HANNOVER (kobinet)
Heute war ein besonderer Tag.
Der Sozial-Verband Deutschland hat ein neues Buch vorgestellt.
Der Sozial-Verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Das Buch heißt: Schwarz-Buch sozial.
In dem Buch stehen viele Geschichten.
Die Geschichten zeigen: Viele Menschen werden ungerecht behandelt.
Der SoVD berät Menschen.
Beratung bedeutet: Jemand hilft anderen Menschen bei Problemen.
Die Menschen kommen mit ihren Problemen zum SoVD.
Der SoVD kennt sich gut aus.
Der SoVD gibt Tipps und Hilfe.
Die Geschichten im Buch kommen aus dieser Beratung.
Hier ist eine Geschichte aus dem Buch:
Eine Frau kann nicht gut laufen.
Sie braucht einen Elektro-Roll-Stuhl.
Ein Roll-Stuhl ist ein Stuhl mit Rädern.
Die Frau will auch ein besonderes Auto haben.
Das Auto muss barriere-frei sein.
Barriere-frei bedeutet: Es gibt keine Hindernisse.
Menschen mit Behinderung können alles gut nutzen.
Der Land-Kreis soll das bezahlen.
Der Land-Kreis ist ein Amt.
Aber der Land-Kreis sagt nein.
Der Land-Kreis sagt: Die Frau kann Bus und Bahn fahren.
Hier ist eine andere Geschichte:
Ein Mann ist sehr krank.
Er kann nicht mehr arbeiten.
Er braucht Geld zum Leben.
Er beantragt eine Erwerbs-Minderungs-Rente.
Erwerbs-Minderungs-Rente bedeutet: Geld für kranke Menschen.
Diese Menschen können nicht mehr arbeiten.
Die Renten-Versicherung zahlt dieses Geld.
Aber die Renten-Versicherung sagt nein.
Der Mann bekommt kein Geld.
Noch eine Geschichte aus dem Buch:
Eine Frau ist alt.
Sie bekommt eine gute Rente.
Aber sie muss in ein Pflege-Heim ziehen.
Ein Pflege-Heim ist ein Haus für alte Menschen.
Dort bekommen sie Hilfe und Pflege.
Das Pflege-Heim kostet sehr viel Geld.
Die Rente reicht nicht aus.
Die Frau muss Sozial-Hilfe beantragen.
Sozial-Hilfe ist Geld vom Staat.
Menschen ohne genug Geld bekommen diese Hilfe.
Warum werden so viele Menschen ungerecht behandelt?
Manchmal sind die Gesetze schlecht.
Manchmal denken die Ämter nur ans Geld.
Manchmal verstehen die Ämter die Menschen nicht.
Der SoVD hat deshalb Wünsche.
Diese Wünsche nennt man: Forderungen.
Die Forderungen gehen an die Ämter.
Die Forderungen gehen an die Politik.
Im Schwarz-Buch stehen mehr als 20 Geschichten.
Die Geschichten zeigen ein Problem.
Das Problem ist: Recht haben hilft nicht immer.
Man muss das Recht auch bekommen.
Menschen mit Behinderung haben oft Probleme.
Behinderung bedeutet: Manche Dinge gehen nicht so leicht.
Pflege-bedürftige Menschen haben auch oft Probleme.
Pflege-bedürftig bedeutet: Ein Mensch braucht Hilfe im Alltag.
Kranke Menschen haben auch oft Probleme.
Dirk Swinke ist der Chef vom SoVD.
Er arbeitet in Nieder-Sachsen.
Dirk Swinke sagt: Viele Menschen fühlen sich allein.
Sie wissen nicht weiter.
Dann kommen sie zum SoVD.
Im letzten Jahr hatte der SoVD über 50.000 Fälle.
Seit dem Jahr 2022 sind es viel mehr geworden.
Es sind jetzt 25 Prozent mehr.
Die Geschichten im Buch sind nur ein kleiner Teil.
Es gibt noch viel mehr Probleme.
Menschen mit Behinderung werden oft benachteiligt.
