Berlin (kobinet)
Heute ist der 3. Dezember.
Das ist ein besonderer Tag.
Der Tag heißt: Internationaler Tag für Menschen mit Behinderung.
Den Tag gibt es seit dem Jahr 1992.
Die ISL macht sich Sorgen.
ISL bedeutet: Interessen-Vertretung Selbst-bestimmt Leben in Deutschland.
Interessen-Vertretung bedeutet: Eine Person spricht für andere Menschen.
Die Person sagt, was die Menschen wollen.
Die Person kämpft für die Rechte der Menschen.
Die ISL sagt: Die Lage ist schlecht.
Inklusion kommt nicht voran.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind dabei.
Niemand wird ausgeschlossen.
Menschen mit Behinderung werden immer noch ausgeschlossen.
Die ISL nennt mehrere Gründe dafür.
Ein Grund ist das neue Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Die Abkürzung ist: BGG.
Der Entwurf für das Gesetz ist schlecht.
Das sagt die ISL.
Ein anderer Grund ist die Eingliederungs-Hilfe.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Du bekommst Unterstützung.
Die Hilfe ist für Menschen mit Behinderung.
Die Eingliederungs-Hilfe wird neu gemacht.
Aber Menschen mit Behinderung dürfen nicht mit-reden.
Das ist nicht richtig.
Es gibt auch Probleme beim Bürger-Geld.
Und es gibt Probleme bei der Rente.
Besonders für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.
Psychische Beeinträchtigungen bedeutet: Probleme mit der Seele.
Die neuen Regeln machen das Leben schwerer.
Der internationale Tag soll wichtig sein.
Er soll zeigen: Menschen mit Behinderung haben Rechte.
Diese Rechte sind Menschen-Rechte.
Das bedeutet: Jeder Mensch hat diese Rechte.
Zum Beispiel das Recht auf Barriere-Freiheit.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können alles benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Zum Beispiel das Recht auf Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: Überall mit-machen können.
Du bist dabei und kannst mit-entscheiden.
Und das Recht auf Selbst-Bestimmung.
Selbst-Bestimmung bedeutet: Du entscheidest für dich selbst.
Niemand sagt dir was du tun sollst.
Diese Rechte stehen in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
UN bedeutet: Vereinte Nationen.
Das ist ein Zusammen-Schluss von vielen Ländern.
Deutschland hat die Konvention im Jahr 2009 unterschrieben.
Deshalb muss Deutschland sich daran halten.
Die Rechte stehen auch im Grund-Gesetz.
Das Grund-Gesetz ist das wichtigste deutsche Gesetz.
Im Artikel 3 Absatz 3 steht:
Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Benachteiligt bedeutet: Schlechter behandelt.
Die ISL kritisiert mehrere Dinge:
Die Regierung redet schlecht über die Kosten.
Sie sagt: Die Kosten für Teil-Habe sind zu hoch.
Und sie plant neue Regeln für die Eingliederungs-Hilfe.
Aber Menschen mit Behinderung dürfen nicht mit-reden.
Das ist nicht richtig.
Die Regierung fördert weiter Sonder-Schulen.
Und sie fördert Wohn-Heime.
Und sie fördert Werkstätten für Menschen mit Behinderung.
Das ist nicht inklusiv.
Der neue Entwurf für das BGG ist schlecht.
Er schafft keine Barriere-Freiheit in privaten Firmen.
Dadurch werden Menschen mit Behinderung ausgegrenzt.
Und sie werden diskriminiert.
Diskriminierung bedeutet: Jemand wird ungerecht behandelt.
Die Person wird benachteiligt.
Die neuen Pläne für die Rente sind schlecht.
Es geht um die Erwerbs-Minderungs-Rente.
Das ist eine Rente für Menschen mit Behinderung.
Die Menschen können nicht mehr arbeiten.
Deshalb bekommen sie Geld vom Staat.
Die neuen Pläne für das Bürger-Geld sind auch schlecht.
Besonders für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.
Die neuen Regeln bedrohen ihre Existenz.
Existenz bedeutet: Das Leben von einem Menschen.
Die ISL fordert:
Inklusion ist kein Luxus!
Inklusion ist ein Recht!
Die ISL fordert echte Partizipation.
Partizipation bedeutet: Mit-machen und mit-bestimmen.
Du bist dabei und kannst mit-reden.
Menschen mit Behinderung müssen mit-reden können.
Die ISL fordert mehr Einsatz von der Regierung.
Deutschland muss mehr für Inklusion tun.
Inklusion muss gelebt werden.
Informationen zur ISL:
Die ISL ist eine Menschen-Rechts-Organisation.
Sie vertritt Menschen mit Behinderung.
Sie ist die Dach-Organisation der Zentren für Selbst-bestimmtes Leben.
Dach-Organisation bedeutet: Übergeordnete Organisation.
Die ISL wurde nach einem Vorbild aus den USA gegründet.
Das Vorbild heißt: Independent Living Movement.
Das bedeutet: Bewegung für selbst-bestimmtes Leben.
Das ist eine Gruppe von Menschen mit Behinderung.
Sie kämpfen dafür, selbst über ihr Leben zu bestimmen.
