München (kobinet)
900 Menschen kamen nach München.
Die Menschen kamen aus ganz Deutschland.
Es gab ein großes Treffen.
Das Treffen heißt: Kongress.
Ein Kongress ist ein großes Treffen.
Viele Menschen kommen zusammen.
Die Menschen reden über ein wichtiges Thema.
Die Menschen lernen von-einander.
Der Kongress heißt: MAIK-Kongress.
Das war der 18. MAIK-Kongress.
Der Kongress war am 24. Oktober 2025.
Der Kongress war am 25. Oktober 2025.
Bei dem Kongress geht es um Intensiv-Pflege.
Intensiv-Pflege bedeutet: Menschen brauchen sehr viel Pflege.
Die Pflege ist sehr stark.
Die Pflege ist außerhalb vom Kranken-haus.
Das heißt: außer-klinische Intensiv-Versorgung.
Daniel Klein begrüßte alle Menschen.
Daniel Klein ist Chef von DEUTSCHEN-FACH-PFLEGE.
Dr. Maria Panzer war auch da.
Dr. Lena Panzer-Selz war auch da.
Christoph Jaschke war auch da.
Diese Menschen leiteten den Kongress zusammen.
Florian Jaenicke hielt einen Vortrag.
Florian Jaenicke ist Foto-graf.
Florian Jaenicke hat einen Sohn mit Behinderung.
Der Sohn heißt Friedrich.
Florian Jaenicke macht Fotos von seinem Sohn.
Die Fotos sind im ZEIT-Magazin.
Die Fotos zeigen das Leben von Friedrich.
Friedrich wurde 2005 geboren.
Florian Jaenicke las einen Brief vor.
Florian Jaenicke schrieb den Brief mit über 100 Familien.
In den Familien leben Kinder mit Behinderung.
Die Kinder haben mehrere Behinderungen.
Der Brief sagt: Die Versorgung ist oft schlecht.
Der Brief sagt: Die Betreuung ist oft schlecht.
Die Familien wünschen sich mehr Hilfe.
Die Familien wünschen sich mehr Teilhabe.
Teilhabe bedeutet: Du machst bei etwas mit.
Du bist dabei und kannst mit-bestimmen.
Christine Wagner-Behrendt bekam einen Preis.
Markus Behrendt bekam auch einen Preis.
Der Preis heißt: MAIK Award.
Christine Wagner-Behrendt und Markus Behrendt sind ein Ehe-paar.
Das Ehe-paar kommt aus Kassel.
Das Ehe-paar hat einen Sohn.
Der Sohn hatte einen Verkehrs-unfall.
Der Sohn ist jetzt schwer behindert.
Das Ehe-paar gründete einen Verein.
Der Verein heißt: Intensiv-Leben Kassel e. V.
Der Verein hilft Familien.
Der Verein berät Familien.
Der Verein unterstützt die Teilhabe.
Christoph Jaschke lobte ihre Arbeit.
Daniel Klein gab dem Ehe-paar eine Spende.
Die Spende gehört zum Preis.
Die Spende kommt von DEUTSCHEN-FACH-PFLEGE.
Dann startete das Programm vom Kongress.
Es gab 5 verschiedene Bereiche.
In den Bereichen gab es Vorträge.
In den Bereichen gab es Gespräche.
In den Bereichen gab es Diskussionen.
In den Bereichen gab es Work-shops.
Ein Work-shop ist ein Kurs.
Menschen lernen dort zusammen.
Menschen üben dort zusammen.
Ein Work-shop dauert oft einige Stunden.
Die Themen waren sehr unterschiedlich.
Es ging um Leit-linien.
Leit-linien sind Regeln für gute Arbeit.
Leit-linien zeigen: So macht man es richtig.
Ärzte nutzen Leit-linien.
Pflege-kräfte nutzen Leit-linien.
Dann können die Menschen gut helfen.
Es ging um Versorgungs-prozesse.
Versorgungs-prozesse bedeutet: Wie hilft man kranken Menschen?
Es gibt viele Schritte bei der Hilfe.
Zum Beispiel: Untersuchung und Behandlung und Pflege.
Alle Schritte sollen gut zusammen passen.
Es ging um Intensiv-Versorgung außerhalb vom Kranken-haus.
Es ging um Palliativ-Medizin.
