Berlin (kobinet)
Die Enquete-Kommission hat 150 junge Menschen eingeladen.
Eine Enquete-Kommission ist eine besondere Gruppe im Bundes-Tag.
Die Gruppe untersucht ein wichtiges Thema.
Die Gruppe sucht Antworten auf schwierige Fragen.
Der Ort war Berlin.
Das Thema war: Was haben wir aus der Corona-Pandemie gelernt?
Pandemie bedeutet: Viele Menschen werden krank.
Die Krankheit gibt es auf der ganzen Welt.
Das Treffen war am 20. April 2026.
Die jungen Menschen waren zwischen 12 und 25 Jahren alt.
Sie sollten von ihren eigenen Erlebnissen berichten.
Erlebnisse sind Dinge, die jemand selbst erlebt hat.
Lilith Fendt war auch dabei.
Lilith Fendt spricht für junge Menschen mit Behinderungen.
Das nennt man Selbst-Vertretung.
Selbst-Vertretung bedeutet: Menschen sprechen für sich selbst.
Sie sagen selbst, was sie brauchen und wollen.
Die Abkürzung für diese Gruppe ist: jumemb.
Lilith Fendt hat über das Treffen berichtet.
Dabei bei der Enquete-Kommission zur Corona-Pandemie: Es hätte noch viel zu sagen gegeben
Bericht von Lilith Fendt
Das Treffen begann um 11 Uhr.
Das Treffen dauerte 4,5 Stunden.
Darin war eine Pause.
Alle jungen Menschen wurden in Gruppen aufgeteilt.
Die Gruppen wurden nach dem Geburts-Jahr eingeteilt.
Das Geburts-Jahr ist das Jahr, in dem ein Mensch geboren wurde.
Jede Gruppe hatte 3 Moderator:innen.
Ein Moderator leitet ein Gespräch.
Er sorgt dafür, dass alle zu Wort kommen.
Zuerst stellte sich jede Person kurz vor.
Dann gab es vorbereitete Fragen.
Zum Beispiel: Wie war es, Freunde nicht zu sehen?
Oder: Wie war der Unterricht im Lockdown?
Lockdown bedeutet: Die Regierung hat besondere Regeln gemacht.
Alle Menschen mussten zu Hause bleiben.
Die meisten sagten: Die Isolation war sehr schlimm.
Isolation bedeutet: Ein Mensch ist allein.
Er darf keine anderen Menschen treffen.
Einige haben heute noch Depressionen.
Depression bedeutet: Ein Mensch ist sehr traurig.
Er hat keine Freude am Leben.
Alle waren sich einig: Der Unterricht im Lockdown war sehr ungeordnet.
Auch die Hilfe bei Krankheit war schlecht.
Lilith Fendt fand etwas schwierig.
Die jungen Menschen konnten keine eigenen Themen einbringen.
Es gab nur die vorbereiteten Fragen.
Lilith Fendt nutzt einen Talker zum Sprechen.
Ein Talker ist ein besonderer Computer.
Menschen ohne Sprache können damit sprechen.
Das Mitmachen war für Lilith Fendt sehr schwer.
Die Gespräche gingen zu schnell.
Lilith Fendt braucht Zeit zum Schreiben.
Den vorbereiteten Text konnte Lilith Fendt nicht abspielen.
Das war nicht barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Alle Menschen können überall dabei sein.
Lilith Fendt freut sich trotzdem über die Einladung.
Lilith Fendt hat dort Bekannte getroffen.
Aber Lilith Fendt hat eine klare Meinung.
Es hätte eine eigene Gruppe für junge Menschen mit Behinderungen geben müssen.
Oder die Gruppe hätte mehr Zeit gebraucht.
Menschen mit Behinderungen hatten noch andere wichtige Themen.
Diese Themen wurden nicht besprochen.
Es gab keine Möglichkeit, diese Themen einzubringen.
Lilith Fendt hat einen Rat für die Politik:
Handelt wirklich.
Sagt nicht nur: Schön, dass Sie da sind.
Hier gibt es mehr Infos über jumemb:
Selbst-Vertretung junger Menschen mit Behinderungen (jumemb)

Foto: Lilith Fendt
Berlin (kobinet) Die Enquete-Kommission "Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse" hat für den 20. April 2026 150 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren nach Berlin eingeladen. Sie sollten über ihre Erfahrungen während der Corona Pandemie berichten. Lilith Fendt war für die Selbstvertretung junger Menschen mit Behinderungen (jumemb) mit dabei und hat den kobinet-nachrichten folgenden Bericht über die Veranstaltung, ihre Erlebnisse und vor allem auch mit ihrer Kritik geschickt.
Dabei bei der Enquete-Kommission zur Corona-Pandemie: Es hätte noch viel zu Sagen gegeben
Bericht von Lilith Fendt
Die Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ hat für den 20. April 2026 150 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren nach Berlin eingeladen. Sie sollten über ihre Erfahrungen während der Corona Pandemie berichten. Ich war für die Selbstvertretung junger Menschen mit Behinderungen (jumemb) auch dabei.
