BONN (kobinet)
Die Bundes-Interessen-Vertretung für alte und pflege-betroffene Menschen heißt kurz: BIVA-Pflege-schutz-bund.
Der BIVA-Pflege-schutz-bund kritisiert einen neuen Gesetz-Entwurf.
Ein Gesetz-Entwurf ist ein erster Plan für ein neues Gesetz.
Der Plan wird geprüft und kann noch geändert werden.
Dieser Entwurf plant eine Reform der Pflege-Versicherung.
Eine Reform bedeutet: Etwas wird geändert. Das Ziel ist eine Verbesserung.
Die Pflege-Versicherung ist eine Kasse für alle Menschen.
Sie bezahlt die Kosten, wenn jemand Pflege braucht.
Der BIVA-Pflege-schutz-bund ist ein Verband.
Ein Verband ist eine Gruppe von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel.
Der Verband sagt: Diese Reform ist keine echte Verbesserung.
Der Entwurf soll vor allem Geld sparen.
Pflege-Bedürftige müssen mehr selbst bezahlen.
Pflege-Bedürftige sind Menschen, die Hilfe im Alltag brauchen.
Sie können viele Dinge nicht mehr alleine tun.
Auch die Familien dieser Menschen tragen mehr Kosten.
Der Verband kritisiert: Es gibt keine echte Struktur-Reform.
Eine Struktur-Reform bedeutet: Ein ganzes System wird neu aufgebaut.
Viele Regeln und Abläufe werden dann anders gemacht.
Der Entwurf schränkt Leistungen ein.
Leistungen sind Hilfen und Geld aus der Pflege-Versicherung.
Pflege-Bedürftige und ihre Familien tragen mehr Kosten.
Der Zugang zu Pflege-Leistungen wird schwerer.
Pflege-Grade zeigen, wie viel Hilfe jemand braucht.
Ein Pflege-Grad zeigt, wie viel Hilfe jemand braucht.
Je höher die Zahl, desto mehr Hilfe bekommt die Person.
Viele Menschen bekommen künftig einen niedrigeren Pflege-Grad.
Das bedeutet: Sie bekommen weniger Hilfe und weniger Geld.
Markus Sutorius ist stellvertretender Vorsitzender des BIVA-Pflege-schutz-bundes.
Ein stellvertretender Vorsitzender hilft dem Chef einer Gruppe.
Er übernimmt die Aufgaben des Chefs, wenn dieser fehlt.
Er sagt: Diese Reform ist nur Spar-Politik.
Spar-Politik bedeutet: Der Staat gibt weniger Geld aus.
Dafür werden Hilfen und Leistungen gekürzt.
Die Reform hilft Pflege-Bedürftigen nicht wirklich.
Die echten Probleme der Pflege-Versicherung werden nicht gelöst.
Zum Beispiel gibt es zu wenig Pflege-Personal.
Außerdem steigen die Kosten für Pflege immer weiter.
Der Zugang zu Hilfe wird schwerer.
Die Kosten für Betroffene steigen weiter.
Andere Änderungen belasten Pflege-Bedürftige zusätzlich.
Zum Beispiel kürzt der Entwurf Leistungen im Pflege-Grad 1.
Pflege-Grad 1 ist die niedrigste Stufe der Pflege-Bedürftigkeit.
Viele Menschen mit mittlerem Ein-kommen sind besonders betroffen.
Ein-kommen bedeutet: Geld, das du zum Beispiel für deine Arbeit bekommst.
Mittleres Ein-kommen bedeutet: Die Person verdient weder viel noch wenig.
Viele Pflege-Bedürftige zahlen schon heute viel aus eigener Tasche.
Der BIVA-Pflege-schutz-bund sagt: Das darf nicht so bleiben.
Wer Pflege braucht, darf nicht arm werden.
Armut bedeutet: Menschen haben zu wenig Geld.
Sie können nicht alles kaufen, was sie zum Leben brauchen.
Das fordert der BIVA-Pflege-schutz-bund.

