Kassel / Berlin
Angela Merkel war früher Bundes-Kanzlerin.
Das bedeutet: Sie war die Chefin von Deutschland.
Sie hat etwas über die Partei AfD gesagt.
Sie sagt: Die AfD ist menschen-verachtend.
Das bedeutet: Die AfD respektiert Menschen nicht.
Die AfD behandelt Menschen schlecht.
Angela Merkel sagt auch: Man darf die AfD nicht wählen.
Auch wenn man Kritik hat.
Es gibt andere Wege für Kritik.
Eine Studentin hat eine Bachelor-Arbeit geschrieben.
Das ist eine wichtige schriftliche Arbeit an der Uni.
Die Studentin heißt Mandy Müller.
Sie hat untersucht: Was denkt die AfD über Menschen mit Behinderung?
H.-Günter Heiden hat die Arbeit gelesen.
Er hat sie auf der Internet-Seite vorgestellt.
Die AfD hat schlechte Meinungen über Menschen mit Behinderung.
Ein AfD-Politiker heißt Björn Höcke.
Er hat über Inklusion in Schulen gesprochen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Höcke findet das schlecht.
Ein anderer AfD-Politiker heißt Maximilian Krah.
Er hat über Nachrichten in Einfacher Sprache gesprochen.
Einfache Sprache hilft Menschen beim Verstehen.
Krah hat das schlecht gemacht.
Mandy Müller hat ihre Arbeit an der Uni Kassel geschrieben.
Sie hat das Programm der AfD untersucht.
Sie hat auch die UN-Behinderten-Rechts-Konvention benutzt.
Das ist ein Vertrag für behinderte Menschen.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Das ist ein wichtiges Gesetz für Menschen mit Behinderung.
Müller hat ein besonderes Werkzeug benutzt.
Es heißt: Gruppen-bezogene Menschen-Feindlichkeit.
Das bedeutet: Eine Gruppe wird schlecht behandelt.
Die andere Gruppe wird besser behandelt.
Ein Professor namens Wilhelm Heitmeyer hat das entwickelt.
Müller hat 4 Themen untersucht:
- Inklusion in Schulen
- Werkstätten für Menschen mit Behinderung
- Pflege durch Familie
- Schlechte Sprache über Menschen mit Behinderung
Müller hat heraus-gefunden: Die AfD behandelt Menschen mit Behinderung schlecht.
Das ist kein Zufall.
Das ist ein System.
System bedeutet: Das ist ein wichtiges Teil.
Die AfD sagt: Wir wollen Menschen mit Behinderung schützen.
Aber das stimmt nicht.
Sie wollen Menschen mit Behinderung ausgrenzen.
Müller schreibt am Ende: Die AfD ist menschen-feindlich.
Das ist gefährlich für die Demokratie.
Demokratie bedeutet: Das Volk bestimmt selbst.
Alle Menschen dürfen mit-entscheiden.
Die AfD will: Manche Menschen sind weniger wert als andere.
Das ist gegen die Demokratie.
H.-Günter Heiden findet die Arbeit gut.
Er sagt: Wir brauchen mehr solche Arbeiten.
Im Jahr 2026 gibt es wichtige Wahlen.
Die AfD will dann wieder viel Aufmerksamkeit.
Es gibt noch andere Forscher zu diesem Thema.
Jan Riebe arbeitet bei der Amadeu Antonio Stiftung.
Er hat auch über die AfD und Inklusion geschrieben.
Er sagt: Die AfD hat massive Menschen-Verachtung.
Dagmar Herzog ist Professorin in New York.
Sie hat ein Buch geschrieben.
Es heißt: Der neue faschistische Körper.
Faschismus bedeutet: Ein böser Mensch herrscht über alle.
Andere Menschen haben keine Rechte.
Sie sagt: Die AfD ist sehr behinderten-feindlich.
Das bedeutet: Man ist gemein zu Menschen mit Behinderung.
Man behandelt sie schlecht.
Mehr als andere rechte Gruppen.
Hier ist der Link zum Bericht über die Bachelor-Arbeit
Hier ist der Link zum Aufsatz von Jan Riebe
Hier ist der Link zum Interview mit Dagmar Herzog
Hier ist der Link zur Internet-Seite von Krüppel gegen Rechts
Dieser Text ist in Leichter Sprache nach DIN SPEC 33429.

