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Trauer um Annette Standop aus Bonn

Trauerplakat zum Abschied von Dr. Annette Standop
Trauerplakat zum Abschied von Dr. Annette Standop
Foto: Bonner Ratsfraktion der Grünen

Bonn (kobinet) "Mit großer Bestürzung haben wir am Wochenende vom plötzlichen und viel zu frühen Tod unserer ehemaligen Fraktionsvorsitzenden erfahren. Annette hat die Bonner Kommunalpolitik viele Jahre mit Herz, Klarheit und unermüdlichem Engagement geprägt. Sie stand für soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und eine Politik, die niemanden zurücklässt. Sie war nicht nur eine starke Stimme im Rat, sondern vor allem ein warmherziger, zugewandter und kluger Mensch. Uns verlässt eine geschätzte Kollegin und gute Freundin – wir sind dankbar für alles, was sie für unsere Stadt und unsere Fraktion bewegt hat." Dies teilte die Bonner Ratsfraktion der Grünen zum Tod von Annette Standop auf Instagram mit. Am 28. Februar 2026 ist die am 6. Februar 1968 in Salzburg geborene Nutzerin eines Rollstuhls und von Persönlicher Assistenz gestorben. Für das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (bifos) hatte Dr. Annette Standop in den letzten Jahren immer wieder Schulungen zum politischen Engagement durchgeführt und gerade behinderten Menschen mit gemacht, sich in die Politik einzumischen und für die Selbstbestimmung behinderter Menschen gezielt aktiv zu sein. 

„Ich bin promovierte Theologin und arbeite freiberuflich als Gestalttherapeutin sowie als Trainerin und Coach für Menschen in Veränderungsprozessen. 1997 zog ich nach Bonn und liebe diese Stadt mit ihrer wechselvollen Geschichte und der tollen Lage am Rhein. Ich bin gebürtige Salzburgerin, alt-katholisch, Rollstuhlfahrerin und großer Fan der Bonner Museenlandschaft“, so hat sich Dr. Annette Standop auf der Internetseite der Ratsfraktion der Grünen Bonn selbst beschrieben.

Link zur Internetseite von Dr. Annette Standop zu ihrer Tätigkeit in der Praxis für Veränderungsprozesse 

Im Rahmen des Projektes zur Selbstvertretung behinderter Menschen in der Politik und in Gremien waren die Tipps der erfahrenden Kommunalpolitikerin ein fester Bestandteil bei Schulungen. Sie konnte gut vermitteln, wie wichtig es ist, die Rahmenbedingungen für ein effektives Engagement abzustecken und sich konkrete Ziele zu setzen. Sie bleibt nicht nur vielen in der Bonner Kommunalpolitik, sondern auch vielen behinderten Menschen, die ihren Weg kreuzen durften in guter Erinnerung und ein Vorbild, was alles möglich ist, wenn man sich engagiert und entsprechende Unterstützung organisiert.