Foto: Pixabay/sabinevanerp
BONN (kobinet) Die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen, der BIVA-Pflegeschutzbund kritisiert den Referentenentwurf zur geplanten Reform der Pflegeversicherung deutlich. Nach Einschätzung des Verbandes konzentriert sich die Reform vor allem auf eine Begrenzung der Ausgaben der Pflegeversicherung zu Lasten der ohnehin schon stark beanspruchten Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. Damit gerät zunehmend auch die gesellschaftliche Mitte unter Druck. Kritisch bewertet der Verband insbesondere, dass erneut eine echte Strukturreform ausbleibt und stattdessen Leistungen faktisch begrenzt sowie finanzielle Risiken weiter auf die Betroffenen verlagert werden. Statt einer nachhaltigen Reform der Pflegeversicherung setzt der Entwurf vor allem auf strengere Leistungszugänge, Leistungsbegrenzungen und Kostenverschiebungen. Die bekannten Probleme der Pflegefinanzierung werden eher verwaltet als nachhaltig gelöst.
Besonders kritisch sieht der Verein die vorgesehenen Änderungen beim Zugang zu Pflegeleistungen. Durch Anpassungen bei Schwellenwerten und Begutachtung erhalten viele Betroffene künftig schwerer Zugang zu Pflegegraden und höheren Leistungsansprüchen.
„Hier wird Sparpolitik zulasten der Pflegebedürftigen als Reform verkauft“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des BIVA-Pflegeschutzbundes, Markus Sutorius. „Statt die strukturellen Probleme der Pflegeversicherung grundlegend anzugehen, setzt die Reform vor allem auf Leistungseinschränkungen, höhere Zugangshürden und neue Belastungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.“
Auch weitere Maßnahmen wie die Budgetierung von Leistungen und Kürzungen bei Unterstützungsangeboten im Pflegegrad 1 gehen aus Sicht des Verbandes zulasten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. Nach Einschätzung des BIVA-Pflegeschutzbundes trifft die Entwicklung insbesondere Menschen mit mittleren Einkommen und kleineren Vermögen. Viele Pflegebedürftige müssen bereits heute erhebliche Teile ihrer Ersparnisse für Pflegekosten einsetzen. Pflegebedürftigkeit darf nicht zunehmend zum Risiko sozialen Abstiegs werden.

Foto: Pixabay/sabinevanerp
BONN (kobinet) Die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen, der BIVA-Pflegeschutzbund kritisiert den Referentenentwurf zur geplanten Reform der Pflegeversicherung deutlich. Nach Einschätzung des Verbandes konzentriert sich die Reform vor allem auf eine Begrenzung der Ausgaben der Pflegeversicherung zu Lasten der ohnehin schon stark beanspruchten Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. Damit gerät zunehmend auch die gesellschaftliche Mitte unter Druck. Kritisch bewertet der Verband insbesondere, dass erneut eine echte Strukturreform ausbleibt und stattdessen Leistungen faktisch begrenzt sowie finanzielle Risiken weiter auf die Betroffenen verlagert werden. Statt einer nachhaltigen Reform der Pflegeversicherung setzt der Entwurf vor allem auf strengere Leistungszugänge, Leistungsbegrenzungen und Kostenverschiebungen. Die bekannten Probleme der Pflegefinanzierung werden eher verwaltet als nachhaltig gelöst.
Besonders kritisch sieht der Verein die vorgesehenen Änderungen beim Zugang zu Pflegeleistungen. Durch Anpassungen bei Schwellenwerten und Begutachtung erhalten viele Betroffene künftig schwerer Zugang zu Pflegegraden und höheren Leistungsansprüchen.
„Hier wird Sparpolitik zulasten der Pflegebedürftigen als Reform verkauft“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des BIVA-Pflegeschutzbundes, Markus Sutorius. „Statt die strukturellen Probleme der Pflegeversicherung grundlegend anzugehen, setzt die Reform vor allem auf Leistungseinschränkungen, höhere Zugangshürden und neue Belastungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.“
Auch weitere Maßnahmen wie die Budgetierung von Leistungen und Kürzungen bei Unterstützungsangeboten im Pflegegrad 1 gehen aus Sicht des Verbandes zulasten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. Nach Einschätzung des BIVA-Pflegeschutzbundes trifft die Entwicklung insbesondere Menschen mit mittleren Einkommen und kleineren Vermögen. Viele Pflegebedürftige müssen bereits heute erhebliche Teile ihrer Ersparnisse für Pflegekosten einsetzen. Pflegebedürftigkeit darf nicht zunehmend zum Risiko sozialen Abstiegs werden.





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