Berlin (kobinet)
Verena Bentele ist die Chefin vom VdK Deutschland.
Der VdK ist ein Verband.
Ein Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Der VdK kämpft für soziale Themen.
Verena Bentele kritisiert neue Vorschläge von der CDU.
Die CDU ist eine Partei in Deutschland.
Die CDU will Leistungen im Gesundheits-System kürzen.
Kürzen bedeutet: Es gibt weniger Geld.
Die Kranken-Versicherungen bekommen dann weniger Geld.
Die CDU will auch die Arbeits-Zeit verlängern.
Verlängern bedeutet: Die Menschen sollen mehr arbeiten.
Verena Bentele sagt: Das ist falsch.
Sie warnt vor einem Problem.
Der Sozial-Staat wird als Waffe benutzt.
Das nennt man: Instrumentalisierung.
Instrumentalisierung bedeutet: Jemand benutzt eine Sache für seine Ziele.
Die Sache wird zum Werkzeug gemacht.
Verena Bentele sagt: Fast jedes Wochenende gibt es seltsame Ideen.
Die Ideen sind neu und merkwürdig.
Diesmal kommt die Idee vom CDU-Wirtschafts-Rat.
Der Wirtschafts-Rat ist eine Gruppe in der CDU.
Diese Menschen beraten über Geld und Arbeit.
Der Wirtschafts-Rat hat einen Vorschlag gemacht.
Sie wollen: Zahn-Arzt-Besuche sollen nicht mehr bezahlt werden.
Die Kranken-Kassen sollen das nicht mehr bezahlen.
Die Menschen sollen selbst dafür bezahlen.
Verena Bentele sagt: Das ist zynisch.
Zynisch bedeutet: gemein und herzlos.
Verena Bentele erklärt: Gesunde Zähne sind wichtig.
Auch Menschen mit wenig Geld brauchen gesunde Zähne.
Gesunde Zähne sind kein Luxus.
Sie sind wichtig für die Lebens-Qualität.
Sie sind wichtig für die Arbeit.
Sie sind wichtig für das Leben in der Gesellschaft.
Verena Bentele sagt: Wir wollen keine Verhältnisse wie in den USA.
In den USA ist die Gesundheits-Versorgung anders.
Dort sieht man an den Zähnen: Wer hat Geld?
Nur reiche Menschen haben dort gesunde Zähne.
Arme Menschen haben oft schlechte Zähne.
Das wollen wir in Deutschland nicht.
Verena Bentele fordert ein Macht-Wort vom Bundes-Kanzler.
Ein Macht-Wort ist eine klare Ansage.
Der Bundes-Kanzler soll die Debatte beenden.
Eine Debatte ist eine Diskussion.
Der Bundes-Kanzler soll sich zum Sozial-Staat bekennen.
Bekennen bedeutet: Er soll sagen, der Sozial-Staat ist wichtig.
Der CDU-Wirtschafts-Rat ist wirtschafts-liberal.
Wirtschafts-liberal bedeutet: Der Staat mischt sich wenig ein.
Der Staat lässt die Firmen frei entscheiden.
Die Unabhängigkeit vom Wirtschafts-Rat ist umstritten.
Umstritten bedeutet: Viele bezweifeln ihre Neutralität.
Neutralität bedeutet: Man ist unparteiisch.
Man hält sich aus einem Streit heraus.
Der Wirtschafts-Rat will Leistungen streichen.
Streichen bedeutet: Die Leistungen sollen wegfallen.
Die Leistungen sind im Gesundheits-System.
Verena Bentele warnt vor einer Gefahr.
Diese Diskussion hilft rechts-extremen Parteien.
Rechts-extrem ist eine gefährliche politische Meinung.
Rechts-extreme Menschen glauben: Nicht alle Menschen sind gleich wichtig.
Rechts-extreme Parteien haben mehr Erfolg bei Wahlen.
Ein Grund dafür sind diese Diskussionen über den Sozial-Staat.
Der Sozial-Staat wird dauernd schlecht geredet.
Verena Bentele fragt die Politiker in der Mitte.
Sie fragt: Helfen Sie den extremen Parteien?
Sie fragt: Sind Sie Steigbügel-Halter?
Steigbügel-Halter bedeutet: Jemand hilft einer anderen Person.
Die Person hilft der anderen an die Macht zu kommen.
Die Politiker in der Mitte könnten den Extremen helfen.
Das müssen sie sich fragen.
Am Wochenende wurde auch über Arbeits-Zeit diskutiert.
