HANNOVER (kobinet)
Der Sozial-Verband Deutschland hat eine Umfrage gemacht.
Das ist eine Gruppe, die anderen Menschen hilft und sich für ihre Rechte einsetzt.
Dabei werden viele Menschen die gleichen Fragen gestellt.
So erfährt man die Meinung von vielen Menschen.
Das kurze Wort ist: SoVD.
Fast 80 von 100 Menschen in Deutschland sagen: Der Staat hilft zu wenig.
Es geht um Menschen die andere pflegen.
In Nieder-Sachsen ist das besonders wichtig.
Dort pflegen Angehörige 85 von 100 kranke Menschen zu Hause.
Pflege-bedürftig bedeutet: Ein Mensch braucht Hilfe im Alltag.
Zum Beispiel beim Waschen, Anziehen oder Essen.
Der SoVD fordert: Die Landes-Regierung muss mehr helfen.
Das sind die Minister, die für das Bundes-Land entscheiden.
Ambulante Pflege-Dienste brauchen mehr Geld.
Das sind Helfer, die in die Wohnung kommen.
Sie helfen kranken Menschen zu Hause beim Waschen, Anziehen und geben Medikamente.
Pflegende Angehörige brauchen mehr Unter-Stützung.
Immer mehr Menschen in Nieder-Sachsen werden zu Hause gepflegt.
Viele wollen in ihrer Wohnung bleiben.
Viele können sich kein Pflege-Heim leisten.
Die Angehörigen pflegen dann selbst.
Dirk Swinke ist Chef vom SoVD in Nieder-Sachsen.
Dirk Swinke sagt: Angehörige sind der größte Pflege-Dienst in Deutschland.
Aber Angehörige bekommen viel zu wenig Hilfe.
Eine Firma hat im Auftrag vom SoVD gefragt.
Die Firma heißt: Civey.
Die Antworten zeigen: Pflegende Angehörige fühlen sich allein gelassen.
Die Politik macht zu wenig für pflegende Angehörige.
Es fehlt Wert-Schätzung.
Das bedeutet: Man achtet und respektiert einen anderen Menschen.
Man zeigt: Du bist wichtig und deine Arbeit ist wichtig.
Es fehlt Entlastung.
Das bedeutet: Jemand bekommt Hilfe und muss dann weniger arbeiten.
Die Person hat dann mehr Zeit für sich.
Dirk Swinke sagt: Das kann nicht so weiter gehen.
Die Politik muss schnell etwas ändern.
Der SoVD fordert: Ambulante Pflege-Dienste brauchen mehr Geld.
Ambulante Pflege-Dienste helfen den Angehörigen sehr.
Die Landes-Regierung muss mehr Hilfs-Angebote machen.
Die Hilfs-Angebote müssen direkt vor Ort sein.
Die Hilfs-Angebote müssen einfach zu nutzen sein.
Besonders wichtig ist: Das Land Nieder-Sachsen muss beim Bund fordern: Es braucht eine Pflege-Voll-Versicherung.
Das ist eine Versicherung, die alle Kosten für die Pflege bezahlt.
Niemand muss selbst zahlen.
Es braucht ein Familien-Pflege-Geld.
Das ist Geld vom Staat für Familien, die einen kranken Menschen pflegen.
Es braucht eine Pflege-Bürger-Versicherung.
Das ist eine Versicherung, in die alle Menschen einzahlen.
Reiche Menschen zahlen mehr, arme Menschen zahlen weniger.
Die Versicherung bezahlt dann für die Pflege.
Die Umfrage vom SoVD zeigt: 80 von 100 Menschen finden eine Pflege-Bürger-Versicherung gut.

Foto: SoVD
HANNOVER (kobinet) Eine Umfrage des Sozialverbands Deutschland (SoVD) zeig, dass fast 80 Prozent der Befragten in Deutschland die staatliche Unterstützung für pflegende Angehörige als unzureichend ansehen. Für Niedersachsen hat dieses Ergebnis besondere Bedeutung, da etwa 85 Prozent der Pflegebedürftigen von Angehörigen zuhause versorgt werden. Der SoVD in Niedersachsen fordert deshalb von der Landesregierung, ambulante Pflegedienste nachhaltiger zu finanzieren und pflegende Angehörige spürbar zu entlasten.