Foto: Ottmar Miles-Paul
Kassel / Berlin (kobinet) "Und trotzdem muss ich immer wieder sagen, es ist kein Grund, eine menschenverachtende Partei zu wählen, wenn man etwas zu kritisieren hat." So wird Altbundeskanzlerin Angela Merkel auf Merkur.de zitiert, die die AfD zum 35. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung als "eine menschenverachtende Partei" bezeichnet hat. Welche Positionen die AfD im Hinblick auf behinderte Menschen vertritt und welche Äußerungen sie hierzu getätigt hat, damit hat sich Mandy Müller in ihrer Bachelorarbeit befasst. H.-Günter Heiden hat sich diese Ausarbeitung angeschaut und sie für die Internetplattform der Initiative Krüppel gegen Rechts vorgestellt.
Behindertenpolitische Positionierungen der AfD – eine Bachelorarbeit
vorgestellt von H.-Günter Heiden
Veröffentlichungen zu den rassistischen und menschenverachtenden Positionen der AfD gibt es zuhauf, insbesondere zum Bereich „Migration“. Dagegen sind Aufsätze und Analysen zu den AfD-Positionen im Politikfeld „Behinderung“ und „Inklusion“ leider noch Mangelware. Dabei sorgten in den letzten Jahren die Äußerungen der AfD-Politiker Björn Höcke zur schulischen Inklusion („Ideologieprojekt“ und „Belastungsfaktor“) sowie von Maximilian Krah zu Tagesschau-Nachrichten in Einfacher Sprache („Nachrichten für Idioten“) für eindeutige Belege der rechtsextremen Gesinnung ihrer Politik-Darsteller. Es wird deshalb höchste Zeit, sich auch aus wissenschaftlicher Perspektive genauer mit den Positionen der AfD und ihren Akteur*innen zu befassen. Da kommt eine aktuelle (und bislang unveröffentlichte) Bachelor-Abschlussarbeit am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel gerade richtig.
Die Autorin Mandy Müller hat ihrer Arbeit den Titel „Behindertenpolitische Positionierungen der AfD“ gegeben und konzentriert sich dabei (neben dem Grundsatzprogramm der AfD aus dem Jahr 2016) auf das Programm der AfD zur Bundestagswahl 2025. Dieses untersucht sie vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention und verwendet dabei das Analyse-Element der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF), ein bewährtes soziologisches Instrumentarium, das an der Universität Bielefeld bereits Anfang der 2000er-Jahre unter anderem vom Soziologie-Professor Wilhelm Heitmeyer entwickelt wurde. Mit GMF meint Heitmeyer ein „breites Spektrum von offenen und verdeckten (feindseligen) Einstellungen und Orientierungen gegenüber markierten sozialen Gruppen“.
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Analysekriterium
Kennzeichnend für GMF sind nach Müller drei Dimensionen: Erstens das Ausspielen einer „Ingroup“ gegen eine andere „Outgroup“, wobei letztere abgewertet und die eigene „Ingroup“ aufgewertet wird. Zweitens utilitaristische Kalküle, also die Bewertung von Menschen nach ihrem gesellschaftlichen Nutzen. Drittens die Konsequenzen aus dem Abwertungsmechanismus, also die Folgen der Abwertung. Auf dieser Basis untersucht Müller vier inhaltliche Komplexe der Behindertenpolitik, wie sie in den untersuchten Dokumenten der AfD dargestellt werden: schulische Inklusion, Werkstättensystem, Pflege durch Angehörige sowie abwertende Sprache. Ergänzend untersucht sie eine Kleine Anfrage der AfD zu Migration und Behinderung der AfD-Bundestagsfraktion aus dem Jahr 2018. Diese vorliegenden Dokumente sind laut Müller für Menschen mit Sehbeeinträchtigung zwar alle barrierefrei lesbar, es gebe sie jedoch nicht in Leichter Sprache und Begriffe wie Barrierefreiheit, Barriereabbau oder Teilhabe seien nicht zu finden.
Müller stellt dann in ihrer ausführlichen Analyse fest, dass GMF bei der AfD nicht als „vereinzelte rhetorische oder programmatische Entgleisung“ stattfindet, sondern als strukturelles Element vorhanden ist, durch das behinderte Menschen systematisch ausgegrenzt und abgewertet werden. Perfiderweise argumentiert die AfD dabei unter dem Deckmantel als vorgebliche „Beschützerin der Menschen mit Behinderungen“, die natürlich nur zu ihrem eigenen Wohl in exkludierenden Sonderwelten leben sollen.