Manche Politiker wollen die Arbeits-Zeit verlängern.
Verena Bentele fragt: Ist das sinnvoll?
Die Menschen vertrauen der Politik immer weniger.
Sie vertrauen den Institutionen immer weniger.
Institutionen sind wichtige Einrichtungen in einem Land.
Zum Beispiel Gerichte oder Parlamente.
Verena Bentele sagt: Die Politik sagt zu den Menschen:
Du bist zu teuer.
Du arbeitest zu wenig.
Du bist faul.
Du machst oft krank am Montag oder Freitag.
Das nennt man auch: blau machen.
Blau machen bedeutet: Man arbeitet nicht, obwohl man könnte.
Man bleibt zu Hause ohne wirklich krank zu sein.
Die Menschen wollen das nicht mehr hören.
Sie sind es leid.
Leid sein bedeutet: genug haben von etwas.
Der Sozial-Staat wird ständig schlecht geredet.
Auch die Leistungen der Menschen werden schlecht geredet.
Das bedeutet: Die Arbeit der Menschen wird nicht gelobt.
Der Sozial-Staat ist wichtig für die Demokratie.
Er ist ein Grund-Pfeiler der Demokratie.
Grund-Pfeiler bedeutet: Das ist etwas sehr Wichtiges.
Ohne diese Sache funktioniert die Demokratie nicht.
Der Sozial-Staat trägt die Demokratie.
Die guten Seiten vom Sozial-Staat werden selten genannt.
Alle profitieren vom Sozial-Staat.
Profitieren bedeutet: Alle haben Vorteile davon.
Auch die Kritiker profitieren vom Sozial-Staat.
Verena Bentele sagt: Alle müssen sich beteiligen.
Jeder soll am Sozial-Staat mithelfen.
Jeder nach seinen Möglichkeiten.
Der VdK schlägt eine Bürger-Versicherung vor.
Die Bürger-Versicherung ist eine Kranken-Versicherung.
Diese Versicherung ist für alle Menschen.
Jeder zahlt Geld in die Versicherung ein.
Jeder bekommt Hilfe, wenn er krank ist.
In diese Versicherung sollen alle einzahlen.
Alle Menschen, die arbeiten, sollen einzahlen.
Die Rahmen-Bedingungen müssen sich ändern.
Rahmen-Bedingungen sind wichtige Regeln.
Sie zeigen, was erlaubt ist und was nicht.
Menschen, die arbeiten wollen, sollen das können.
Dafür müssen die Bedingungen gut sein.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, kritisiert die aktuellen Vorschläge aus dem Umfeld der Union zur Kürzung von Leistungen im Gesundheitswesen und zur Ausweitung der Arbeitszeit und warnt vor der politischen Instrumentalisierung des Sozialstaats: "Inzwischen ist es fast schon Normalität geworden, dass an Wochenenden abstruse politische Ideen medial breitgetreten werden. Dieses Mal hat sich der CDU-Wirtschaftsrat entlarvt. Sein Vorschlag, Zahnarztbesuche künftig nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernehmen zu lassen, ist an Zynismus kaum zu überbieten."
„Ich übersetze das mal in Klartext: Wer braucht schon gesunde Zähne, wenn er mitten im Arbeitsleben ist? Der Vorstoß ist ein erneuter Angriff auf Normal- und Geringverdienende, für die Zahngesundheit keine Luxusleistung, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Lebensqualität und Teilhabe am Arbeitsleben und an der Gesellschaft ist. Wir wollen keine Zustände wie in den USA, wo am Zustand der Zähne ablesbar ist, wer sich eine Behandlung leisten kann und wer nicht. Ich fordere vom Bundeskanzler ein Machtwort, um diese unselige Debatte zu beenden: Weisen Sie Vorschläge zum weiteren Abbau des Sozialstaats klar zurück und bekennen Sie sich öffentlich zu einem starken inklusiven Sozialstaat“, erklärte Verena Bentele.
Dass ausgerechnet ein wirtschaftsliberaler Verband, dessen Legitimation in puncto Unabhängigkeit ohnehin umstritten ist, Leistungen aus dem solidarischen Gesundheitssystem streichen will, spiele in der Debatte vor allem in die Hände rechtsextremer Parteien. Ein Grund für die Wahlerfolge rechtspopulistischer Kräfte sind nach Ansicht von Verena Bentele eben diese Diskussionen, die den Sozialstaat ständig in Grund und Boden reden. Einige Politikerinnen und Politiker der Mitte müssten sich ernsthaft die Frage stellen, ob sie nicht Steigbügelhalter für die Parteien am Rande sind.
