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50 Organisationen sehen gesellschaftlichen Zusammenhalt in Gefahr

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Foto: ht

BERLIN (kobinet) Als Initiative "#Gesundheit Unteilbar" verurteilen mehr als 50 Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialwesen die Pläne der Bundesregierung zur Reform des Bürgergeldes und den bereits im Voraus angekündigten Ausschluss von ukrainischen Geflüchteten aus dem regulären sozialen Sicherungssystem. Mehr Armut, schlechtere Gesundheit, die sozialen Sicherungssysteme zurückzubauen und Menschen ungleich zu behandeln, gefährdet  nach Einschätzung dieser Verbände nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt sondern auch die Gesundheit der Menschen.

Sie warnen vor wachsender Armut und Ausgrenzung. Beides macht nach ihrer Erfahrung krank und, so wird festgestellt: Das deutsche Gesundheitssystem ist nicht in der Lage, dem zu begegnen.

Diese 52 Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen warnen anlässlich des Gesetzesentwurfs zur „Neuen Grundsicherung“ in einer gemeinsamen Stellungnahme vor den Folgen der geplanten Bürgergeldreform. Der Appell ist von Ärzte der Welt initiiert worden und unter anderem von der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e. V. (DVSG) mitgezeichnet. „Diese Maßnahmen werden niemandem helfen, Armut zu überwinden und in Arbeit zu kommen. Stattdessen werden sie den Druck auf zivilgesellschaftliche Strukturen und soziale Einrichtungen sowie auf das Gesundheitssystem erheblich erhöhen“, heißt es in dem Appell.