Palliativ-Medizin ist Medizin für schwer kranke Menschen.
Die Menschen sind am Lebens-ende.
Die Medizin lindert Schmerzen.
Die Medizin macht das Leben angenehmer.
Es ging um Roboter in der Pflege.
Es ging um Computer in der Pflege.
Es ging um Künstliche Intelligenz in der Pflege.
Künstliche Intelligenz sind Computer-Programme.
Die Programme können denken.
Die Programme können lernen wie ein Mensch.
Junge Menschen in der Pflege tauschten sich aus.
Professor Marcel Sailer war dabei.
Professor Marcel Sailer arbeitet an einer Hoch-schule.
Die Hoch-schule ist in Rosenheim.
Professor Marcel Sailer stellte ein Studium vor.
Das Studium heißt: Pflege-wissenschaften.
Pflege-wissenschaften erforschen gute Pflege.
Menschen lernen: Wie pflegt man richtig?
Die Menschen machen Studien und Tests.
So wird Pflege immer besser.
Auszubildende erzählten von ihrer Ausbildung.
Manche Auszubildende kamen aus anderen Ländern.
Manche Auszubildende wechselten aus anderen Berufen.
Die Auszubildenden erzählten von ihren Erfahrungen.
Professor Michael Isfort leitete eine Diskussion.
Professor Michael Isfort kommt aus Köln.
Professor Michael Isfort forscht über Pflege.
Die Diskussion war über Pflegende aus dem Ausland.
Die Frage war: Wie können Pflegende gut in Deutschland arbeiten?
Es gab noch mehr Themen.
Es ging um die Versorgung von Kindern.
Es ging um junge Menschen mit Pflege-bedarf.
Es ging um Hygiene.
Es ging um Kommunikation in der Pflege.
Es ging um pflegende Angehörige.
Es gab eine Fach-ausstellung.
Dort wurden neue Dinge gezeigt.
Die Ausstellung war sehr voll.
Menschen lernten dort viel.
Die Menschen lernten zum Beispiel über Reanimation.
Reanimation bedeutet: Wieder-belebung.
Das Herz steht still.
Dann drückt man auf die Brust.
Man beatmet die Person.
So kann die Person wieder leben.
Der MAIK-Kongress ist inklusiv.
Inklusiv bedeutet: Alle Menschen können mit-machen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Alle Menschen sind willkommen.
Auch Menschen mit Behinderung.
Menschen mit Intensiv-Versorgungs-bedarf halfen mit.
Die Menschen gestalteten den Kongress mit.
Es gab einen neuen Work-shop.
Dort wurde Sonden-kost selbst gemacht.
Sonden-kost ist Essen für eine Sonde.
Eine Sonde ist ein dünner Schlauch.
Die Sonde führt Essen in den Magen.
Manche Menschen können nicht mehr essen.
Dann brauchen diese Menschen eine Sonde.
Es gab Gespräche über Beatmung.
Menschen mit Querschnitt-lähmung sprachen darüber.
Querschnitt-lähmung bedeutet: Das Rücken-mark ist verletzt.
Dann können Menschen Körper-teile nicht bewegen.
Oft sind Beine betroffen.
Oft sind Arme betroffen.
Manche Menschen brauchen dann einen Roll-stuhl.
Es gab Gespräche über das Persönliche Budget.
Persönliches Budget bedeutet: Menschen mit Behinderung bekommen Geld.
Die Menschen bezahlen damit ihre Hilfen selbst.
Die Menschen können selbst bestimmen wer hilft.
Thomas Venten war auch dabei.
Thomas Venten ist Rechts-anwalt.
Thomas Venten kennt sich mit Sozial-recht aus.
Sozial-Recht ist ein Teil vom deutschen Recht.
Sozial-Recht regelt die Hilfe vom Staat.
Zum Beispiel: Rente.
Zum Beispiel: Kranken-Versicherung.
Das Sozial-Recht hilft Menschen in schwierigen Situationen.
Thomas Venten gab Tipps zu vielen Themen.
Zum Beispiel: Wie kann ich mich bewegen?
Zum Beispiel: Was kann ich in meiner Freizeit machen?
Dr. Paul Diesener gab einen Work-shop.
Henriette Cartolano half Dr. Paul Diesener dabei.
