Hannover (kobinet)
In Hannover gab es eine Konferenz.
Eine Konferenz ist ein Treffen.
Menschen sprechen dort über ein bestimmtes Thema.
Das Thema war: Bauen für alle Menschen.
Die Konferenz hieß: Inklusiv gestalten.
Jürgen Dusel hat eingeladen.
Er arbeitet für die Bundes-Regierung.
Die Bundes-Regierung führt unser Land Deutschland.
Er hilft Menschen mit Behinderungen.
Auch die Bundes-Architekten-Kammer war dabei.
Die Bundes-Architekten-Kammer ist eine Gruppe.
In der Gruppe sind Architekten aus ganz Deutschland.
Sie arbeiten zusammen.
Und die Architekten-Kammer Niedersachsen.
Bei der Konferenz ging es um eine wichtige Frage:
Wie baut man barriere-frei?
Und wie geht das mit wenig Geld?
Barriere-frei bedeutet: Alle können die Gebäude nutzen.
Auch Menschen mit Behinderungen.
Auch alte Menschen.
Bauen wird immer teurer.
Deshalb sparen viele Bau-Herren.
Bau-Herren sind Menschen.
Die Menschen lassen ein Haus bauen.
Sie bezahlen für den Bau.
Sie sparen oft bei der Barriere-Freiheit.
Das ist ein Problem.
Die Konferenz zeigte:
Barriere-Freiheit ist wichtig.
Sie gehört zu gutem Bauen dazu.
Sie ist kein Extra.
Man muss von Anfang an daran denken.
Jürgen Dusel sagt:
Barriere-frei bauen ist klug.
Es ist gut für die Zukunft.
Barriere-Freiheit und wenig Geld passen zusammen.
Das ist kein Widerspruch.
Widerspruch bedeutet: Zwei Dinge passen nicht zusammen.
Aber hier passen sie doch zusammen.
Dusel fordert:
Architekten müssen das lernen.
Schon in der Ausbildung.
Dann können sie gut beraten.
Und clever bauen.
Unsere Gesellschaft wird älter.
Eine Gesellschaft ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen leben zusammen.
Immer mehr Menschen brauchen Barriere-Freiheit.
Wer heute Barrieren baut:
Der schadet der Gesellschaft.
Robert Marlow ist Präsident.
Ein Präsident ist der Chef.
Der Präsident leitet eine Organisation.
Von der Architekten-Kammer Niedersachsen.
Er sagt: Barriere-Freiheit kostet Geld.
Inklusion gibt es nicht umsonst.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Das muss uns etwas wert sein.
Marlow sagt auch:
Wir müssen zwei Dinge schaffen:
Inklusiv bauen und günstig bauen.
Beides ist wichtig.
Das eine gegen das andere ausspielen ist falsch.
Und gefährlich für die Gesellschaft.
Gute Planung kann Geld sparen.
Das ist wichtig zu wissen.
Wiebke Ahues ist Vize-Präsidentin.
Eine Vize-Präsidentin ist die Stell-Vertreterin.
Sie hilft dem Präsidenten bei der Arbeit.
Von der Bundes-Architekten-Kammer.
Sie sagt: Barriere-Freiheit ist für alle da.
Nicht nur für wenige Menschen.
Es ist voraus-schauend.
Voraus-schauend bedeutet: Man denkt schon heute an morgen.
Man plant gut für die Zukunft.
Denn die Gesellschaft wird älter.
Architekten müssen viel bedenken:
Die Kosten beim Bauen.
Die Regeln beim Bauen.
Die Wünsche der Menschen.
Das ist nicht einfach.
Gute Architekten können das.
Sie denken schon am Anfang an alles.
Das gilt für neue Gebäude.
Und für alte Gebäude.
Inklusive Räume sind flexibel.
Viele Menschen können sie nutzen.
Sie behalten ihren Wert.
Auch nach langer Zeit.
Deshalb müssen wir anders über Kosten sprechen.
Bei der Konferenz gab es Vorträge.
Es gab Beispiele aus der Praxis.
Die Beispiele zeigten: Es funktioniert.
Man kann inklusiv und günstig bauen.
Am Ende gab es eine Diskussion.
Verschiedene Fach-Leute haben mitgemacht:
Politiker aus dem Bund.
Politiker aus Niedersachsen.
Architekten.
Experten für Barriere-Freiheit.
Experten sind Menschen.
Diese Menschen wissen viel.
Die Menschen kennen sich gut aus.
Katrin Müller-Hohenstein hat moderiert.
Moderiert heißt: Eine Person leitet das Gespräch.
Die Person achtet darauf: Alle können reden.
Sie arbeitet beim ZDF.

Foto: Susanne Göbel
Hannover (kobinet) Wie sich barrierefreier und inklusiver Wohn- und Lebensraum wirtschaftlich planen und bauen lässt, stand im Mittelpunkt der Regionalkonferenz "Inklusiv gestalten – Wirtschaftlichkeit beim inklusiven Bauen", zu der der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer (BAK) und der Architektenkammer Niedersachsen nach Hannover eingeladen hatte.
Angesichts steigender Baukosten und zunehmender Sparzwänge gerät Barrierefreiheit im Bauwesen verstärkt unter Druck. Die Konferenz verdeutlichte, dass inklusives Bauen kein Zusatz, sondern ein wesentlicher Bestandteil qualitätsvoller Architektur ist. Im Fokus der Veranstaltung stand die Erkenntnis, dass eine frühzeitige Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse zu nachhaltigen und wirtschaftlichen Lösungen beiträgt.
