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bidok muss bestehen bleiben: Es geht um den Stellenwert von Inklusion

Logo: bidok behinderung inklusion dokumentation
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Foto: bidok

Innsbruck (kobinet) "Es ist still geworden – jedoch das Ende von bidok ist ein Anschlag auf die Bemühungen, Inklusion in Innsbruck, Tirol und Österreich, im gesamten deutschsprachigen Raum, weiter voranzubringen", erklärte Mag.a Julia Golser, Vorsitzende des Behindertenbeirates der Landeshauptstadt Innsbruck zum angekündigten Stopp des Projekts durch die Streichung der kompletten Förderungen für das Personal durch den Sozialministeriumsservice Tirol. bidok ist ein Beratungs- und Vermittlungsprojekt. Die Abkürzung bidok steht für "behinderung inklusion dokumentation". Das Projekt ist seit Beginn an in Innsbruck an der Leopold-Franzens-Universität beheimatet. bidok wird vom gleichnamigen Verein getragen, den der Innsbrucker Erziehungswissenschaftler und Behindertenaktivist Volker Schönwiese 1997 gegründet hat, wie es in einer Presseinformation des Behindertenbeirats von Innsbruck heißt.

„Dass die barrierefreie digitale Bibliothek bidokbib und die Internet-Seite von bidok online bleiben, da sie über den Verein in Kooperation mit der UIBK und ULBT betrieben werden, ist die bisher einzige gute Nachricht. Die bidok-Verantwortlichen sind zwar in Verhandlungen mit der Universität und dem Land Tirol, um eine Aufrechterhaltung des Projekts in neuem Format zu erreichen, aber die Kindesweglegung des SMS-Tirol kann nicht einfach hingenommen werden“, heißt es weiter in der Presseinformation des Innsbrucker Behindertenbeirats.

„Dieses Vorgehen des Sozialministeriums ist mehr als nur die Streichung von Fördergelder – es ist ein Ausdruck dafür, welchen Wert die Inklusion, die Barrierefreiheit und Teilhabe, auch am Wissen der Welt und Wissenschaft dort hat“, betonte Julia Golser. Mit diesem Schritt sei eine Zäsur erfolgt, die inakzeptabel sei und bekämpft werden müsse, da jahrzehntelang aufgebaute Strukturen und Know how mit einem Federstrich vernichtet würden, die nicht wie ein Lichtschalter einfach ein und ausgeschaltet werden könne.

Link zum Bericht der kobinet-nachrichten über das drohende Aus von bidok vom 11. November 2025