Das Ziel der ISL ist: Selbst-Bestimmung für Menschen mit Behinderung.
Und zwar in ganz Deutschland.

Foto: ISL
Berlin (kobinet) Zum heutigen internationalen Tag für Menschen mit Behinderung, der seit 1992 am 3. Dezember begangen wird, sieht die die Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) schwarz: denn ein weiteres Vorankommen auf dem Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft ist stark gefährdet. Deutlich wurde das nach Informationen der Selbstvertretungsorganisation zuletzt durch den enttäuschenden Referentenentwurf zum Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), die nicht partizipativ angelegte Neugestaltung der Eingliederungshilfe oder Verschärfungen für psychisch beeinträchtigte Menschen in der geplanten Bürgergeld- und Rentenreform.
Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung soll ein stärkeres Bewusstsein für die Rechte behinderter Menschen schaffen. Er soll der Bevölkerung deutlich machen, dass Barrierefreiheit, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit einer Behinderung selbstverständliche Menschenrechte sind. In der UN-Behindertenrechtskonvention sind diese Rechte niedergeschrieben. Durch die Ratifizierung im Jahr 2009 ist diese für Deutschland bindend. Die Versagung gleichberechtigter Teilhabe ist auch ein Verstoß gegen das Grundgesetz Artikel 3 Absatz 3. „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, heißt es in einer Presseinformation der ISL. Und weiter heißt es von der ISL:
- „Statt polemischer Äußerungen zu explodierten Kosten für Teilhabeleistungen und „Dialogprozesse“ zur Novellierung der Eingliederungshilfe im geheimen Kämmerlein ohne Selbstvertreter*innen,
- statt der weiteren Förderung von Sonderschulen, Wohnheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen,
- statt eines Gesetzesentwurfes zum Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), der keine Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft schafft und damit Ausgrenzung und Diskriminierung festigt,
- statt der bewussten Inkaufnahme existenzbedrohender Konsequenzen in den Reformplänen für die Erwerbsminderungs-Rente und das Bürgergeld insbesondere für psychisch beeinträchtigte Menschen
fordern wir: Inklusion ist kein Luxus!
Wir brauchen echte Partizipationsprozesse! Wir brauchen endlich eine bundespolitische Kraftanstrengung hin zu gelebter Inklusion in Deutschland!“
Zur ISL:
Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ist eine menschenrechtsorientierte Selbstvertretungsorganisation und die Dachorganisation der Zentren für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. Sie wurde nach dem Vorbild der US-amerikanischen „Independent Living Movement“ gegründet, um die Selbstbestimmung behinderter Menschen auch in Deutschland durchzusetzen.

Foto: ISL
Berlin (kobinet) Zum heutigen internationalen Tag für Menschen mit Behinderung, der seit 1992 am 3. Dezember begangen wird, sieht die die Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) schwarz: denn ein weiteres Vorankommen auf dem Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft ist stark gefährdet. Deutlich wurde das nach Informationen der Selbstvertretungsorganisation zuletzt durch den enttäuschenden Referentenentwurf zum Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), die nicht partizipativ angelegte Neugestaltung der Eingliederungshilfe oder Verschärfungen für psychisch beeinträchtigte Menschen in der geplanten Bürgergeld- und Rentenreform.
Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung soll ein stärkeres Bewusstsein für die Rechte behinderter Menschen schaffen. Er soll der Bevölkerung deutlich machen, dass Barrierefreiheit, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit einer Behinderung selbstverständliche Menschenrechte sind. In der UN-Behindertenrechtskonvention sind diese Rechte niedergeschrieben. Durch die Ratifizierung im Jahr 2009 ist diese für Deutschland bindend. Die Versagung gleichberechtigter Teilhabe ist auch ein Verstoß gegen das Grundgesetz Artikel 3 Absatz 3. „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, heißt es in einer Presseinformation der ISL. Und weiter heißt es von der ISL:
- „Statt polemischer Äußerungen zu explodierten Kosten für Teilhabeleistungen und „Dialogprozesse“ zur Novellierung der Eingliederungshilfe im geheimen Kämmerlein ohne Selbstvertreter*innen,
- statt der weiteren Förderung von Sonderschulen, Wohnheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen,
- statt eines Gesetzesentwurfes zum Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), der keine Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft schafft und damit Ausgrenzung und Diskriminierung festigt,
- statt der bewussten Inkaufnahme existenzbedrohender Konsequenzen in den Reformplänen für die Erwerbsminderungs-Rente und das Bürgergeld insbesondere für psychisch beeinträchtigte Menschen
fordern wir: Inklusion ist kein Luxus!
Wir brauchen echte Partizipationsprozesse! Wir brauchen endlich eine bundespolitische Kraftanstrengung hin zu gelebter Inklusion in Deutschland!“
Zur ISL:
Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ist eine menschenrechtsorientierte Selbstvertretungsorganisation und die Dachorganisation der Zentren für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen. Sie wurde nach dem Vorbild der US-amerikanischen „Independent Living Movement“ gegründet, um die Selbstbestimmung behinderter Menschen auch in Deutschland durchzusetzen.