„Barrierefreiheit und Wirtschaftlichkeit sind keine Gegensätze – denn wer heute barrierefrei baut, baut klug und vorausschauend“, so Jürgen Dusel, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung. „Um diesen scheinbaren Gegensatz aufzulösen, muss das Thema barrierefreies Bauen zwingend in die Ausbildungscurricula aufgenommen werden, damit die Fachleute für Architektur innovativ und kostenbewusst beraten und bauen können. Denn wer heute Barrieren baut, leistet unserer älter werdenden Gesellschaft, die zunehmend auf Barrierefreiheit angewiesen sein wird, keinen guten Dienst.“
Für den Präsidenten der Architektenkammer Niedersachsen Robert Marlow war klar: „Barrierefreiheit kostet Geld. Inklusion ist nicht zum Nulltarif zu haben. Sie muss uns als Gesellschaft auch etwas wert sein. Aber: Wir stehen vor einem doppelten Anspruch. Wir müssen inklusiv und gleichzeitig wirtschaftlich bauen. Beides gegeneinander auszuspielen, wäre fachlich falsch und gesellschaftlich gefährlich. Gute und kluge Planung kann einen erheblichen Beitrag zur Kostenersparnis beitragen.“
„Barrierefreiheit ist keine Sonderlösung für eine Minderheit – sie ist auch wirtschaftlich vorausschauendes Entwerfen für eine Gesellschaft, die altert“, so Wiebke Ahues, Vizepräsidentin der BAK. „Als Planende navigieren wir im Spannungsfeld zwischen Baukosten, baurechtlichen Anforderungen und den vielfältigen Bedürfnissen künftiger Nutzender. Unsere Fachkompetenz zeigt sich darin, diese Interessen bereits im Vorentwurf sinnvoll abzuwägen und zusammenzuführen – ob im Neubau oder im Bestand. Weil inklusive Gestaltung Räume mit größerer Nutzungsflexibilität schafft und die langfristige Wertbeständigkeit dadurch erhöht, muss die Diskussion über Wirtschaftlichkeit hier dringend präzisiert werden.“
Nach der Begrüßung durch Robert Marlow und Grußworten von Jürgen Dusel wurden mit einem Impulsvortrag, Präsentationen gelungener Praxisbeispiele interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze veranschaulicht.
Den Abschluss bildete ein hochkarätig besetztes Podiumsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundes- und Landespolitik, Architektur und Fachinstitutionen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Katrin Müller-Hohenstein (ZDF).

Foto: Susanne Göbel
Hannover (kobinet) Wie sich barrierefreier und inklusiver Wohn- und Lebensraum wirtschaftlich planen und bauen lässt, stand im Mittelpunkt der Regionalkonferenz "Inklusiv gestalten – Wirtschaftlichkeit beim inklusiven Bauen", zu der der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer (BAK) und der Architektenkammer Niedersachsen nach Hannover eingeladen hatte.
Angesichts steigender Baukosten und zunehmender Sparzwänge gerät Barrierefreiheit im Bauwesen verstärkt unter Druck. Die Konferenz verdeutlichte, dass inklusives Bauen kein Zusatz, sondern ein wesentlicher Bestandteil qualitätsvoller Architektur ist. Im Fokus der Veranstaltung stand die Erkenntnis, dass eine frühzeitige Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse zu nachhaltigen und wirtschaftlichen Lösungen beiträgt.
„Barrierefreiheit und Wirtschaftlichkeit sind keine Gegensätze – denn wer heute barrierefrei baut, baut klug und vorausschauend“, so Jürgen Dusel, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung. „Um diesen scheinbaren Gegensatz aufzulösen, muss das Thema barrierefreies Bauen zwingend in die Ausbildungscurricula aufgenommen werden, damit die Fachleute für Architektur innovativ und kostenbewusst beraten und bauen können. Denn wer heute Barrieren baut, leistet unserer älter werdenden Gesellschaft, die zunehmend auf Barrierefreiheit angewiesen sein wird, keinen guten Dienst.“
Für den Präsidenten der Architektenkammer Niedersachsen Robert Marlow war klar: „Barrierefreiheit kostet Geld. Inklusion ist nicht zum Nulltarif zu haben. Sie muss uns als Gesellschaft auch etwas wert sein. Aber: Wir stehen vor einem doppelten Anspruch. Wir müssen inklusiv und gleichzeitig wirtschaftlich bauen. Beides gegeneinander auszuspielen, wäre fachlich falsch und gesellschaftlich gefährlich. Gute und kluge Planung kann einen erheblichen Beitrag zur Kostenersparnis beitragen.“
„Barrierefreiheit ist keine Sonderlösung für eine Minderheit – sie ist auch wirtschaftlich vorausschauendes Entwerfen für eine Gesellschaft, die altert“, so Wiebke Ahues, Vizepräsidentin der BAK. „Als Planende navigieren wir im Spannungsfeld zwischen Baukosten, baurechtlichen Anforderungen und den vielfältigen Bedürfnissen künftiger Nutzender. Unsere Fachkompetenz zeigt sich darin, diese Interessen bereits im Vorentwurf sinnvoll abzuwägen und zusammenzuführen – ob im Neubau oder im Bestand. Weil inklusive Gestaltung Räume mit größerer Nutzungsflexibilität schafft und die langfristige Wertbeständigkeit dadurch erhöht, muss die Diskussion über Wirtschaftlichkeit hier dringend präzisiert werden.“
Nach der Begrüßung durch Robert Marlow und Grußworten von Jürgen Dusel wurden mit einem Impulsvortrag, Präsentationen gelungener Praxisbeispiele interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze veranschaulicht.
Den Abschluss bildete ein hochkarätig besetztes Podiumsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundes- und Landespolitik, Architektur und Fachinstitutionen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Katrin Müller-Hohenstein (ZDF).




