FRECHEN (kobinet)
Die Deutsche Behinderten-Sport-Jugend hat einen kurzen Namen: DBSJ.
Die Deutsche Behinderten-Sport-Jugend ist eine Gruppe.
Die Gruppe macht Sport-Angebote.
Die Angebote sind für junge Menschen mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Die DBSJ sagt: Deutschland will vielleicht große Sport-Spiele machen.
Das sind die Olympischen Spiele und die Paralympics.
Die Olympischen Spiele sind Sport-Wett-Kämpfe.
Sportler aus vielen Ländern machen mit.
Die Paralympics sind Olympische Spiele.
Sie sind für Menschen mit Behinderungen.
Die Olympischen Spiele sind für Sportler ohne Behinderung.
Die Paralympics sind für Sportler mit Behinderung.
Die DBSJ findet: Beide Spiele gehören zusammen.
Beide Spiele sind gleich wichtig.
Aber in den Nachrichten steht oft nur: Olympische Spiele.
Auch in der Werbung steht oft nur: Olympische Spiele.
Werbung zeigt ein Produkt.
Menschen sollen das Produkt dann kaufen.
Die Paralympics werden oft vergessen.
Das findet die DBSJ nicht gut.
Für Kinder mit Behinderung sind die Paralympics sehr wichtig.
Für Jugendliche mit Behinderung sind die Paralympics sehr wichtig.
Die Spiele zeigen: Jeder kann Sport machen.
Jeder kann sehr gut sein im Sport.
Das macht Kinder mit Behinderung stark.
Das gibt ihnen Mut.
Die Paralympics zeigen auch: Vielfalt ist gut.
Vielfalt bedeutet: Es gibt viele verschiedene Dinge.
Zum Beispiel verschiedene Menschen oder Tiere.
Menschen mit Behinderung gehören dazu.
Das ist wichtig für den Sport.
Und das ist wichtig für alle Menschen.
Die DBSJ sagt: Die Olympischen Spiele und die Paralympics gehören zusammen.
Zusammen sind sie die größte Sport-Veranstaltung der Welt.
Deshalb muss man beide Spiele gleich behandeln.
Auch in der Sprache.
Auch in der Werbung.
Wenn man nur von Olympischen Spielen spricht, dann denkt man: Menschen mit Behinderung sind nicht so wichtig.
Das ist falsch.
Die DBSJ will: Alle sollen dazu-gehören.
Sportler mit Behinderung und Sportler ohne Behinderung.
Alle sind gleich wichtig.
Die DBSJ sagt: Inklusion bedeutet: Alle machen mit.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Alle gehören dazu.
Das muss man auch in der Sprache zeigen.
Das muss man auch in Bildern zeigen.
Nur dann ist es echte Inklusion.

Foto: DBSJ
FRECHEN (kobinet) Die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland von Anfang an als untrennbare Einheit gedacht und kommuniziert werden. In seiner aktuellen Stellungnahme kritisiert die DBSJ, dass in der öffentlichen Kampagne zur möglichen Bewerbung Deutschlands um Olympische und Paralympische Spiele bislang überwiegend von "Olympischen Spielen" die Rede ist – während die Paralympischen Spiele zu häufig nur am Rande oder gar nicht erwähnt werden.
Für Kinder und Jugendliche mit Behinderung sind die Paralympischen Spiele weit mehr als ein Sportereignis. Sie machen sichtbar, dass Spitzenleistungen unabhängig von körperlichen Voraussetzungen möglich sind, stärken Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit und zeigen, wie Vielfalt den Sport und unsere Gesellschaft positiv bewegt. Gerade deshalb ist es aus Sicht der DBSJ nicht hinnehmbar, dass die paralympische Dimension in der aktuellen öffentlichen Kommunikation zur Bewerbung bislang zu wenig Beachtung findet.
Die Stellungnahme erinnert daran, dass Olympische und Paralympische Spiele gemeinsam die größte Sportveranstaltung der Welt bilden – und damit auch kommunikativ als gleichwertiger Teil eines gemeinsamen Konzeptes behandelt werden müssen. Eine rein olympiazentrierte Sprache widerspricht dem Anspruch auf Inklusion ebenso wie den Leitlinien des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) und des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).
Zugleich betont die DBSJ, dass ein glaubwürdiges „Wir-Gefühl“ nur dann entstehen kann, wenn wirklich alle gemeint sind: Athlet*innen mit und ohne Behinderung, im Spitzen- wie im Nachwuchssport. Wenn in Kampagnen und offiziellen Verlautbarungen nur von „den Olympischen Spielen“ gesprochen wird, entsteht der Eindruck, dass Menschen mit Behinderung lediglich „optional“ Teil dieses „Wir“ sind. Für die Jugend im Behindertensport ist jedoch klar: Inklusive Sprache, inklusive Bilder und inklusive Beteiligung sind keine Zusatzoption, sondern Voraussetzung für eine zukunftsfähige Sportlandschaft.

Foto: DBSJ
FRECHEN (kobinet) Die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland von Anfang an als untrennbare Einheit gedacht und kommuniziert werden. In seiner aktuellen Stellungnahme kritisiert die DBSJ, dass in der öffentlichen Kampagne zur möglichen Bewerbung Deutschlands um Olympische und Paralympische Spiele bislang überwiegend von "Olympischen Spielen" die Rede ist – während die Paralympischen Spiele zu häufig nur am Rande oder gar nicht erwähnt werden.
Für Kinder und Jugendliche mit Behinderung sind die Paralympischen Spiele weit mehr als ein Sportereignis. Sie machen sichtbar, dass Spitzenleistungen unabhängig von körperlichen Voraussetzungen möglich sind, stärken Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit und zeigen, wie Vielfalt den Sport und unsere Gesellschaft positiv bewegt. Gerade deshalb ist es aus Sicht der DBSJ nicht hinnehmbar, dass die paralympische Dimension in der aktuellen öffentlichen Kommunikation zur Bewerbung bislang zu wenig Beachtung findet.
Die Stellungnahme erinnert daran, dass Olympische und Paralympische Spiele gemeinsam die größte Sportveranstaltung der Welt bilden – und damit auch kommunikativ als gleichwertiger Teil eines gemeinsamen Konzeptes behandelt werden müssen. Eine rein olympiazentrierte Sprache widerspricht dem Anspruch auf Inklusion ebenso wie den Leitlinien des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) und des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).
Zugleich betont die DBSJ, dass ein glaubwürdiges „Wir-Gefühl“ nur dann entstehen kann, wenn wirklich alle gemeint sind: Athlet*innen mit und ohne Behinderung, im Spitzen- wie im Nachwuchssport. Wenn in Kampagnen und offiziellen Verlautbarungen nur von „den Olympischen Spielen“ gesprochen wird, entsteht der Eindruck, dass Menschen mit Behinderung lediglich „optional“ Teil dieses „Wir“ sind. Für die Jugend im Behindertensport ist jedoch klar: Inklusive Sprache, inklusive Bilder und inklusive Beteiligung sind keine Zusatzoption, sondern Voraussetzung für eine zukunftsfähige Sportlandschaft.




