Menu Close

Wohlfahrtsverband und Träger von Tagesstätten fordern sichere Finanzierung

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

STUTTGART (kobinet) Die 105 Tagesstätten für psychisch kranke Menschen in Baden-Württemberg sind wichtige Anlaufstellen. Hier finden Betroffene eine Tagesstruktur, Beschäftigungsmöglichkeiten, Kontakt, Austausch und Beratung. Doch die Finanzierung ist angesichts der schwierigen Haushaltslage der Kommunen vielerorts nicht gesichert. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg und Träger von Tagesstätten appellieren anlässlich des morgigen Welttags für seelische Gesundheit, Tagesstätten für psychisch Kranke stabil und sicher zu finanzieren und hier auf Einsparungen zu verzichten. Nur so könne flächendeckend eine bedarfsgerechte psychosoziale ambulante Versorgung in Baden-Württemberg sichergestellt werden.

„Tagesstätten helfen Betroffenen, den Alltag mit ihrer psychischen Erkrankung besser zu bewältigen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Folgen von Kürzungen wären problematisch. Die Betroffenen bleiben dann allein und isoliert mit ihrer Erkrankung ohne tagesstrukturierende Maßnahmen und Kontakt mit anderen Menschen. Es ist davon auszugehen, dass sich dadurch ihre psychische Gesamtsituation so verschlechtert, dass sie umfassendere professionelle Hilfen benötigen. Im Ergebnis kommt das die Kommunen wesentlich teurer. Gespart wird so am Ende also gar nichts“, sagt Ulf Hartmann, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg. „Damit Tagesstätten psychisch kranke Menschen weiterhin verlässlich unterstützen können, braucht es endlich eine sichere, verlässliche Regelfinanzierung. Das wäre ein kluger und mutiger Schritt, auch in wirtschaftlicher Hinsicht“, so Hartmann.