Benachteiligt bedeutet: Jemand wird schlechter behandelt als andere.
Zum Beispiel beim Grad der Behinderung.
Grad der Behinderung bedeutet: Eine Zahl zeigt die Stärke der Behinderung.
Die Zahl geht von 20 bis 100.
Je höher die Zahl, desto stärker die Behinderung.
Oder bei den Merk-Zeichen.
Merk-Zeichen sind besondere Buchstaben im Schwer-Behinderten-Ausweis.
Diese Buchstaben zeigen: Welche Hilfen braucht der Mensch.
Dirk Swinke sagt: Die Ämter müssen sich ändern.
Behörden sind Ämter vom Staat.
Zum Beispiel das Bürger-Amt.
Oder das Job-Center.
Die Behörden müssen besser auf Menschen achten.
Auch die Kranken-Kassen müssen besser werden.
Eine Kranken-Kasse bezahlt den Arzt.
Auch die Pflege-Kassen müssen besser werden.
Sie sollen Menschen nicht unfair behandeln.
Sie sollen nicht hoffen: Menschen nehmen ein Nein einfach hin.
Ein Ablehnungs-Bescheid ist ein Brief mit einem Nein.
Die Behörde lehnt einen Antrag ab.
Es gibt auch viele Probleme bei der Erwerbs-Minderungs-Rente.
Viele kranke Menschen können nicht mehr arbeiten.
Sie beantragen eine Erwerbs-Minderungs-Rente.
Aber oft bekommen sie die Rente nicht.
Das ist ungerecht.
Das Schwarz-Buch zeigt noch ein Problem:
Pflege-Heime kosten sehr viel Geld.
Die Bewohner müssen viel selbst bezahlen.
Das nennt man: Eigen-Anteil.
Eigen-Anteil bedeutet: Der Teil, den man selbst zahlen muss.
Viele Menschen haben nicht so viel Geld.
Sie können das nicht bezahlen.
Ihr könnt das Schwarz-Buch im Internet lesen.
Es steht auf der Internet-Seite vom SoVD Nieder-Sachsen.
Der Link ist: www.sovd-nds.de unter Service und Flyer und Broschüren.
Dort findet ihr das Schwarz-Buch.

Foto: Elin Schweiger
HANNOVER (kobinet) Heute hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sein aktuelles "Schwarzbuch sozial" mit den größten Ungerechtigkeiten aus seinem Beratungsalltag vorgestellt: Da weigert sich ein Landkreis die Kosten für ein behindertengerechtes Fahrzeug für eine Frau im Elektro-Rolli zu übernehmen, weil sie ja auch mit Bus und Bahn fahren könne. Da lehnt es die Deutsche Rentenversicherung ab, eine Erwerbsminderungsrente zu zahlen, obwohl der Betroffene schwer krank und arbeitsunfähig ist. Da droht eine Frau trotz guter Rente in die Sozialhilfe abzurutschen, weil die Pflegeheimkosten so hoch sind.
Vielen dieser Fälle liegen ungerechte Gesetze, wirtschaftliche Erwägungen und oft auch mangelndes Fingerspitzengefühl zugrunde. Deshalb stellt der SoVD ganz konkrete Forderungen an Behörden, Ämter und die Politik.