In ihrem Fazit schreibt Müller zum Abschluss ihrer Arbeit: „Die behindertenpolitischen Positionierungen der AfD sind defizitorientiert und menschenfeindlich. Dies geht automatisch auch mit einer Demokratiegefährdung einher. Sie zielen auf eine systematische Ungleichwertigkeit gesellschaftlicher Gruppen ab und untergraben damit zentrale Prinzipien demokratischer Verfasstheit wie Integrität und Solidarität.“ Aus meiner Sicht ist es Müller mit ihrer Arbeit gelungen, auf wissenschaftlicher Basis die menschenrechtswidrige Behindertenpolitik der AfD offenzulegen. Wünschenswert wären viele weitere Analysen aus den Reihen der Hochschulen, zumal im Jahr 2026 wichtige Landtagswahlen anstehen und zu vermuten ist, dass sich die AfD weiterhin in den medialen und politischen Vordergrund spielen will.
Link zum Bericht des NETZWERK ARTIKEL 3 mit einem Link zur Bachelorarbeit
Weitere Lesetipps zum Thema
Dieser Text wäre aber nicht vollständig, wenn er nicht auf zwei weitere aktuelle Publikationen zum Thema verwiese. Da ist einmal Jan Riebe zu nennen. Er ist Bildungsreferent bei der Amadeu Antonio Stiftung für Rechtsextremismusprävention und hat 2024 einen Aufsatz unter dem Titel „Ideologieprojekt Inklusion: Positionierungen der AfD zu Inklusion als Ausdruck ihres rechtsextremen Weltbildes“ (https://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_01384026) veröffentlicht. Riebe untersuchte anhand der bis Ende 2023 erschienenen Wahl- und Grundsatzprogramme der AfD den Bereich der schulischen Inklusion. Er attestiert der AfD in seinem Aufsatz „zumindest in Teilen eine massive Menschenverachtung“, sie betrachte die Inklusion als „Teil eines Kulturkampfes“.
Außerdem möchte ich auf Dagmar Herzog hinweisen. Sie ist US-amerikanische Historikerin und Professorin für Geschichte an der City University of New York und konstatiert in ihrem soeben erschienenen Buch „Der neue faschistische Körper“ eine „obsessive Behindertenfeindlichkeit als elementaren Grundbaustein des AfD-Programms“. Ein Interview mit der taz zu ihrem lesenswerten Buch ist nachzulesen unter https://krueppel-gegen-rechts.de/2025/09/10/die-afd-ist-so-obsessiv-behindertenfeindlich-wie-keine-andere-rechtslastige-bewegung/.

Foto: Ottmar Miles-Paul
Kassel / Berlin (kobinet) "Und trotzdem muss ich immer wieder sagen, es ist kein Grund, eine menschenverachtende Partei zu wählen, wenn man etwas zu kritisieren hat." So wird Altbundeskanzlerin Angela Merkel auf Merkur.de zitiert, die die AfD zum 35. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung als "eine menschenverachtende Partei" bezeichnet hat. Welche Positionen die AfD im Hinblick auf behinderte Menschen vertritt und welche Äußerungen sie hierzu getätigt hat, damit hat sich Mandy Müller in ihrer Bachelorarbeit befasst. H.-Günter Heiden hat sich diese Ausarbeitung angeschaut und sie für die Internetplattform der Initiative Krüppel gegen Rechts vorgestellt.
Behindertenpolitische Positionierungen der AfD – eine Bachelorarbeit
vorgestellt von H.-Günter Heiden
Veröffentlichungen zu den rassistischen und menschenverachtenden Positionen der AfD gibt es zuhauf, insbesondere zum Bereich „Migration“. Dagegen sind Aufsätze und Analysen zu den AfD-Positionen im Politikfeld „Behinderung“ und „Inklusion“ leider noch Mangelware. Dabei sorgten in den letzten Jahren die Äußerungen der AfD-Politiker Björn Höcke zur schulischen Inklusion („Ideologieprojekt“ und „Belastungsfaktor“) sowie von Maximilian Krah zu Tagesschau-Nachrichten in Einfacher Sprache („Nachrichten für Idioten“) für eindeutige Belege der rechtsextremen Gesinnung ihrer Politik-Darsteller. Es wird deshalb höchste Zeit, sich auch aus wissenschaftlicher Perspektive genauer mit den Positionen der AfD und ihren Akteur*innen zu befassen. Da kommt eine aktuelle (und bislang unveröffentlichte) Bachelor-Abschlussarbeit am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel gerade richtig.
Die Autorin Mandy Müller hat ihrer Arbeit den Titel „Behindertenpolitische Positionierungen der AfD“ gegeben und konzentriert sich dabei (neben dem Grundsatzprogramm der AfD aus dem Jahr 2016) auf das Programm der AfD zur Bundestagswahl 2025. Dieses untersucht sie vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention und verwendet dabei das Analyse-Element der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF), ein bewährtes soziologisches Instrumentarium, das an der Universität Bielefeld bereits Anfang der 2000er-Jahre unter anderem vom Soziologie-Professor Wilhelm Heitmeyer entwickelt wurde. Mit GMF meint Heitmeyer ein „breites Spektrum von offenen und verdeckten (feindseligen) Einstellungen und Orientierungen gegenüber markierten sozialen Gruppen“.
