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Geplanten Einschnitte der Pflegereform gefährden das Leben vieler pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen

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Foto: ABiD

BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD e.V.) warnt eindringlich vor den massiven negativen Folgen der geplanten Pflegereform des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Besonders der Wegfall der Verhinderungspflege durch vertraute Personen, die zusätzliche Belastung der ohnehin überlasteten Pflegedienste sowie Kürzungen bei Leistungen für pflegende Angehörige würden viele Betroffene in existenzielle Not bringen.

Zu den befürchteten Auswirkungen berichtet der Vorsitzende des ABID Marcus Graubner, der selbst pflegender Angehöriger ist, aus eigener Sicht: „Meine Frau hat Pflegegrad 5, ich selbst Pflegegrad 4. Wenn diese Reform in Kraft tritt, bricht unser Leben in sich zusammen. Ein Pflegeheim können wir nicht bezahlen – und wir müssten sogar fürchten, unser barrierefreies Zuhause zu verlieren.“ Graubner betont, dass die Reform Menschen in den schwersten Lebenssituationen treffe: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Das ist ein Grundsatz unseres Grundgesetzes. Die geplanten Maßnahmen widersprechen diesem Anspruch fundamental.“

Der ABiD e.V. fordert die Bundesministerin auf, die Reform dringend zu überarbeiten und die geplanten Kürzungen zurückzunehmen. Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen bräuchten Entlastung, Planungssicherheit und Respekt – keine zusätzlichen Belastungen.

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