BERLIN (kobinet)
Die Lebens-Hilfe ist ein großer Verband in Deutschland.
Ein Verband bedeutet: Viele Menschen schließen sich zusammen.
Sie machen gemeinsam etwas für andere.
Die Lebens-Hilfe setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.
Eine Behinderung macht manche Dinge schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Die Lebens-Hilfe warnt jetzt vor einem neuen Gesetz.
Das Gesetz betrifft Kinder und Jugendliche mit Behinderung.
Die Lebens-Hilfe hat große Sorgen wegen diesem Gesetz.
Das Gesetz könnte die Rechte von Kindern schwächen.
Rechte bedeutet: Was einem Menschen zusteht.
Das darf ihm niemand wegnehmen.
Es gibt eine Reform der Kinder-und-Jugend-Hilfe.
Eine Reform bedeutet: Ein Gesetz wird neu gemacht.
Es soll danach besser sein.
Die Kinder-und-Jugend-Hilfe unterstützt Kinder und junge Menschen.
Sie hilft auch den Familien.
Kinder und Familien warten schon lange auf diese Reform.
Die Reform soll mehr Inklusion bringen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Das ist ein gutes Ziel.
Aber die Reform hat auch ein Problem.
Sie könnte dazu benutzt werden, Geld zu sparen.
Das Geld soll bei Kindern mit Behinderung gespart werden.
Die Lebens-Hilfe sagt: Das darf nicht passieren.
Viele Kinder brauchen eine Schul-Assistenz.
Schul-Assistenz bedeutet: Eine Person hilft einem Kind in der Schule.
Diese Hilfe ist nur für dieses eine Kind.
Jedes Kind muss die Hilfe bekommen, die es braucht.
Kein Kind darf auf allgemeine Angebote verwiesen werden.
Dieses Recht muss im Gesetz stehen.
Die Lebens-Hilfe hat noch mehr Sorgen.
Jugend-Ämter könnten wichtige Hilfen streichen.
Das Jugend-Amt ist eine staatliche Stelle.
Dort bekommen Kinder und Familien Hilfe.
Zum Beispiel könnten Freizeit-Angebote wegfallen.
Oder Ferien-Angebote für Kinder mit Behinderung.
Das wäre sehr schlecht für die Kinder.
Ulla Schmidt ist die Vor-Sitzende der Lebens-Hilfe.
Die Vor-Sitzende leitet den Verband.
Sie ist die wichtigste Person dort.
Sie sagt: Die Reform muss die Kinder in den Mittel-Punkt stellen.
Wer bei Kindern mit Behinderung spart, spart bei den Schwächsten.
Das ist nicht in Ordnung.
Die Lebens-Hilfe hat eine klare Forderung.
Eine Forderung ist ein Wunsch, den man laut sagt.
Man will, dass etwas passiert.
Die Reform muss die Rechte der Kinder stärken.
Kinder müssen die Hilfe bekommen, die sie brauchen.
Und sie müssen diese Hilfe einfordern können.

Foto: Lebenshilfe
BERLIN (kobinet) Die Lebenshilfe warnt davor, die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zugunsten pauschaler Lösungen und Kostendämpfungseffekten zu schwächen. Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien warten schon sehr lange auf die nun greifbare Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Durch diese Reform sollen endlich die Jugendämter für die Eingliederungshilfe aller Kinder mit Behinderungen zuständig werden. Diese Strukturreform könnte die Weichen für mehr Inklusion und Teilhabe stellen, gerade weil erstmals eine inklusive Infrastruktur auf den Weg gebracht werden soll. Leider droht sie nun jedoch zum Sparinstrument zulasten von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zu werden. Dem muss dringend Einhalt geboten werden.
Heute in der Verbändeanhörung im Familienministerium fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe unter anderem deutliche Nachbesserungen an der geplanten Einführung einer infrastrukturellen Bildungsassistenz. Kinder und Jugendliche, die Schulassistenz benötigen, dürfen auch in Zukunft nicht pauschal auf Infrastrukturangebote verwiesen werden. Das Recht auf individuelle Unterstützung muss bestehen bleiben und auch durchsetzbar sein, wenn diese erforderlich ist.
Darüber hinaus befürchtet die Lebenshilfe, dass unter dem Spardiktat der Jugendämter und mangels rechtlicher Absicherung notwendige individuelle Schulassistenzen, inklusive Freizeit- und Ferienangebote oder andere ambulante Hilfen wegfallen könnten. Ulla Schmidt, Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., stellt klar: „Die Reform der Kinder und Jugendhilfe muss unbedingt die Bedarfe der Kinder zuvorderst im Blick haben. Sie muss ihre Rechte stärken und bedürftige Familien entlasten und schützen. Sie kann nicht als primäres Ziel Kostendämpfung verfolgen. Wer an Kindern mit Behinderung spart, spart an den Schwächsten der Gesellschaft. Das ist unerträglich!“ Daher richtet die Lebenshilfe einen klaren Appell an den Gesetzgeber: Die Reform muss die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung stärken – nicht relativieren. Maßstab müssen echte Teilhabe und bedarfsgerechte, einklagbare Leistungen sein.

Foto: Lebenshilfe
BERLIN (kobinet) Die Lebenshilfe warnt davor, die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zugunsten pauschaler Lösungen und Kostendämpfungseffekten zu schwächen. Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien warten schon sehr lange auf die nun greifbare Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Durch diese Reform sollen endlich die Jugendämter für die Eingliederungshilfe aller Kinder mit Behinderungen zuständig werden. Diese Strukturreform könnte die Weichen für mehr Inklusion und Teilhabe stellen, gerade weil erstmals eine inklusive Infrastruktur auf den Weg gebracht werden soll. Leider droht sie nun jedoch zum Sparinstrument zulasten von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zu werden. Dem muss dringend Einhalt geboten werden.
Heute in der Verbändeanhörung im Familienministerium fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe unter anderem deutliche Nachbesserungen an der geplanten Einführung einer infrastrukturellen Bildungsassistenz. Kinder und Jugendliche, die Schulassistenz benötigen, dürfen auch in Zukunft nicht pauschal auf Infrastrukturangebote verwiesen werden. Das Recht auf individuelle Unterstützung muss bestehen bleiben und auch durchsetzbar sein, wenn diese erforderlich ist.
Darüber hinaus befürchtet die Lebenshilfe, dass unter dem Spardiktat der Jugendämter und mangels rechtlicher Absicherung notwendige individuelle Schulassistenzen, inklusive Freizeit- und Ferienangebote oder andere ambulante Hilfen wegfallen könnten. Ulla Schmidt, Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., stellt klar: „Die Reform der Kinder und Jugendhilfe muss unbedingt die Bedarfe der Kinder zuvorderst im Blick haben. Sie muss ihre Rechte stärken und bedürftige Familien entlasten und schützen. Sie kann nicht als primäres Ziel Kostendämpfung verfolgen. Wer an Kindern mit Behinderung spart, spart an den Schwächsten der Gesellschaft. Das ist unerträglich!“ Daher richtet die Lebenshilfe einen klaren Appell an den Gesetzgeber: Die Reform muss die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung stärken – nicht relativieren. Maßstab müssen echte Teilhabe und bedarfsgerechte, einklagbare Leistungen sein.




