Berlin (kobinet)
Morgen ist ein besonderer Tag.
Der Tag heißt: Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut.
An diesem Tag denken viele Menschen an arme Menschen.
Der Tag ist jedes Jahr am 17. Oktober.
Die Menschen überlegen: Wie können wir Armut beenden?
Das Deutsche Institut für Menschen-Rechte hat eine Forderung.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen.
Jeder Mensch hat diese Rechte.
Das Institut ist eine Arbeits-Stelle in Deutschland.
Die Menschen dort prüfen: Werden alle Menschen gut behandelt?
Sie achten auf die Rechte von allen Menschen.
Die Bundes-Regierung soll mehr gegen Armut tun.
Bundes-Regierung bedeutet: Das sind die wichtigsten Politiker in Deutschland.
Sie entscheiden über Gesetze für ganz Deutschland.
Bezahlbare Mieten sind dabei sehr wichtig.
Claudia Engelmann arbeitet am Institut.
Sie sagt: Arme Menschen haben ein Problem.
Sie müssen viel Geld für die Miete bezahlen.
Dann bleibt zu wenig Geld übrig.
Zum Beispiel für eine Winter-Jacke für das Kind.
Oder für das Abend-Essen.
Das Institut fordert mehrere Dinge:
Die Mieten müssen besser geregelt werden.
Mieter müssen besser geschützt werden.
Es müssen mehr Sozial-Wohnungen gebaut werden.
Das sind Wohnungen für Menschen mit wenig Geld.
Diese Wohnungen kosten weniger Miete.
Der Staat hilft dabei.
So können auch arme Menschen eine gute Wohnung haben.
Bald gibt es Änderungen beim Bürger-Geld.
Bürger-Geld ist Geld von der Regierung.
Man bekommt es jeden Monat.
Das Geld hilft Menschen ohne Arbeit.
Oder Menschen, die wenig verdienen.
Die Änderungen sind ein Problem.
Bisher gab es 1 Jahr Zeit.
In dieser Zeit hat der Staat hohe Mieten bezahlt.
Diese Regel wird abgeschafft.
Menschen müssen dann sofort umziehen.
Sie müssen eine günstigere Wohnung finden.
Das ist sehr schwer.
Claudia Engelmann sagt:
Mehr Menschen werden kein Zuhause haben.
Die Regierung will bis 2030 etwas erreichen.
Niemand soll mehr ohne Wohnung sein.
Dieses Ziel wird nicht erreicht.
Es gibt einen Plan gegen Wohnungs-Losigkeit.
Ein Mensch hat keine eigene Wohnung.
Vielleicht schläft er bei Freunden.
Oder er lebt in einer Not-Unterkunft.
Der Plan heißt: Nationaler Aktions-Plan.
Das ist ein Plan von der Regierung.
In dem Plan stehen genaue Ziele.
Und es steht drin: So wollen wir die Ziele erreichen.
Der Plan wurde im Mai 2024 beschlossen.
Aber: Der Plan ist nicht mehr wichtig.
Die Regierung hat Berichte gemacht.
Diese Berichte zeigen ein Problem:
Viele Menschen können die Miete nicht bezahlen.
Dann verlieren sie ihre Wohnung.
Das passiert am häufigsten.
Die Sozial-Leistungen sind zu niedrig.
Das sind Hilfen vom Staat.
Der Staat gibt Geld oder andere Hilfen.
Das bekommen Menschen mit wenig Geld.
Zum Beispiel: Arbeitslosen-Geld oder Wohn-Geld.
Ein Menschen-würdiges Leben ist kaum möglich.
Jeder Mensch hat genug Geld zum Leben.
Jeder Mensch hat eine Wohnung und Essen.
Alle Menschen werden mit Respekt behandelt.
Es gibt viel Bürokratie.
Eine Verwaltung regelt Dinge für das Zusammen-leben.
Zum Beispiel: Eine Stadt-Verwaltung regelt Dinge in der Stadt.
Das bedeutet: viele Formulare und Anträge.
Das ist schwer zu verstehen.
Deutschland hat einen Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag heißt: UN-Sozial-Pakt.
Das ist ein Vertrag zwischen vielen Ländern.
Die Länder versprechen: Alle Menschen sollen gut leben können.
Jeder Mensch hat Rechte auf Arbeit und Wohnung.
Der Vertrag sagt:
Alle Menschen haben ein Recht auf Wohnen.
Der Staat muss dafür sorgen.
Das bedeutet:
Wohnungen müssen bezahlbar sein.
Die Miete darf nicht zu hoch sein.
Menschen müssen auch andere wichtige Dinge kaufen können.
Der Staat muss Mieter schützen.
Zum Beispiel vor zu hohen Mieten.

Foto: Pixabay/Chronomarchie
BERLIN (kobinet) Mit dem Blick auf den morgigen Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte die Bundesregierung auf, wirksame Maßnahmen gegen Armut zu ergreifen. Als einen Schlüssel dafür, dieses Ziel zu erreichen, sieht das Institut bezahlbare Mieten.