Die mehr als 20 Fälle im neuen „Schwarzbuch sozial“ des SoVD in Niedersachsen zeigen sehr eindrücklich: Recht haben und Recht bekommen sind leider sehr oft zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Gerade Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige sowie Erkrankte, die nicht mehr arbeiten können, sind von falschen und ungerechten Entscheidungen der Ämter, Behörden, Kranken- und Pflegekassen betroffen. „Viele Menschen fühlen sich in ihrem Kampf alleingelassen und kommen zu uns. Unsere Erfahrung zeigt: Die Zahl derjenigen, die nicht mehr weiterwissen und überfordert sind, nimmt zu. Im vergangenen Jahr haben wir für unsere Mitglieder über 50.000 Verfahren geführt. Seit 2022 ist diese Zahl kontinuierlich um 25 Prozent gestiegen“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Die Fälle aus dem aktuellen Schwarzbuch seien dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Besonders Menschen mit Behinderung sind laut SoVD massiv von Benachteiligungen betroffen – beispielsweise, wenn es um einen Grad der Behinderung oder sogenannte Merkzeichen geht. „Wir appellieren ganz klar an die Behörden, Pflege- und Krankenkassen, individuelle Bedürfnisse besser im Blick zu haben und nicht darauf zu spekulieren, dass Menschen sich mit einem ablehnenden Bescheid zufriedengeben“, fasst der Vorstandsvorsitzende zusammen. Ähnliche Probleme sieht Niedersachsens größter Sozialverband auch bei den Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können und eine Erwerbsminderungsrente beantragen müssen. Im aktuellen „Schwarzbuch sozial“ sind auch die hohen Eigenanteile, die Pflegebedürftige für ihren Platz im Pflegeheim zahlen müssen, ein großes Thema.
Das „Schwarzbuch sozial“ ist im Internet auf den Seiten des SoVD-Niedersachsen im Bereich Service/Flyer und Broschüren abrufbar.

Foto: Elin Schweiger
HANNOVER (kobinet) Heute hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sein aktuelles "Schwarzbuch sozial" mit den größten Ungerechtigkeiten aus seinem Beratungsalltag vorgestellt: Da weigert sich ein Landkreis die Kosten für ein behindertengerechtes Fahrzeug für eine Frau im Elektro-Rolli zu übernehmen, weil sie ja auch mit Bus und Bahn fahren könne. Da lehnt es die Deutsche Rentenversicherung ab, eine Erwerbsminderungsrente zu zahlen, obwohl der Betroffene schwer krank und arbeitsunfähig ist. Da droht eine Frau trotz guter Rente in die Sozialhilfe abzurutschen, weil die Pflegeheimkosten so hoch sind.
Vielen dieser Fälle liegen ungerechte Gesetze, wirtschaftliche Erwägungen und oft auch mangelndes Fingerspitzengefühl zugrunde. Deshalb stellt der SoVD ganz konkrete Forderungen an Behörden, Ämter und die Politik.
Die mehr als 20 Fälle im neuen „Schwarzbuch sozial“ des SoVD in Niedersachsen zeigen sehr eindrücklich: Recht haben und Recht bekommen sind leider sehr oft zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Gerade Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige sowie Erkrankte, die nicht mehr arbeiten können, sind von falschen und ungerechten Entscheidungen der Ämter, Behörden, Kranken- und Pflegekassen betroffen. „Viele Menschen fühlen sich in ihrem Kampf alleingelassen und kommen zu uns. Unsere Erfahrung zeigt: Die Zahl derjenigen, die nicht mehr weiterwissen und überfordert sind, nimmt zu. Im vergangenen Jahr haben wir für unsere Mitglieder über 50.000 Verfahren geführt. Seit 2022 ist diese Zahl kontinuierlich um 25 Prozent gestiegen“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Die Fälle aus dem aktuellen Schwarzbuch seien dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Besonders Menschen mit Behinderung sind laut SoVD massiv von Benachteiligungen betroffen – beispielsweise, wenn es um einen Grad der Behinderung oder sogenannte Merkzeichen geht. „Wir appellieren ganz klar an die Behörden, Pflege- und Krankenkassen, individuelle Bedürfnisse besser im Blick zu haben und nicht darauf zu spekulieren, dass Menschen sich mit einem ablehnenden Bescheid zufriedengeben“, fasst der Vorstandsvorsitzende zusammen. Ähnliche Probleme sieht Niedersachsens größter Sozialverband auch bei den Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können und eine Erwerbsminderungsrente beantragen müssen. Im aktuellen „Schwarzbuch sozial“ sind auch die hohen Eigenanteile, die Pflegebedürftige für ihren Platz im Pflegeheim zahlen müssen, ein großes Thema.
Das „Schwarzbuch sozial“ ist im Internet auf den Seiten des SoVD-Niedersachsen im Bereich Service/Flyer und Broschüren abrufbar.