Dr. Paul Diesener und Henriette Cartolano erklärten etwas Wichtiges.
Die Frage war: Was muss ich tun?
Die Kranken-kasse stellt Fragen.
Eine Kranken-Versicherung ist eine Ab-sicherung gegen krank sein.
Die Kranken-Versicherung zahlt den Arzt.
Man nennt die Kranken-Versicherung auch: Kranken-Kasse.
Die Fragen sind zur AKI-Verordnung.
AKI ist kurz für: außer-klinische Intensiv-Versorgung.
Am Ende gab es eine große Diskussion.
Das Thema war: Gesundheit kostet viel Geld.
Das Thema war: Pflege kostet viel Geld.
Die Frage war: Was passiert mit der außer-klinischen Intensiv-Versorgung?
Viele wichtige Menschen nahmen teil.
Beate Bettenhausen war dabei.
Beate Bettenhausen ist vom Bundes-verband für körper-behinderte Menschen.
Beate Bettenhausen ist vom Bundes-verband für mehrfach-behinderte Menschen.
Alfred Kindshofer war dabei.
Alfred Kindshofer ist von der BARMER in Bayern.
Daniel Klein war dabei als Chef.
Dr. Lutz Stroppe war dabei.
Dr. Lutz Stroppe war früher Staats-sekretär.
Ein Staats-sekretär ist ein wichtiger Beamter.
Der Staats-sekretär hilft einem Minister.
Der Staats-sekretär leitet ein Ministerium.
Der Staats-sekretär trifft wichtige Entscheidungen.
Professor Hans Theiss war dabei.
Professor Hans Theiss ist im Bundestag.
Der Bundes-tag ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen entscheiden über Gesetze in Deutschland.
Der Bundes-tag ist das deutsche Parlament.
Dr. Bernhard van Treeck war dabei.
Dr. Bernhard van Treeck arbeitet beim Gemeinsamen Bundes-ausschuss.
Der Gemeinsame Bundes-Ausschuss ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen entscheiden über die Kranken-Behandlung in Deutschland.
Die Menschen sagen: Welche Behandlung bezahlt die Kranken-Kasse?
Die Abkürzung ist: G-B-A.
Professor Michael Isfort leitete die Diskussion.
Christoph Jaschke half Professor Michael Isfort dabei.
Die Diskussion war sehr wichtig.
Es gab viele verschiedene Meinungen.
Viele Menschen machten sich Sorgen.
Besonders betroffene Menschen machten sich Sorgen.
Besonders die Familien machten sich Sorgen.
Die Menschen haben Angst: Teilhabe könnte zu teuer werden.
Dann können die Menschen nicht mehr teil-haben.
Anbieter von Intensiv-Pflege sagten: Die Kosten-träger machen viel Druck.
Ein Kosten-Träger bezahlt für bestimmte Dinge.
Zum Beispiel: Die Kranken-Kasse bezahlt den Arzt-Besuch.
Zum Beispiel: Die Renten-Versicherung bezahlt die Rente.
Der Kosten-Träger übernimmt also die Kosten.
Das Problem ist besonders groß bei Wohn-gemeinschaften.
Es geht um den Personal-schlüssel.
Personal-schlüssel bedeutet: Wie viele Pflege-kräfte gibt es?
Wie viele Menschen werden gepflegt?
Der Personal-schlüssel zeigt das Verhältnis.
Zum Beispiel: 1 Pflege-kraft für 5 Menschen.
Es gab viele Fragen.
Die Fragen kamen auch vom Publikum.
Nicht alle Fragen konnten beantwortet werden.
Deshalb soll es weiter Diskussionen geben.
Der nächste MAIK-Kongress ist 2026.
Der Kongress ist am 23. Oktober 2026.
Der Kongress ist am 24. Oktober 2026.
Der Kongress ist wieder in München.
Mehr Informationen gibt es im Internet.
