BERLIN (kobinet)
Die Bundes-Regierung will etwas ändern.
Sie will die Kranken-haus-Reform ändern.
Der Behinderten-beauftragte hilft Menschen mit Behinderung.
Er arbeitet für die Bundes-regierung.
Eine Reform bedeutet: Man ändert etwas.
Eine Kranken-haus-Reform ändert die Regeln für Kranken-häuser.
Eine Ambulanz ist ein Behandlungs-raum im Kranken-haus.
Dort behandelt man kranke Menschen.
Im Kranken-haus arbeiten viele Menschen.
Zum Beispiel Sozial-Arbeiter und Sozial-Pädagogen.
Sozial-Arbeiter helfen anderen Menschen bei Problemen.
Zum Beispiel bei Geld-Problemen.
Sozial-Pädagogen helfen Kindern und Jugendlichen.
Sie unterstützen beim Lernen.
Die Sozial-Arbeiter helfen den Patienten.
Sie helfen beim Verlassen vom Kranken-haus.
Sie beraten die Patienten zu vielen Dingen.
Zum Beispiel zu Geld.
Oder zu Versicherungen.
Eine Kranken·kasse bezahlt den Arzt für dich.
Du musst Mitglied sein.
Die Sozial-Arbeiter helfen den Patienten auch stark zu werden.
Aber im neuen Gesetz steht nichts über diese Helfer.
Ein Gesetz ist eine Regel.
Es gibt Gesetze für Politik, Natur und Religion.
Ulrike Kramer arbeitet bei der DVSG.
Sie ist die 2. Vor-sitzende.
Das ist der Chef von einer Partei.
Der Chef leitet die Partei.
DVSG bedeutet: Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheits-wesen.
Ulrike Kramer sagt: Das ist ein Skandal.
Ein Skandal ist etwas Schlimmes.
Das ärgert sehr viele Leute.
Die Politik vergisst eine wichtige Berufs-gruppe.
Eine Berufs-gruppe sind Menschen mit dem gleichen Beruf.
Zum Beispiel: Alle Ärzte sind eine Berufs-gruppe.
Es gibt eine Kranken-haus-Kommission.
Eine Kommission ist eine Gruppe von Menschen.
Sie sprechen über wichtige Themen im Kranken-haus.
Die Kommission hat etwas empfohlen.
Sie sagte: Der Sozial-dienst ist wichtig.
Der Sozial-dienst hilft Menschen in schwierigen Situationen.
Die Mit-arbeiter beraten und unterstützen die Menschen.
Aber im Gesetz steht das nicht.
Ulrike Kramer fordert etwas.
Jedes Kranken-haus muss einen Sozial-dienst haben.
Das muss für alle Bereiche gelten.
Der Sozial-dienst muss im Gesetz stehen.
Er ist wichtig für gute Qualität.
Qualität bedeutet: Wie gut ist etwas?
Eine hohe Qualität bedeutet: Die Sache ist sehr gut.

Foto: ht
BERLIN (kobinet) Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Krankenhausreform an einigen Stellen nachjustiert werden. In Sozialdiensten im Krankenhaus leisten Sozialarbeiter und Sozialpädagogen unter anderem im Rahmen des multiprofessionellen Entlassmanagements hochkomplexe Beratungs- und Koordinierungsarbeit. Darüber hinaus beraten Fachkräfte der Sozialen Arbeit Patientinnen und Patienten zur sozialen Sicherung und fördern die Stärkung persönlicher und sozialer Ressourcen. Nach wie vor werden sie jedoch im KHAG mit keiner Silbe benannt.
Ulrike Kramer, 2. Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), kritisiert diesen Zustand und stellt fest: „Es ist ein Skandal, dass die Politik im Rahmen der Krankenhausreform eine wesentliche Berufsgruppe völlig außeracht lässt. Entgegen der Empfehlung der Krankenhaus-Kommission wird der Sozialdienst auch im KHAG weiterhin nicht als Qualitätsmerkmal vorgesehen.“ Kramer fordert: „Sozialdienste müssen als Mindestanforderung an die Struktur- und Prozessqualität im Rahmen der sächlichen und personellen Ausstattung für alle Leistungsgruppen verankert werden.“

Foto: ht
BERLIN (kobinet) Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Krankenhausreform an einigen Stellen nachjustiert werden. In Sozialdiensten im Krankenhaus leisten Sozialarbeiter und Sozialpädagogen unter anderem im Rahmen des multiprofessionellen Entlassmanagements hochkomplexe Beratungs- und Koordinierungsarbeit. Darüber hinaus beraten Fachkräfte der Sozialen Arbeit Patientinnen und Patienten zur sozialen Sicherung und fördern die Stärkung persönlicher und sozialer Ressourcen. Nach wie vor werden sie jedoch im KHAG mit keiner Silbe benannt.
Ulrike Kramer, 2. Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), kritisiert diesen Zustand und stellt fest: „Es ist ein Skandal, dass die Politik im Rahmen der Krankenhausreform eine wesentliche Berufsgruppe völlig außeracht lässt. Entgegen der Empfehlung der Krankenhaus-Kommission wird der Sozialdienst auch im KHAG weiterhin nicht als Qualitätsmerkmal vorgesehen.“ Kramer fordert: „Sozialdienste müssen als Mindestanforderung an die Struktur- und Prozessqualität im Rahmen der sächlichen und personellen Ausstattung für alle Leistungsgruppen verankert werden.“





Ich beziehe mich in meiner Kritik nicht auf den Inhalt der Nachricht, sondern auf die Überschrift: „Krankenhausreform weiterhin auf einem Auge blind“. Ich finde es hochproblematisch, wenn Journalist:innen Behinderungsformen – hier die visuelle – dazu nutzen, um etwas abwertend zu beschreiben. Egal ob da von „blind“, taub“, „lahm“, „hinkend“, „schizophren“, usw. geschrieben wird, all diese Worte betreffen körperliche oder andere Einschränkungen, für die die Betroffenen weder etwas können, noch eignen sie sich als Projektionsfläche. Dennoch werden sie genau dahingehend mit diesen Begriffen missbraucht und diskriminiert. Sehr weit von „Ey, der ist ja voll behindert!“ ist das bei genauem Hinsehen dann leider nicht.
Hier, in der Überschrift, ist die Verweigerung hinzusehen gemeint. Das lässt sich auch genauso schreiben.