BERLIN (kobinet)
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk hat eine Warnung.
Das Kinder-Hilfs-Werk ist eine Organisation.
Die Warnung ist über eine geplante Reform.
Eine Reform bedeutet: Etwas wird verändert.
Die Reform ist beim Bürger-Geld.
Bürger-Geld ist Geld vom Staat für arme Menschen.
Das Kinder-Hilfs-Werk sagt: Denkt an die Kinder.
Denkt auch an die Jugendlichen.
Holger Hofmann arbeitet beim Deutschen Kinder-Hilfs-Werk.
Er ist der Bundes-Geschäfts-Führer.
Der Bundes-Geschäfts-Führer ist der Chef von allen Geschäfts-Stellen in Deutschland.
Er sagt: Es darf keine Strafen geben.
Die Strafen sind für Familien mit Kindern.
Strafen bedeutet: Die Familie bekommt weniger Geld.
Das trifft die Kinder sehr hart.
Die Kinder können nichts für ihre Eltern.
Die Eltern machen vielleicht etwas falsch.
Dann bekommen sie weniger Geld.
Das Geld reicht schon jetzt kaum.
Noch weniger Geld ist sehr schlimm für Kinder.
Das verstößt gegen die Kinder-Rechte der UN.
Verstößt bedeutet: Jemand hält sich nicht an eine Regel.
Die UN ist eine Organisation für alle Länder.
Die UN hat Regeln für Kinder-Rechte aufgeschrieben.
Dort steht: Kinder haben ein Recht.
Das Recht ist auf soziale Sicherheit.
Soziale Sicherheit bedeutet: genug Geld zum Leben.
Das ist ein Schutz vom Staat.
Kinder haben auch ein Recht auf gute Lebens-Bedingungen.
Lebens-Bedingungen sind alles, was zum Leben wichtig ist.
Eigentlich wird nur das Geld der Eltern gekürzt.
Gekürzt bedeutet: weniger gemacht.
Aber die ganze Familie hat dann weniger Geld.
Die Kinder leiden also auch darunter.
Das ist wie eine Strafe für die Kinder.
Obwohl die Kinder nichts falsch gemacht haben.
Manchmal wird auch die Miete nicht mehr bezahlt.
Das bedeutet: Die Familie muss aus der Wohnung raus.
Die Familie wird obdach-los.
Obdach-los bedeutet: ohne Wohnung.
Das darf nicht passieren.
Die Reform darf nicht auf Kosten der Kinder gehen.
Holger Hofmann sagt noch mehr:
Kinder wachsen lange Zeit in Armut auf.
Sie haben weniger Möglichkeiten als andere Kinder.
Sie können weniger lernen und mitmachen.
Das hat schlimme Folgen für ihr ganzes Leben.
Das schadet ihrer Entwicklung und ihrer Zukunft.
Entwicklung bedeutet: Etwas verändert sich mit der Zeit.
Alle Kinder brauchen mehr als nur das Nötigste.
Sie müssen am Leben in der Gesellschaft teilnehmen können.
Eine Gesellschaft ist eine Gruppe von Menschen.
Teilnehmen bedeutet: mitmachen können.
Zum Beispiel bei Freizeit-Angeboten oder in der Bildung.
In den Kinder-Häusern ist die Situation schwierig.
Kinder-Häuser sind Orte für Kinder.
Die Mit-Arbeiter müssen sich immer mehr um Essen kümmern.
Sie haben keine Zeit mehr für Bildung oder Freizeit.
Etwa 30 von 100 Menschen bei den Tafeln sind Kinder.
Tafeln sind Orte für kostenlose Lebens-Mittel.
Aber nur 17 von 100 Menschen in Deutschland sind Kinder.
Das zeigt: Viele Kinder sind arm.
Viel mehr Kinder als normal brauchen Hilfe.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk fordert:
Die Bekämpfung von Kinder-Armut muss wichtiger werden.
Bekämpfung bedeutet: etwas dagegen tun.
Kein Kind darf zurück-gelassen werden.
Alle Kinder sollen gut und gesund aufwachsen können.
Alle Kinder sollen gleich gute Chancen haben.
Das gilt überall in Deutschland.
Egal wo ein Kind wohnt.
Egal wie viel Geld die Eltern haben.
Das Kinder-Hilfs-Werk hat einen Vorschlag:
Kinder und Jugendliche brauchen eigenes Geld.
Das Geld ist nur für sie.
Zusätzlich brauchen sie gute Angebote.
Die Angebote sind für Bildung und Teilnahme.
Die Angebote müssen gerecht sein.
Die Angebote müssen leicht zu erreichen sein.
Die Angebote müssen Armut verhindern.
Die Angebote müssen dort sein wo die Kinder leben.
Kinder brauchen auch Resilienz.
Resilienz bedeutet: innere Stärke.
Ein Mensch ist stark.
Das kann man durch Mit-Bestimmung fördern.
Mit-Bestimmung bedeutet: Kinder dürfen mit-reden und mit-entscheiden.
Auch Sport und Spiel machen Kinder stark.