„Menschen in Armut müssen in Deutschland einen unverhältnismäßig großen Teil ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Oft bleibt ihnen dann kaum noch Geld für andere wichtige Dinge wie eine Winterjacke für das Kind oder ein Abendessen. Bezahlbares Wohnen ist jedoch entscheidend im Kampf gegen Armut“, erklärt Claudia Engelmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Das Institut fordert deshalb wirksame Mietpreisregulierungen, einen besseren Mieterschutz und einen wesentlich stärkeren Ausbau des sozialen Wohnungsbaus.
Die geplanten Änderungen beim Bürgergeld verschärfen die Wohnungsnot für Menschen mit geringem Einkommen. Zu Beginn des Leistungsbezugs gab es bisher eine einjährige Karenzzeit, in der auch höhere Mieten übernommen wurden. Die Abschaffung der Karenzzeit zwingt Betroffene künftig dazu, sofort in eine günstigere Wohnung umzuziehen. Dies wird Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld vor massive Probleme stellen.
„Mit den geplanten Änderungen nimmt die Bundesregierung in Kauf, dass mehr Menschen in Deutschland wohnungslos werden. Das Ziel, Wohnungslosigkeit bis zum Jahr 2030 zu überwinden, wird unerreichbar. Der Stand des Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit – verabschiedet im Mai 2024 – ist unklar und scheint keine Priorität in der aktuellen Legislatur zu haben. Dabei müsste der Bundesregierung die Datenlage bestens bekannt sein: So zeigen unter anderem der von ihr beauftragte Armuts- und Reichtumsbericht sowie der Wohnungslosenbericht: Mietschulden sind die Hauptursache für Wohnungslosigkeit in Deutschland. Die bestehenden Sozialleistungen erlauben kaum ein menschenwürdiges Leben, die bürokratischen Hürden zur Inanspruchnahme sind hoch“, so Engelmann weiter.
Deutschland ist durch die Ratifikation des UN-Sozialpakts verpflichtet, das Recht auf Wohnen für alle Menschen zu gewährleisten. Das bedeutet: Der Staat muss sicherstellen, dass Wohnraum bezahlbar bleibt. Die Wohnkosten dürfen nicht so hoch sein, dass andere Grundbedürfnisse nicht mehr befriedigt werden können. Der Staat ist auch verpflichtet, Mieterinnen und Mieter vor unangemessenen Miethöhen oder Mieterhöhungen zu schützen.

Foto: Pixabay/Chronomarchie
BERLIN (kobinet) Mit dem Blick auf den morgigen Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte die Bundesregierung auf, wirksame Maßnahmen gegen Armut zu ergreifen. Als einen Schlüssel dafür, dieses Ziel zu erreichen, sieht das Institut bezahlbare Mieten.
„Menschen in Armut müssen in Deutschland einen unverhältnismäßig großen Teil ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Oft bleibt ihnen dann kaum noch Geld für andere wichtige Dinge wie eine Winterjacke für das Kind oder ein Abendessen. Bezahlbares Wohnen ist jedoch entscheidend im Kampf gegen Armut“, erklärt Claudia Engelmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Das Institut fordert deshalb wirksame Mietpreisregulierungen, einen besseren Mieterschutz und einen wesentlich stärkeren Ausbau des sozialen Wohnungsbaus.
Die geplanten Änderungen beim Bürgergeld verschärfen die Wohnungsnot für Menschen mit geringem Einkommen. Zu Beginn des Leistungsbezugs gab es bisher eine einjährige Karenzzeit, in der auch höhere Mieten übernommen wurden. Die Abschaffung der Karenzzeit zwingt Betroffene künftig dazu, sofort in eine günstigere Wohnung umzuziehen. Dies wird Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld vor massive Probleme stellen.
„Mit den geplanten Änderungen nimmt die Bundesregierung in Kauf, dass mehr Menschen in Deutschland wohnungslos werden. Das Ziel, Wohnungslosigkeit bis zum Jahr 2030 zu überwinden, wird unerreichbar. Der Stand des Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit – verabschiedet im Mai 2024 – ist unklar und scheint keine Priorität in der aktuellen Legislatur zu haben. Dabei müsste der Bundesregierung die Datenlage bestens bekannt sein: So zeigen unter anderem der von ihr beauftragte Armuts- und Reichtumsbericht sowie der Wohnungslosenbericht: Mietschulden sind die Hauptursache für Wohnungslosigkeit in Deutschland. Die bestehenden Sozialleistungen erlauben kaum ein menschenwürdiges Leben, die bürokratischen Hürden zur Inanspruchnahme sind hoch“, so Engelmann weiter.
Deutschland ist durch die Ratifikation des UN-Sozialpakts verpflichtet, das Recht auf Wohnen für alle Menschen zu gewährleisten. Das bedeutet: Der Staat muss sicherstellen, dass Wohnraum bezahlbar bleibt. Die Wohnkosten dürfen nicht so hoch sein, dass andere Grundbedürfnisse nicht mehr befriedigt werden können. Der Staat ist auch verpflichtet, Mieterinnen und Mieter vor unangemessenen Miethöhen oder Mieterhöhungen zu schützen.




