BERLIN (kobinet)
Die Europäische Union hat einen Bericht gemacht.
Die Europäische Union ist eine Gruppe von Ländern.
27 Länder aus Europa arbeiten zusammen.
Ein Bericht ist ein Text.
In dem Text stehen Informationen über etwas.
Der Bericht zeigt: Menschen mit Behinderungen werden oft schlecht behandelt.
Eine Behinderung macht Sachen schwierig.
Manche Dinge gehen nicht so leicht.
Das passiert in Einrichtungen.
Eine Einrichtung ist ein besonderer Ort.
Dort bekommen Menschen Hilfe.
Zum Beispiel ein Wohn-Heim oder eine Werk-Statt.
In der EU leben über 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen.
Viele von ihnen erleben Gewalt.
Gewalt bedeutet: Jemand tut einem anderen weh.
Das kann mit Schlagen sein.
Oder mit bösen Worten.
Das kann körperlich sein.
Körperlich bedeutet: Es geht um den Körper.
Zum Beispiel die Arme und Beine.
Oder mit Worten.
Diese Arten von Gewalt gibt es:
Menschen werden angeschrien.
Menschen werden beleidigt.
Menschen bekommen zu viele Medikamente.
Ein Medikament hilft dir gesund zu werden.
Tabletten sind zum Beispiel Medikamente.
Menschen werden fest-gehalten.
Menschen werden geschlagen.
Besonders gefährdet sind:
Menschen mit geistiger Behinderung.
Geistige Behinderung bedeutet: Jemand lernt langsamer als andere.
Manche Sachen sind schwerer zu verstehen.
Kinder mit Behinderungen.
Alte Menschen mit Behinderungen.
Warum passiert das?
Es gibt zu wenig Personal in den Einrichtungen.
Personal sind die Mit-Arbeiter.
Sie arbeiten in einer Einrichtung.
Sie helfen den Menschen dort.
Es gibt zu wenig Geld.
Viele Opfer denken: Das ist normal.
Ein Opfer ist eine Person.
Dieser Person ist etwas Schlimmes passiert.
Zum Beispiel: Die Person wurde verletzt.
Sie wissen nicht: Das ist nicht richtig.
Die EU sagt: Das muss sich ändern.
Die Länder müssen Menschen mit Behinderungen besser schützen.
Gewalt muss verhindert werden.
Täter müssen bestraft werden.
Ein Täter ist eine Person.
Diese Person hat etwas Verbotenes gemacht.
Zum Beispiel: Die Person hat jemanden verletzt.
Es gibt einen Bericht zu diesem Thema.
Der Bericht heißt: Places of care = places of safety?
Das bedeutet auf Deutsch: Sind Pflege-Orte sichere Orte?
Den Bericht kann man im Internet lesen.
Der Bericht ist auf Englisch.

Foto: omp
BERLIN (kobinet) Ein heute von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) veröffentlichter Bericht zeigt, wie die Normalisierung von Gewalt, Barrieren bei der Meldung von Missbrauch und ein Mangel an wirksamer Überwachung die Rechte von Menschen mit Behinderungen untergraben. Vernachlässigung, Missbrauch und Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen, die in Einrichtungen leben, sind in der gesamten EU weit verbreitet Die FRA fordert die EU-Staaten auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um Gewalt zu verhindern, Opfer zu schützen und Einrichtungen zur Rechenschaft zu ziehen.
Mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in der EU leben in Einrichtungen. Im Rahmen des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) unterliegen die Europäische Union und die Mitgliedstaaten Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Deinstitutionalisierung, denen sie jedoch nicht nachkommen. Daher erleben viele Menschen, die in Einrichtungen leben, Verletzungen ihrer Grund- und Menschenrechte.
Zu den in dem Bericht hervorgehobenen Formen von Gewalt zählen verbale Gewalt wie Anschreien und Beleidigungen, Zwangsbehandlungen und Übermedikation, Anwendung von freiheitsbeschränkenden und -entziehenden Maßnahmen, Arbeits- und finanzielle Ausbeutung sowie körperliche und sexualisierte Gewalt. Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, Kinder und ältere Menschen mit Behinderungen sind einem höheren Missbrauchsrisiko ausgesetzt. Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen werden durch chronischen Personalmangel und unzureichende Ressourcen begünstigt. Viele Opfer sehen Missbrauch als normal an und sind nicht ausreichend darüber informiert, was ihre Rechte sind und wie sie Missbrauch melden können. Dadurch entstehen dauerhafte Barrieren sowie eine Kultur des Schweigens und der Straflosigkeit.
Dieser heute veröffentlichte Bericht der FRA „Places of care = places of safety? Violence against persons with disabilities in institutions“ macht die Lücken im Schutz und in der Prävention von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung deutlich und kann auf dieser Internetseite (in englischer Sprache) nachgelesen werden.

Foto: omp
BERLIN (kobinet) Ein heute von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) veröffentlichter Bericht zeigt, wie die Normalisierung von Gewalt, Barrieren bei der Meldung von Missbrauch und ein Mangel an wirksamer Überwachung die Rechte von Menschen mit Behinderungen untergraben. Vernachlässigung, Missbrauch und Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen, die in Einrichtungen leben, sind in der gesamten EU weit verbreitet Die FRA fordert die EU-Staaten auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um Gewalt zu verhindern, Opfer zu schützen und Einrichtungen zur Rechenschaft zu ziehen.
Mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Behinderungen in der EU leben in Einrichtungen. Im Rahmen des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) unterliegen die Europäische Union und die Mitgliedstaaten Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Deinstitutionalisierung, denen sie jedoch nicht nachkommen. Daher erleben viele Menschen, die in Einrichtungen leben, Verletzungen ihrer Grund- und Menschenrechte.
Zu den in dem Bericht hervorgehobenen Formen von Gewalt zählen verbale Gewalt wie Anschreien und Beleidigungen, Zwangsbehandlungen und Übermedikation, Anwendung von freiheitsbeschränkenden und -entziehenden Maßnahmen, Arbeits- und finanzielle Ausbeutung sowie körperliche und sexualisierte Gewalt. Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, Kinder und ältere Menschen mit Behinderungen sind einem höheren Missbrauchsrisiko ausgesetzt. Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen werden durch chronischen Personalmangel und unzureichende Ressourcen begünstigt. Viele Opfer sehen Missbrauch als normal an und sind nicht ausreichend darüber informiert, was ihre Rechte sind und wie sie Missbrauch melden können. Dadurch entstehen dauerhafte Barrieren sowie eine Kultur des Schweigens und der Straflosigkeit.
Dieser heute veröffentlichte Bericht der FRA „Places of care = places of safety? Violence against persons with disabilities in institutions“ macht die Lücken im Schutz und in der Prävention von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung deutlich und kann auf dieser Internetseite (in englischer Sprache) nachgelesen werden.




