BERLIN (kobinet)
Es gibt eine neue Studie.
Die Studie ist vom Institut für Deutsche Wirtschaft.
Ein Institut ist eine Einrichtung.
Dort arbeiten Fach-Leute.
Sie forschen zu bestimmten Themen.
Die Studie sagt:
Eine Studie ist eine Untersuchung.
Fach-Leute sammeln Informationen.
Sie prüfen die Informationen genau.
Deutschland gibt viel Geld für Sozial-Leistungen aus.
Sozial-Leistungen bedeutet: Der Staat hilft Menschen mit Geld.
Zum Beispiel: Menschen ohne Arbeit bekommen Geld.
Auch kranke Menschen bekommen Hilfe.
Das Geld kommt von allen Menschen in Deutschland.
41 Prozent von allen Ausgaben sind für Sozial-Leistungen.
Das ist mehr als in anderen Ländern in Europa.
Der Paritätische Gesamt-Verband sagt:
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein Verein.
Der Verein hilft vielen Menschen in Deutschland.
Zum Beispiel: armen Menschen und kranken Menschen.
Viele kleine Vereine arbeiten zusammen in diesem großen Verband.
Das stimmt nicht so.
Der Chef vom Paritätischen Gesamt-Verband heißt Dr. Joachim Rock.
Er sagt:
Die Studie vergleicht nur wenige Länder.
Das ist nicht richtig.
Man muss alle Länder in Europa vergleichen.
Dann sieht man:
Deutschland gibt durch-schnittlich viel aus.
Durch-schnittlich bedeutet: So viel wie die meisten anderen.
Nicht besonders viel.
Und nicht besonders wenig.
Nicht mehr als andere Länder.
Bei der Alters-Sicherung gibt Deutschland sogar weniger aus.
Rente ist Geld für alte Menschen.
Die Menschen müssen nicht mehr arbeiten.
Sie bekommen jeden Monat Geld vom Staat.
Die Rente in Deutschland ist niedrig.
Die durch-schnittliche Rente ist nur 1.100 Euro.
Das ist nicht viel Geld.
Die Studie vergisst noch etwas:
Viele Menschen müssen privat vor-sorgen.
Privat vor-sorgen bedeutet: Du sparst selbst Geld für später.
Du verlässt dich nicht nur auf den Staat.
Zum Beispiel: Du sparst Geld für die Rente.
Oder du sparst Geld für Krankheit.
Das kostet auch Geld.
Die Studie zählt das nicht mit.
Herr Rock sagt:
Man muss alles zusammen-rechnen.
Staatliche Ausgaben und private Ausgaben.
Die OECD hat das gemacht.
OECD ist eine Abkürzung.
Das bedeutet: Organisation für wirtschaftliche Zusammen-Arbeit und Entwicklung.
Viele reiche Länder arbeiten dort zusammen.
Sie wollen die Wirtschaft in allen Ländern besser machen.
Das Ergebnis:
Deutschland gibt weniger aus als viele andere Länder.
Sogar weniger als die USA.
Wenn der Staat weniger bezahlt:
Dann müssen die Bürger mehr selbst bezahlen.
Das ist teuer für die Menschen.
Das ist gut für Arbeit-Geber.
Der Arbeit·geber gibt Menschen Arbeit.
Der Arbeit·geber bezahlt die Menschen für ihre Arbeit.
Der Paritätische Wohlfahrts-Verband sagt:
Wir brauchen eine gute soziale Sicherung.
Soziale Sicherung bedeutet: Der Staat hilft allen Menschen.
Wenn jemand krank wird oder alt ist.
Wenn jemand keine Arbeit hat.
Dann bekommt man Geld oder Unterstützung.
Besonders für alte Menschen.
Die Sicherung muss verlässlich sein.
Alle sollen zusammen dafür bezahlen.
Das ist solidarisch.
Solidarität bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Das nennt man Solidarität.