Immer mehr Menschen in Niedersachsen werden im Pflegefall zuhause betreut. Meistens, weil sie in ihrer vertrauten Umgebung bleiben möchten, häufig aber auch, weil ein Platz im Pflegeheim zu teuer ist. Die Pflege wird dann in erster Linie von Angehörigen übernommen. „Sie sind der größte Pflegedienst Deutschlands, bekommen aber viel zu wenig Unterstützung“, stellt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, fest. Das bestätige auch die Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des Verbands durchgeführt hat. „Die Zahlen machen deutlich, dass sich pflegende Angehörige von der Politik im Stich gelassen fühlen. Es fehlt an Wertschätzung und Entlastung“, so Swinke weiter. Das könne nicht so weitergehen, die Politik müsse die Notbremse ziehen.
Aus SoVD-Sicht sind vor allem eine Stärkung und eine nachhaltige Finanzierung von ambulanten Pflegediensten nötig, da sie wesentlich zur Entlastung der Angehörigen beitragen. „Außerdem muss die Landesregierung für mehr niedrigschwellige Unterstützungsangebote direkt vor Ort sorgen“, fordert der Vorstandsvorsitzende. Besonders wichtig sei es aber, dass sich das Land auf Bundesebene für eine Pflegevollversicherung, die alle Leistungen übernimmt, die Einführung eines Familienpflegegelds und für eine Pflege-Bürgerversicherung, in die alle einzahlen, einsetzt. Letztere wird auch von rund 80 Prozent der Befragten der SoVD-Erhebung positiv gesehen.

Foto: SoVD
HANNOVER (kobinet) Eine Umfrage des Sozialverbands Deutschland (SoVD) zeig, dass fast 80 Prozent der Befragten in Deutschland die staatliche Unterstützung für pflegende Angehörige als unzureichend ansehen. Für Niedersachsen hat dieses Ergebnis besondere Bedeutung, da etwa 85 Prozent der Pflegebedürftigen von Angehörigen zuhause versorgt werden. Der SoVD in Niedersachsen fordert deshalb von der Landesregierung, ambulante Pflegedienste nachhaltiger zu finanzieren und pflegende Angehörige spürbar zu entlasten.
Immer mehr Menschen in Niedersachsen werden im Pflegefall zuhause betreut. Meistens, weil sie in ihrer vertrauten Umgebung bleiben möchten, häufig aber auch, weil ein Platz im Pflegeheim zu teuer ist. Die Pflege wird dann in erster Linie von Angehörigen übernommen. „Sie sind der größte Pflegedienst Deutschlands, bekommen aber viel zu wenig Unterstützung“, stellt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, fest. Das bestätige auch die Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des Verbands durchgeführt hat. „Die Zahlen machen deutlich, dass sich pflegende Angehörige von der Politik im Stich gelassen fühlen. Es fehlt an Wertschätzung und Entlastung“, so Swinke weiter. Das könne nicht so weitergehen, die Politik müsse die Notbremse ziehen.
Aus SoVD-Sicht sind vor allem eine Stärkung und eine nachhaltige Finanzierung von ambulanten Pflegediensten nötig, da sie wesentlich zur Entlastung der Angehörigen beitragen. „Außerdem muss die Landesregierung für mehr niedrigschwellige Unterstützungsangebote direkt vor Ort sorgen“, fordert der Vorstandsvorsitzende. Besonders wichtig sei es aber, dass sich das Land auf Bundesebene für eine Pflegevollversicherung, die alle Leistungen übernimmt, die Einführung eines Familienpflegegelds und für eine Pflege-Bürgerversicherung, in die alle einzahlen, einsetzt. Letztere wird auch von rund 80 Prozent der Befragten der SoVD-Erhebung positiv gesehen.