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Analysekriterium
Kennzeichnend für GMF sind nach Müller drei Dimensionen: Erstens das Ausspielen einer „Ingroup“ gegen eine andere „Outgroup“, wobei letztere abgewertet und die eigene „Ingroup“ aufgewertet wird. Zweitens utilitaristische Kalküle, also die Bewertung von Menschen nach ihrem gesellschaftlichen Nutzen. Drittens die Konsequenzen aus dem Abwertungsmechanismus, also die Folgen der Abwertung. Auf dieser Basis untersucht Müller vier inhaltliche Komplexe der Behindertenpolitik, wie sie in den untersuchten Dokumenten der AfD dargestellt werden: schulische Inklusion, Werkstättensystem, Pflege durch Angehörige sowie abwertende Sprache. Ergänzend untersucht sie eine Kleine Anfrage der AfD zu Migration und Behinderung der AfD-Bundestagsfraktion aus dem Jahr 2018. Diese vorliegenden Dokumente sind laut Müller für Menschen mit Sehbeeinträchtigung zwar alle barrierefrei lesbar, es gebe sie jedoch nicht in Leichter Sprache und Begriffe wie Barrierefreiheit, Barriereabbau oder Teilhabe seien nicht zu finden.
Müller stellt dann in ihrer ausführlichen Analyse fest, dass GMF bei der AfD nicht als „vereinzelte rhetorische oder programmatische Entgleisung“ stattfindet, sondern als strukturelles Element vorhanden ist, durch das behinderte Menschen systematisch ausgegrenzt und abgewertet werden. Perfiderweise argumentiert die AfD dabei unter dem Deckmantel als vorgebliche „Beschützerin der Menschen mit Behinderungen“, die natürlich nur zu ihrem eigenen Wohl in exkludierenden Sonderwelten leben sollen.
In ihrem Fazit schreibt Müller zum Abschluss ihrer Arbeit: „Die behindertenpolitischen Positionierungen der AfD sind defizitorientiert und menschenfeindlich. Dies geht automatisch auch mit einer Demokratiegefährdung einher. Sie zielen auf eine systematische Ungleichwertigkeit gesellschaftlicher Gruppen ab und untergraben damit zentrale Prinzipien demokratischer Verfasstheit wie Integrität und Solidarität.“ Aus meiner Sicht ist es Müller mit ihrer Arbeit gelungen, auf wissenschaftlicher Basis die menschenrechtswidrige Behindertenpolitik der AfD offenzulegen. Wünschenswert wären viele weitere Analysen aus den Reihen der Hochschulen, zumal im Jahr 2026 wichtige Landtagswahlen anstehen und zu vermuten ist, dass sich die AfD weiterhin in den medialen und politischen Vordergrund spielen will.
Link zum Bericht des NETZWERK ARTIKEL 3 mit einem Link zur Bachelorarbeit
Weitere Lesetipps zum Thema
Dieser Text wäre aber nicht vollständig, wenn er nicht auf zwei weitere aktuelle Publikationen zum Thema verwiese. Da ist einmal Jan Riebe zu nennen. Er ist Bildungsreferent bei der Amadeu Antonio Stiftung für Rechtsextremismusprävention und hat 2024 einen Aufsatz unter dem Titel „Ideologieprojekt Inklusion: Positionierungen der AfD zu Inklusion als Ausdruck ihres rechtsextremen Weltbildes“ (https://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_01384026) veröffentlicht. Riebe untersuchte anhand der bis Ende 2023 erschienenen Wahl- und Grundsatzprogramme der AfD den Bereich der schulischen Inklusion. Er attestiert der AfD in seinem Aufsatz „zumindest in Teilen eine massive Menschenverachtung“, sie betrachte die Inklusion als „Teil eines Kulturkampfes“.
Außerdem möchte ich auf Dagmar Herzog hinweisen. Sie ist US-amerikanische Historikerin und Professorin für Geschichte an der City University of New York und konstatiert in ihrem soeben erschienenen Buch „Der neue faschistische Körper“ eine „obsessive Behindertenfeindlichkeit als elementaren Grundbaustein des AfD-Programms“. Ein Interview mit der taz zu ihrem lesenswerten Buch ist nachzulesen unter https://krueppel-gegen-rechts.de/2025/09/10/die-afd-ist-so-obsessiv-behindertenfeindlich-wie-keine-andere-rechtslastige-bewegung/.