Die Internet-seite ist: www.maik-online.org

Foto: MAIK-Kongress
München (kobinet) Rund 900 Teilnehmende waren aus ganz Deutschland zum 18. MAIK-Kongress nach München angereist, um sich am 24. und 25. Oktober 2025 rund um Fragestellungen zur außerklinischen Intensivversorgung auszutauschen, sich zu informieren und miteinander zu feiern. Daniel Klein, CEO der DEUTSCHENFACHPFLEGE, und das Kongresspräsidium, bestehend aus Dr. Maria Panzer, Dr. Lena Panzer-Selz und Christoph Jaschke, begrüßten die zahlreichen Menschen mit außerklinischem Intensivversorgungsbedarf, pflegende An- und Zugehörige, die Assistentinnen und Assistenten sowie alle, die zum MAIK-Kongress gekommen waren, wie es in einem Bericht über den Kongress vonseiten der Veranstalter heißt.
Zur Kongresseröffnung beeindruckte der Porträt- und Reportagefotograf Florian Jaenicke mit seinem Impulsvortrag die Teilnehmenden. Jaenicke ist Vater eines Sohnes mit Mehrfachbehinderung. Mit seiner sehr persönlichen Fotokolumne, die im ZEITmagazin erschien, gibt er Einblick in das Leben seines Sohnes Friedrich – von dessen Geburt 2005 bis heute. Er verlas zudem einen offenen Brief, den er gemeinsam mit über hundert Familien verfasst hat, in denen Kinder und Jugendliche mit komplexen Mehrfachbehinderungen leben. „Um sowohl auf strukturelle Missstände in der Versorgung und Betreuung aufmerksam zu machen als auch mit der Bitte um mehr Sichtbarkeit, Gehör und gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft.“
Mit diesem Appell sprach Jaenicke Christine Wagner-Behrendt und Markus Behrendt aus dem Herzen. Das Ehepaar aus Kassel wurde in diesem Jahr mit dem MAIK Award ausgezeichnet. Als Eltern eines Sohnes, der nach einem Verkehrsunfall schwerstbehindert ist, wissen sie um die Sorgen der Familien und gründeten den Verein „IntensivLeben Kassel e. V.“. Kongresspräsident Christoph Jaschke hob in seiner Laudatio ihr großes Engagement mit Angeboten zur Beratung, Unterstützung und Förderung der Teilhabe hervor. Die mit der Auszeichnung verbundene Spende der DEUTSCHENFACHPFLEGE, die den MAIK Kongress ausrichtet, überreichte Daniel Klein.
Danach startete das Kongressprogramm in fünf Foren, in denen Fachvorträge, Gesprächs- und Diskussionsrunden sowie Workshops angeboten wurden. Die thematische Bandbreite reichte von Sessions zu Leitlinien über den Wandel von Versorgungsprozessen bis hin zur Intersektoralität in der außerklinischen Intensivversorgung. Themen waren zudem die Evidenz in der außerklinischen Intensivversorgung, Palliativmedizin, Robotik, Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Pflege.
Zwei Slots waren insbesondere dem Erfahrungsaustausch von jungen Menschen in der Pflege vorbehalten. Prof. Dr. Marcel Sailer von der Technischen Hochschule Rosenheim stellte gemeinsam mit Studierenden den dualen Studiengang Pflegewissenschaften vor. In einem weiteren Slot gaben Auszubildende Einblick in ihren Werdegang. Besonders spannend waren die Erfahrungen junger Pflegender mit Migrationshintergrund sowie die berufliche Vita von Quereinsteigern in den Pflegeberuf. Pflegewissenschaftler Prof. Dr. rer. medic. Michael Isfort aus Köln leitete eine Diskussionsrunde zur Fragestellung, wie es gelingen kann, Pflegende aus dem Ausland zu integrieren. In weiteren Sessions ging es um die Versorgung von Kindern und jungen Menschen, Hygiene, Kommunikation in der Pflege und die Unterstützung pflegender Angehöriger. Die Möglichkeit, Innovationen in der ausgebuchten Fachausstellung zu entdecken und das eigene Wissen rund um die Reanimation aufzufrischen, nutzten die Teilnehmenden ausgiebig, wie es in dem Bericht zum Kongress heißt.
Der MAIK Kongress steht für Inklusion. So haben Menschen mit Bedarf an außerklinischer Intensivversorgung den Kongress aktiv mitgestaltet. Neu war in diesem Jahr ein Workshop, in dem Sondenkost selbst zubereitet wurde. Zudem gab es Gesprächsrunden zu Beatmung mit Querschnittlähmung und zum Persönlichen Budget. Der Sozialrechtsexperte und Rechtsanwalt Thomas Venten bot gemeinsame Sessions mit den betroffenen Menschen an und gab wertvolle Tipps beispielsweise zu Mobilität und Freizeitgestaltung. Dr. med. Paul Diesener und Henriette Cartolano zeigten in einem Workshop, was bei „Rückfragen der Krankenkasse zur AKI-Verordnung“ zu beachten ist.