Foto: Ralph Milewski
BERLIN (kobinet) Im Zusammenhang mit der vom Institut für Deutschen Wirtschaft veröffentlichten Studie zu Sozialausgaben des Staates ist mit der bisherigen Berichterstattung der Medien ein Bild entstanden, wonach Deutschland mit 41 Prozent der Gesamtausgaben mehr Geld für die soziale Sicherung ausgibt als andere europäische Staaten. Dieser Einschätzung widerspricht der Paritätischen Gesamtverband. Sein Hauptgeschäftsführer, Dr. Joachim Rock, stellt dazu fest: "Die heute diskutierte Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft behauptet, dass Deutschland überhöhte Sozialausgaben habe, doch die Auswahl der Vergleichsländer greift zu kurz. Entscheidend ist: Nimmt man den EU-Durchschnitt, liegen die deutschen Sozialausgaben im Mittelfeld, bei der Alterssicherung sogar seit Jahren darunter. Das überrascht nicht angesichts durchschnittlicher Renten von nur 1.100 Euro".
Zudem, so unterstreicht der Hauptgeschäftsführer des Wohlfahrtsverbandes, berücksichtigt die Studie nur staatliche Ausgaben und blendet private Vorsorgekosten, die der Staat den Bürgerinnen und Bürgern häufig abnimmt, vollständig aus. „Rechnet man beides zusammen,“ so Rock, „zeigt selbst die OECD: Deutschland gibt im Verhältnis zum BIP weniger für soziale Sicherung aus als viele Vergleichsländer, weniger noch als die USA. Kürzungen bei den staatlichen Ausgaben kämen den Arbeitgeberverbänden zu Gute, die Bürgerinnen und Bürger müssten sich teuer selbst absichern. Sie würden draufzahlen.“
Die Schlussfolgerung ist aus Sicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes klar: „Notwendig ist eine verlässlichere und solidarisch finanzierte Absicherung – besonders im Alter. Konzepte, die vor allem Arbeitgeber entlasten und die Kosten auf Einzelne verlagern, führen in die falsche Richtung.“

Foto: Ralph Milewski
BERLIN (kobinet) Im Zusammenhang mit der vom Institut für Deutschen Wirtschaft veröffentlichten Studie zu Sozialausgaben des Staates ist mit der bisherigen Berichterstattung der Medien ein Bild entstanden, wonach Deutschland mit 41 Prozent der Gesamtausgaben mehr Geld für die soziale Sicherung ausgibt als andere europäische Staaten. Dieser Einschätzung widerspricht der Paritätischen Gesamtverband. Sein Hauptgeschäftsführer, Dr. Joachim Rock, stellt dazu fest: "Die heute diskutierte Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft behauptet, dass Deutschland überhöhte Sozialausgaben habe, doch die Auswahl der Vergleichsländer greift zu kurz. Entscheidend ist: Nimmt man den EU-Durchschnitt, liegen die deutschen Sozialausgaben im Mittelfeld, bei der Alterssicherung sogar seit Jahren darunter. Das überrascht nicht angesichts durchschnittlicher Renten von nur 1.100 Euro".
Zudem, so unterstreicht der Hauptgeschäftsführer des Wohlfahrtsverbandes, berücksichtigt die Studie nur staatliche Ausgaben und blendet private Vorsorgekosten, die der Staat den Bürgerinnen und Bürgern häufig abnimmt, vollständig aus. „Rechnet man beides zusammen,“ so Rock, „zeigt selbst die OECD: Deutschland gibt im Verhältnis zum BIP weniger für soziale Sicherung aus als viele Vergleichsländer, weniger noch als die USA. Kürzungen bei den staatlichen Ausgaben kämen den Arbeitgeberverbänden zu Gute, die Bürgerinnen und Bürger müssten sich teuer selbst absichern. Sie würden draufzahlen.“
Die Schlussfolgerung ist aus Sicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes klar: „Notwendig ist eine verlässlichere und solidarisch finanzierte Absicherung – besonders im Alter. Konzepte, die vor allem Arbeitgeber entlasten und die Kosten auf Einzelne verlagern, führen in die falsche Richtung.“