„Auch die wöchentliche Arbeitszeit stand an diesem Wochenende wieder auf der Agenda. Ist es wirklich zielführend, in einer Gesellschaft, in der die Menschen den Glauben an Politik, Institutionen und unser Staatssystem immer mehr verlieren, zu sagen: Du bist zu teuer, du arbeitest zu wenig, und überhaupt bist du faul und machst an Freitagen und Montagen gerne mal blau? Die Menschen können und wollen es nicht mehr hören, dass der Sozialstaat und ihre eigenen Leistungen ständig schlecht geredet werden. Dieser Sozialstaat, der andauernd negativ beurteilt wird, ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Seine positiven Aspekte werden viel zu selten benannt. Wir alle – auch die Kritiker – profitieren ständig von ihm. Es ist deshalb höchste Zeit, dass sich alle nach ihren Möglichkeiten am Erhalt des Sozialstaats beteiligen. Unser Vorschlag ist eine Bürgerversicherung, in die alle Erwerbstätigen einzahlen sollen. Außerdem müssen die Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass Menschen, die arbeiten wollen, dies auch können“, erklärte Verena Bentele.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, kritisiert die aktuellen Vorschläge aus dem Umfeld der Union zur Kürzung von Leistungen im Gesundheitswesen und zur Ausweitung der Arbeitszeit und warnt vor der politischen Instrumentalisierung des Sozialstaats: "Inzwischen ist es fast schon Normalität geworden, dass an Wochenenden abstruse politische Ideen medial breitgetreten werden. Dieses Mal hat sich der CDU-Wirtschaftsrat entlarvt. Sein Vorschlag, Zahnarztbesuche künftig nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen übernehmen zu lassen, ist an Zynismus kaum zu überbieten."
„Ich übersetze das mal in Klartext: Wer braucht schon gesunde Zähne, wenn er mitten im Arbeitsleben ist? Der Vorstoß ist ein erneuter Angriff auf Normal- und Geringverdienende, für die Zahngesundheit keine Luxusleistung, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Lebensqualität und Teilhabe am Arbeitsleben und an der Gesellschaft ist. Wir wollen keine Zustände wie in den USA, wo am Zustand der Zähne ablesbar ist, wer sich eine Behandlung leisten kann und wer nicht. Ich fordere vom Bundeskanzler ein Machtwort, um diese unselige Debatte zu beenden: Weisen Sie Vorschläge zum weiteren Abbau des Sozialstaats klar zurück und bekennen Sie sich öffentlich zu einem starken inklusiven Sozialstaat“, erklärte Verena Bentele.
Dass ausgerechnet ein wirtschaftsliberaler Verband, dessen Legitimation in puncto Unabhängigkeit ohnehin umstritten ist, Leistungen aus dem solidarischen Gesundheitssystem streichen will, spiele in der Debatte vor allem in die Hände rechtsextremer Parteien. Ein Grund für die Wahlerfolge rechtspopulistischer Kräfte sind nach Ansicht von Verena Bentele eben diese Diskussionen, die den Sozialstaat ständig in Grund und Boden reden. Einige Politikerinnen und Politiker der Mitte müssten sich ernsthaft die Frage stellen, ob sie nicht Steigbügelhalter für die Parteien am Rande sind.
„Auch die wöchentliche Arbeitszeit stand an diesem Wochenende wieder auf der Agenda. Ist es wirklich zielführend, in einer Gesellschaft, in der die Menschen den Glauben an Politik, Institutionen und unser Staatssystem immer mehr verlieren, zu sagen: Du bist zu teuer, du arbeitest zu wenig, und überhaupt bist du faul und machst an Freitagen und Montagen gerne mal blau? Die Menschen können und wollen es nicht mehr hören, dass der Sozialstaat und ihre eigenen Leistungen ständig schlecht geredet werden. Dieser Sozialstaat, der andauernd negativ beurteilt wird, ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Seine positiven Aspekte werden viel zu selten benannt. Wir alle – auch die Kritiker – profitieren ständig von ihm. Es ist deshalb höchste Zeit, dass sich alle nach ihren Möglichkeiten am Erhalt des Sozialstaats beteiligen. Unser Vorschlag ist eine Bürgerversicherung, in die alle Erwerbstätigen einzahlen sollen. Außerdem müssen die Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass Menschen, die arbeiten wollen, dies auch können“, erklärte Verena Bentele.