An der Abschlussdiskussion zur Frage „Gesundheit und Pflege unter finanziellem Druck: Was wird aus der außerklinischen Intensivversorgung?“ nahmen Beate Bettenhausen, Vorsitzende des Bundesverbands für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, Alfred Kindshofer, Landesgeschäftsführer der BARMER in Bayern, Daniel Klein, CEO, Dr. h. c. Lutz Stroppe, Staatssekretär a. D., Prof. Dr. med. Hans Theiss, MdB und Dr. med. Bernhard van Treeck, Unparteiisches Mitglied beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) teil. Moderiert wurde die Runde von Prof. Dr. rer. medic. Michael Isfort und Kongresspräsident Christoph Jaschke. Die anregende Diskussion zeigte die unterschiedlichen Perspektiven auf und verdeutlichte die Sorge – insbesondere von betroffenen Menschen und deren Familien –, dass Teilhabe an der Finanzierbarkeit scheitern könnte. Anbieter von außerklinischer Intensivpflege betonten, dass der finanzielle Druck insbesondere bei den Verhandlungen mit den Kostenträgern hoch sei, vor allem hinsichtlich des Personalschlüssels in Wohngemeinschaften. Da die vielen Fragen, die auch aus dem Publikum an die Diskussionsteilnehmer gerichtet wurden, bei weitem nicht geklärt werden konnten, schloss die konstruktive Diskussion mit dem Ziel, diese auf jeden Fall fortzusetzen.
Der 19. MAIK Kongress findet am 23. und 24. Oktober 2026 in München statt. Mehr Informationen gibt es unter www.maik-online.org

Foto: MAIK-Kongress
München (kobinet) Rund 900 Teilnehmende waren aus ganz Deutschland zum 18. MAIK-Kongress nach München angereist, um sich am 24. und 25. Oktober 2025 rund um Fragestellungen zur außerklinischen Intensivversorgung auszutauschen, sich zu informieren und miteinander zu feiern. Daniel Klein, CEO der DEUTSCHENFACHPFLEGE, und das Kongresspräsidium, bestehend aus Dr. Maria Panzer, Dr. Lena Panzer-Selz und Christoph Jaschke, begrüßten die zahlreichen Menschen mit außerklinischem Intensivversorgungsbedarf, pflegende An- und Zugehörige, die Assistentinnen und Assistenten sowie alle, die zum MAIK-Kongress gekommen waren, wie es in einem Bericht über den Kongress vonseiten der Veranstalter heißt.
Zur Kongresseröffnung beeindruckte der Porträt- und Reportagefotograf Florian Jaenicke mit seinem Impulsvortrag die Teilnehmenden. Jaenicke ist Vater eines Sohnes mit Mehrfachbehinderung. Mit seiner sehr persönlichen Fotokolumne, die im ZEITmagazin erschien, gibt er Einblick in das Leben seines Sohnes Friedrich – von dessen Geburt 2005 bis heute. Er verlas zudem einen offenen Brief, den er gemeinsam mit über hundert Familien verfasst hat, in denen Kinder und Jugendliche mit komplexen Mehrfachbehinderungen leben. „Um sowohl auf strukturelle Missstände in der Versorgung und Betreuung aufmerksam zu machen als auch mit der Bitte um mehr Sichtbarkeit, Gehör und gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft.“
Mit diesem Appell sprach Jaenicke Christine Wagner-Behrendt und Markus Behrendt aus dem Herzen. Das Ehepaar aus Kassel wurde in diesem Jahr mit dem MAIK Award ausgezeichnet. Als Eltern eines Sohnes, der nach einem Verkehrsunfall schwerstbehindert ist, wissen sie um die Sorgen der Familien und gründeten den Verein „IntensivLeben Kassel e. V.“. Kongresspräsident Christoph Jaschke hob in seiner Laudatio ihr großes Engagement mit Angeboten zur Beratung, Unterstützung und Förderung der Teilhabe hervor. Die mit der Auszeichnung verbundene Spende der DEUTSCHENFACHPFLEGE, die den MAIK Kongress ausrichtet, überreichte Daniel Klein.
