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Krankenhausreform weiterhin auf einem Auge blind

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Foto: ht

BERLIN (kobinet) Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Krankenhausreform an einigen Stellen nachjustiert werden. In Sozialdiensten im Krankenhaus leisten Sozialarbeiter und Sozialpädagogen unter anderem im Rahmen des multiprofessionellen Entlassmanagements hochkomplexe Beratungs- und Koordinierungsarbeit. Darüber hinaus beraten Fachkräfte der Sozialen Arbeit Patientinnen und Patienten zur sozialen Sicherung und fördern die Stärkung persönlicher und sozialer Ressourcen. Nach wie vor werden sie jedoch im KHAG mit keiner Silbe benannt.

Ulrike Kramer, 2. Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), kritisiert diesen Zustand und stellt fest: „Es ist ein Skandal, dass die Politik im Rahmen der Krankenhausreform eine wesentliche Berufsgruppe völlig außeracht lässt. Entgegen der Empfehlung der Krankenhaus-Kommission wird der Sozialdienst auch im KHAG weiterhin nicht als Qualitätsmerkmal vorgesehen.“ Kramer fordert: „Sozialdienste müssen als Mindestanforderung an die Struktur- und Prozessqualität im Rahmen der sächlichen und personellen Ausstattung für alle Leistungsgruppen verankert werden.“

Lesermeinungen

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1 Lesermeinung
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Lesebrille
27.11.2025 11:55

Ich beziehe mich in meiner Kritik nicht auf den Inhalt der Nachricht, sondern auf die Überschrift: „Krankenhausreform weiterhin auf einem Auge blind“. Ich finde es hochproblematisch, wenn Journalist:innen Behinderungsformen – hier die visuelle – dazu nutzen, um etwas abwertend zu beschreiben. Egal ob da von „blind“, taub“, „lahm“, „hinkend“, „schizophren“, usw. geschrieben wird, all diese Worte betreffen körperliche oder andere Einschränkungen, für die die Betroffenen weder etwas können, noch eignen sie sich als Projektionsfläche. Dennoch werden sie genau dahingehend mit diesen Begriffen missbraucht und diskriminiert. Sehr weit von „Ey, der ist ja voll behindert!“ ist das bei genauem Hinsehen dann leider nicht.
Hier, in der Überschrift, ist die Verweigerung hinzusehen gemeint. Das lässt sich auch genauso schreiben.