Foto: Pixabay/Prawny
BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt bei der geplanten Bürgergeldreform ein besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche an. "Es sollte beim neuen Grundsicherungsgeld keine Sanktionen für Familien mit Kindern geben, da diese Kinder in jedem Fall unverhältnismäßig hart treffen. Hier darf es keine Mithaftung von Kindern für ihre Eltern geben. Jede Kürzung der ohnehin schon zu knappen Regelsätze bringt eine ungerechtfertigte, außergewöhnliche Härte für die Kinder mit sich und verstößt gegen das in der UN-Kinderrechtskonvention normierte Recht auf soziale Sicherheit und angemessene Lebensbedingungen. Zwar werden offiziell nur die Regelsätze der Eltern gekürzt, Kinder werden aber, da das Geld in den Familien durch Sanktionen insgesamt noch knapper wird, indirekt für das Verhalten der Eltern mit bestraft." betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte über den Entwurf eines Dreizehnten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze.
Und wenn neben der Regelsatzkürzung auch die Mietzahlungen eingestellt werden, droht den Kindern mit ihren Familien die Obdachlosigkeit. Das darf nicht sein, eine Reform des Bürgergeldes darf niemals auf dem Rücken der ohnehin schon unter Druck stehenden Kinder erfolgen.
„Je länger Kinder in Armut aufwachsen und unter Teilhabe- und Bildungsbenachteiligungen leiden, desto weitreichender sind die Langzeitfolgen für ihre Entwicklung und beruflichen Perspektiven. Demgegenüber brauchen wir nicht nur die Ausstattung von Kindern mit dem Allernötigsten, sondern für alle Kinder muss gesellschaftliche Teilhabe ausreichend möglich sein. In unseren Kinderhäusern müssen sich die Fachkräfte zunehmend um die Versorgung der Kinder anstatt um Bildungs- und Freizeitangebote kümmern. Schon jetzt sind rund 30 Prozent der Kundinnen und Kunden der Tafeln Kinder, bei einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von rund 17 Prozent. Auch das zeigt, dass hier vieles im Argen liegt“, so Hofmann weiter.
Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes muss deshalb die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland endlich priorisiert werden. Kein Kind zurücklassen bedeutet in diesem Zusammenhang, allen Kindern ein gutes und gesundes Aufwachsen sowie gleichwertige Lebensverhältnisse unabhängig von ihrem Wohnort und ihrer sozialen Herkunft zu ermöglichen. Dies kann aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes nur durch das Zusammenspiel einer eigenständigen finanziellen Leistung für Kindern und Jugendliche mit einer gleichzeitigen Absicherung ihrer Bildungs- und Teilhabebedarfe durch ein chancengerechtes, leicht zugängliches und armutspräventives Angebot in ihrem Lebensumfeld gelingen. Zudem müssen wir ihre Resilienz durch Angebote der Mitbestimmung, durch Sport und Spiel stärken.

Foto: Pixabay/Prawny
BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt bei der geplanten Bürgergeldreform ein besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche an. "Es sollte beim neuen Grundsicherungsgeld keine Sanktionen für Familien mit Kindern geben, da diese Kinder in jedem Fall unverhältnismäßig hart treffen. Hier darf es keine Mithaftung von Kindern für ihre Eltern geben. Jede Kürzung der ohnehin schon zu knappen Regelsätze bringt eine ungerechtfertigte, außergewöhnliche Härte für die Kinder mit sich und verstößt gegen das in der UN-Kinderrechtskonvention normierte Recht auf soziale Sicherheit und angemessene Lebensbedingungen. Zwar werden offiziell nur die Regelsätze der Eltern gekürzt, Kinder werden aber, da das Geld in den Familien durch Sanktionen insgesamt noch knapper wird, indirekt für das Verhalten der Eltern mit bestraft." betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte über den Entwurf eines Dreizehnten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze.
Und wenn neben der Regelsatzkürzung auch die Mietzahlungen eingestellt werden, droht den Kindern mit ihren Familien die Obdachlosigkeit. Das darf nicht sein, eine Reform des Bürgergeldes darf niemals auf dem Rücken der ohnehin schon unter Druck stehenden Kinder erfolgen.
„Je länger Kinder in Armut aufwachsen und unter Teilhabe- und Bildungsbenachteiligungen leiden, desto weitreichender sind die Langzeitfolgen für ihre Entwicklung und beruflichen Perspektiven. Demgegenüber brauchen wir nicht nur die Ausstattung von Kindern mit dem Allernötigsten, sondern für alle Kinder muss gesellschaftliche Teilhabe ausreichend möglich sein. In unseren Kinderhäusern müssen sich die Fachkräfte zunehmend um die Versorgung der Kinder anstatt um Bildungs- und Freizeitangebote kümmern. Schon jetzt sind rund 30 Prozent der Kundinnen und Kunden der Tafeln Kinder, bei einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von rund 17 Prozent. Auch das zeigt, dass hier vieles im Argen liegt“, so Hofmann weiter.
Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes muss deshalb die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland endlich priorisiert werden. Kein Kind zurücklassen bedeutet in diesem Zusammenhang, allen Kindern ein gutes und gesundes Aufwachsen sowie gleichwertige Lebensverhältnisse unabhängig von ihrem Wohnort und ihrer sozialen Herkunft zu ermöglichen. Dies kann aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes nur durch das Zusammenspiel einer eigenständigen finanziellen Leistung für Kindern und Jugendliche mit einer gleichzeitigen Absicherung ihrer Bildungs- und Teilhabebedarfe durch ein chancengerechtes, leicht zugängliches und armutspräventives Angebot in ihrem Lebensumfeld gelingen. Zudem müssen wir ihre Resilienz durch Angebote der Mitbestimmung, durch Sport und Spiel stärken.