Danach startete das Kongressprogramm in fünf Foren, in denen Fachvorträge, Gesprächs- und Diskussionsrunden sowie Workshops angeboten wurden. Die thematische Bandbreite reichte von Sessions zu Leitlinien über den Wandel von Versorgungsprozessen bis hin zur Intersektoralität in der außerklinischen Intensivversorgung. Themen waren zudem die Evidenz in der außerklinischen Intensivversorgung, Palliativmedizin, Robotik, Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Pflege.
Zwei Slots waren insbesondere dem Erfahrungsaustausch von jungen Menschen in der Pflege vorbehalten. Prof. Dr. Marcel Sailer von der Technischen Hochschule Rosenheim stellte gemeinsam mit Studierenden den dualen Studiengang Pflegewissenschaften vor. In einem weiteren Slot gaben Auszubildende Einblick in ihren Werdegang. Besonders spannend waren die Erfahrungen junger Pflegender mit Migrationshintergrund sowie die berufliche Vita von Quereinsteigern in den Pflegeberuf. Pflegewissenschaftler Prof. Dr. rer. medic. Michael Isfort aus Köln leitete eine Diskussionsrunde zur Fragestellung, wie es gelingen kann, Pflegende aus dem Ausland zu integrieren. In weiteren Sessions ging es um die Versorgung von Kindern und jungen Menschen, Hygiene, Kommunikation in der Pflege und die Unterstützung pflegender Angehöriger. Die Möglichkeit, Innovationen in der ausgebuchten Fachausstellung zu entdecken und das eigene Wissen rund um die Reanimation aufzufrischen, nutzten die Teilnehmenden ausgiebig, wie es in dem Bericht zum Kongress heißt.
Der MAIK Kongress steht für Inklusion. So haben Menschen mit Bedarf an außerklinischer Intensivversorgung den Kongress aktiv mitgestaltet. Neu war in diesem Jahr ein Workshop, in dem Sondenkost selbst zubereitet wurde. Zudem gab es Gesprächsrunden zu Beatmung mit Querschnittlähmung und zum Persönlichen Budget. Der Sozialrechtsexperte und Rechtsanwalt Thomas Venten bot gemeinsame Sessions mit den betroffenen Menschen an und gab wertvolle Tipps beispielsweise zu Mobilität und Freizeitgestaltung. Dr. med. Paul Diesener und Henriette Cartolano zeigten in einem Workshop, was bei „Rückfragen der Krankenkasse zur AKI-Verordnung“ zu beachten ist.
An der Abschlussdiskussion zur Frage „Gesundheit und Pflege unter finanziellem Druck: Was wird aus der außerklinischen Intensivversorgung?“ nahmen Beate Bettenhausen, Vorsitzende des Bundesverbands für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, Alfred Kindshofer, Landesgeschäftsführer der BARMER in Bayern, Daniel Klein, CEO, Dr. h. c. Lutz Stroppe, Staatssekretär a. D., Prof. Dr. med. Hans Theiss, MdB und Dr. med. Bernhard van Treeck, Unparteiisches Mitglied beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) teil. Moderiert wurde die Runde von Prof. Dr. rer. medic. Michael Isfort und Kongresspräsident Christoph Jaschke. Die anregende Diskussion zeigte die unterschiedlichen Perspektiven auf und verdeutlichte die Sorge – insbesondere von betroffenen Menschen und deren Familien –, dass Teilhabe an der Finanzierbarkeit scheitern könnte. Anbieter von außerklinischer Intensivpflege betonten, dass der finanzielle Druck insbesondere bei den Verhandlungen mit den Kostenträgern hoch sei, vor allem hinsichtlich des Personalschlüssels in Wohngemeinschaften. Da die vielen Fragen, die auch aus dem Publikum an die Diskussionsteilnehmer gerichtet wurden, bei weitem nicht geklärt werden konnten, schloss die konstruktive Diskussion mit dem Ziel, diese auf jeden Fall fortzusetzen.
Der 19. MAIK Kongress findet am 23. und 24. Oktober 2026 in München statt. Mehr Informationen gibt es unter www.maik-online.org