Die Veranstaltung begann um 11:00 Uhr und dauerte mit Pause 4,5 Stunden. Wir teilten uns in Gruppen nach Geburtsjahrgängen auf. In jeder Gruppe gab es drei Moderator:innen. Zuerst stellten wir uns in unserer Gruppe kurz vor. Dann wurden uns vorbereitete Fragen gestellt, auf die wir antworten sollten. Zum Beispiel: wie ging es euch damit, eure Freunde nicht zu sehen? Wie war es, in den Osterferien nicht verreisen zu können? Wie war es in der Schule mit dem Unterricht im Lockdown?
Die meisten sagten, es war sehr schlimm, so isoliert zu sein und keine Freunde treffen zu können. Einige haben heute noch Depressionen oder andere Erkrankungen. Und wir waren uns einig, dass der Unterricht während des Lockdowns sehr chaotisch war. Außerdem war die medizinische Versorgung schlecht. Das wir neben den geplanten Fragen keine eigenen Themen einbringen konnten, fand ich schwierig.
Für mich als jemand, die zur Kommunikation einen Talker nutzt, war es schwer mitzureden. Ich hatte einen Text vorbereitet, den ich nicht abspielen konnte. Die Gespräche gingen für mich zu schnell. Ich brauche Zeit zum Schreiben, aber der Termin war straff geplant. Das ist nicht barrierefrei. Ich bin froh, dass trotzdem behinderte Menschen eingeladen waren und ich habe sogar ein paar Bekannte getroffen. Doch ich bin der Meinung, es hätte eine eigene Gruppe von jungen betroffenen behinderten Menschen geben müssen oder wir hätten einfach mehr Zeit gebraucht. Denn wir behinderten Menschen hatten noch andere Themen, die nicht besprochen wurden und es gab keine Möglichkeit diese einzubringen.
Mein Rat an die Politiker*innen wäre, mal was zu tun und nicht nur immer zu sagen: Schön, dass Sie da sind.

Foto: Lilith Fendt
Berlin (kobinet) Die Enquete-Kommission "Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse" hat für den 20. April 2026 150 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren nach Berlin eingeladen. Sie sollten über ihre Erfahrungen während der Corona Pandemie berichten. Lilith Fendt war für die Selbstvertretung junger Menschen mit Behinderungen (jumemb) mit dabei und hat den kobinet-nachrichten folgenden Bericht über die Veranstaltung, ihre Erlebnisse und vor allem auch mit ihrer Kritik geschickt.
Dabei bei der Enquete-Kommission zur Corona-Pandemie: Es hätte noch viel zu Sagen gegeben
Bericht von Lilith Fendt
Die Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ hat für den 20. April 2026 150 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren nach Berlin eingeladen. Sie sollten über ihre Erfahrungen während der Corona Pandemie berichten. Ich war für die Selbstvertretung junger Menschen mit Behinderungen (jumemb) auch dabei.
Die Veranstaltung begann um 11:00 Uhr und dauerte mit Pause 4,5 Stunden. Wir teilten uns in Gruppen nach Geburtsjahrgängen auf. In jeder Gruppe gab es drei Moderator:innen. Zuerst stellten wir uns in unserer Gruppe kurz vor. Dann wurden uns vorbereitete Fragen gestellt, auf die wir antworten sollten. Zum Beispiel: wie ging es euch damit, eure Freunde nicht zu sehen? Wie war es, in den Osterferien nicht verreisen zu können? Wie war es in der Schule mit dem Unterricht im Lockdown?
Die meisten sagten, es war sehr schlimm, so isoliert zu sein und keine Freunde treffen zu können. Einige haben heute noch Depressionen oder andere Erkrankungen. Und wir waren uns einig, dass der Unterricht während des Lockdowns sehr chaotisch war. Außerdem war die medizinische Versorgung schlecht. Das wir neben den geplanten Fragen keine eigenen Themen einbringen konnten, fand ich schwierig.
Für mich als jemand, die zur Kommunikation einen Talker nutzt, war es schwer mitzureden. Ich hatte einen Text vorbereitet, den ich nicht abspielen konnte. Die Gespräche gingen für mich zu schnell. Ich brauche Zeit zum Schreiben, aber der Termin war straff geplant. Das ist nicht barrierefrei. Ich bin froh, dass trotzdem behinderte Menschen eingeladen waren und ich habe sogar ein paar Bekannte getroffen. Doch ich bin der Meinung, es hätte eine eigene Gruppe von jungen betroffenen behinderten Menschen geben müssen oder wir hätten einfach mehr Zeit gebraucht. Denn wir behinderten Menschen hatten noch andere Themen, die nicht besprochen wurden und es gab keine Möglichkeit diese einzubringen.
Mein Rat an die Politiker*innen wäre, mal was zu tun und nicht nur immer zu sagen: Schön, dass Sie da sind.




