover hat sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, zur Aussetzung der Tariflohn-Refinanzierung zu Wort gemeldet: "Die vorgesehene Aussetzung der Refinanzierung von Tariflöhnen in der Pflege ist ein verheerendes Signal an Beschäftigte, pflegende Angehörige und Träger in der Pflege. Die Bundesregierung riskiert damit einen dramatischen Vertrauensverlust in die Verlässlichkeit politischer Zusagen und nimmt erhebliche Verunsicherung bei Beschäftigten, Pflegediensten und Familien in Kauf. Zusätzlich drohen pflegende Angehörige durch die geplante Kürzung von Beiträgen an die Rentenversicherung massiv belastet zu werden. Dadurch werden Qualität und Leistungsfähigkeit der Pflegeversorgung gefährdet."
Und weiter betonte Dr. Joachim Rock: „Die GMK muss heute ein klares Signal senden: Das Pflegeneuordnungsgesetz bekämpft Symptome, nicht Ursachen. Wer das Pflegesystem wirklich reformieren und solidarisch finanzieren will, braucht keine kurzsichtigen Sparmaßnahmen, sondern Investitionen in die Menschen, die diese Arbeit täglich leisten. Gute Arbeitsbedingungen, verlässliche Bezahlung, eine Finanzierung, die die Gesellschaft als Ganzes trägt. Wer statt dessen an den Löhnen spart, spart die Pflege kaputt.“

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin / Hannover (kobinet) Anlässlich der heute, am 10. Juni 2026, stattfindenden Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover hat sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, zur Aussetzung der Tariflohn-Refinanzierung zu Wort gemeldet: "Die vorgesehene Aussetzung der Refinanzierung von Tariflöhnen in der Pflege ist ein verheerendes Signal an Beschäftigte, pflegende Angehörige und Träger in der Pflege. Die Bundesregierung riskiert damit einen dramatischen Vertrauensverlust in die Verlässlichkeit politischer Zusagen und nimmt erhebliche Verunsicherung bei Beschäftigten, Pflegediensten und Familien in Kauf. Zusätzlich drohen pflegende Angehörige durch die geplante Kürzung von Beiträgen an die Rentenversicherung massiv belastet zu werden. Dadurch werden Qualität und Leistungsfähigkeit der Pflegeversorgung gefährdet."
Und weiter betonte Dr. Joachim Rock: „Die GMK muss heute ein klares Signal senden: Das Pflegeneuordnungsgesetz bekämpft Symptome, nicht Ursachen. Wer das Pflegesystem wirklich reformieren und solidarisch finanzieren will, braucht keine kurzsichtigen Sparmaßnahmen, sondern Investitionen in die Menschen, die diese Arbeit täglich leisten. Gute Arbeitsbedingungen, verlässliche Bezahlung, eine Finanzierung, die die Gesellschaft als Ganzes trägt. Wer statt dessen an den Löhnen spart, spart die Pflege kaputt.“





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