Kritik an der AfD zu finden, ist relativ einfach. Allerdings sollten wir uns vielmehr damit befassen, wie dem entgegen zu treten ist. Da hilf es nicht, so meine Meinung, nur die problematischen Positionen der AfD sichtbar zu machen, sondern wir müssen uns damit befassen, warum so viele Menschen die AfD wählen und wie dem entgegenzutreten ist.
Mein Verdacht ist, dass die Menschen unzufrieden sind, sich nicht gehört fühlen und daher viele zur AfD abwandern. Jetzt ist es nicht nur eine politische Aufgabe, sondern auch eine gesellschaftliche, entsprechend Transparenz zu schaffen, in der klar beleuchtet wird, dass nur durch die Wahl der AfD eben keine Lösungen geschaffen werden.
Die echten Lösungen müssen aus der gesellschaftlichen und politischen Mitte kommen. Das geschieht aber nicht, indem nur darüber geschrieben wird ……
Diese Sammlung von inzwischen 24 Zitaten zeigt, wie tief die menschenverachtende Ideologie in den Reihen jener Partei verankert ist, die sich selbst als „Alternative“ bezeichnet – dabei ist sie nichts anderes als ein Sammelbecken rechter Hetze.
Ich komme zurecht. Ich bin laut, ich bin sichtbar, ich kämpfe. Aber meine Tochter, schwerstbehindert und auf Schutz angewiesen, kann das nicht. Und genau deshalb mache ich mir große Sorgen. Denn wenn Faschisten Einfluss auf unsere Gesellschaft gewinnen, sind es die Schwächsten, die zuerst unter die Räder kommen.
Nachlesen kann man die Aussagen auf Bluesky
Die AfD ist eine verantwortungsbewusste, libertäre Partei der Bildungs- und Leistungsgesellschaft. Die Leistungsgesellschaft erwirtschaftet die Sozialleistungen und den Wohlstand. Die politischen Positionen der AfD sind für eine gute Versorgung der Bevölkerung wichtig. Ich bin auch für die Einstellung finanzieller Anreize zur Einwanderung in das überforderte deutsche Sozialsystem und gegen die massive Neuverschuldung durch die Regierung Merz (CDU/CSU, SPD). Die Lage Frankreichs sollte uns eine Warnung vor hoher Verschuldung sein.
++ J. Datko – Ingenieur, Physiker – Regensburg – AfD-Stammwähler ++
Guten Tag Herr Datko, Ihre Position in allen Ehren….aber was hat das mit dem Thema des Artikels zu tun. Es geht um die inklusionsfeindlichen Positionen und nicht um Fiskalpolitik. Die Programmatik und der Duktus der AFD repräsentieren eine Sichtweise auf Behinderung die den 70ziger 80ziger Jahren, wenn nicht noch früher. Und Geflüchtete und andere Soziale Gruppen gegeneinander auszuspielen ist auch noch keine solide Politik.
Zur Wahrheit gehört aber auch dass leider Teile der sich in Abgrenzung zur AFD demokratisch nenennenden Parteien diese perfide Strategie übernehmen…das erodiert – auch- das Vertrauen in die Demokratie.
Dr Martin Theben
Guten Abend Herr Datko,
wie und ob das Sozialsystem überfordert ist, ist eine Frage, die ich eindeutig nicht im Kompetenzbereich einer rechtslibertären Partei, wie der AfD sehe. Wobei ich mich frage, in welchen Bereichen Kompetenzen dieser Partei liegen sollen.
Eine verantwortungsbewusste Partei würde sich fragen, ob der Wohlstand gerecht verteilt ist, ob Sozialleistungen von allen gerecht in die Solidargemeinschaft einbezahlt werden und ob Einwanderung in das Sozialsystem nicht auch bedeutet, das System aufrechtzuerhalten.
Schon heute sind wir nicht nur im sozialen Bereich auf Migrant*innen angewiesen, die es Gott sei Dank geschafft haben, in die deutschen Sozialsysteme einzuwandern und einzuzahlen.
Und ja, da gebe ich Ihnen recht, Herr Datko! Die Lage Frankreichs sollte uns ein mahnendes Beispiel sein!
Dem RN (Rassemblement National) ist es hier noch bedrohlicher gelungen, durch Lügen, falsche Ängste und Inkompetenz eine Gesellschaft zu spalten.
++ S.Laux – Zimmermann, Heilerziehungspfleger – eher – „linksgrün versifft“ ++