Villmar - Weyer (kobinet)
Stephan Laux schreibt eine Entschuldigung.
Das macht er im August.
Er entschuldigt sich bei Ralph Milewski.
Laux hatte Milewski Inklusions-Terrorist genannt.
Inklusions-Terrorist bedeutet: Das ist ein böses Schimpf-Wort.
Manche Menschen kämpfen für Menschen mit Behinderung.
Andere Menschen beschimpfen sie dann so.
Das Wort ist unfair und verletzend.
Das war nicht richtig.
Laux schreibt: Ich entschuldige mich bei Herrn Milewski.
Bitte verklagen Sie mich nicht.
Ihre Fotos gefallen mir gut.
Sie sehen darauf manchmal böse aus.
Das ist aber okay.
Das Wort Terrorist ist ein schlimmes Wort.
Terroristen machen schreckliche Dinge.
Zum Beispiel der IS.
Das ist eine Terror-Gruppe.
Terror-Gruppe bedeutet: Das sind Menschen die anderen Menschen Angst machen.
Sie bedrohen andere Menschen.
Sie wollen ihre Ziele mit Gewalt erreichen.
Terror-Gruppen sind gegen das Gesetz.
Ralph Milewski ist aber kein Terrorist.
Er kämpft für Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sollen mit-machen können.
Niemand wird ausgeschlossen oder vergessen.
Das steht in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
UN-Behinderten-Rechts-Konvention bedeutet: Das ist ein wichtiger Vertrag.
Viele Länder haben ihn unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Sie sollen überall mit-machen können.
Das ist ein wichtiges Gesetz.
Manche Leute sagen etwas über Stephan Laux.
Sie sagen: Stephan Laux ist auch radikal geworden.
Radikal bedeutet: sehr stark und heftig.
Eine Person will große Veränderungen.
Sie geht dabei sehr weit.
Manchmal ist das gefährlich für andere Menschen.
Er kritisiert die Aktion Mensch sehr hart.
Die Aktion Mensch ist eine große Organisation.
Sie sammelt Geld für Menschen mit Behinderung.
Laux sagt: Ich bin kein Inklusions-Terrorist.
Ich bin ein Inklusions-Tourist geworden.
Inklusions-Tourist bedeutet: Das ist auch ein Schimpf-Wort.
Es bedeutet: Jemand tut nur so.
Die Person hilft Menschen mit Behinderung nur kurz.
Dann geht die Person wieder weg.
Das ist ein Wort-Spiel.
Laux entschuldigt sich auch bei Hans-Willi Weis.
Weis ist ein Schriftsteller.
Er hatte in den 70er Jahren lange Haare.
Laux sagt: Ich höre nicht gerne Musik mit Text.
Ich höre lieber Musik ohne Gesang.
Ich lese auch nicht viele Bücher.
Nur Winnetou lese ich.
Und andere einfache Bücher.
Eine Ärztin hat etwas über Laux gesagt.
Sie hat gesagt: Laux hat vielleicht Autismus.
Autismus bedeutet: Menschen denken anders.
Sie fühlen anders als andere Menschen.
Menschen mit Autismus nehmen alles wörtlich.
Deshalb kann Laux nicht so viel Text lesen.
Das ist zu schwer für ihn.
Laux liest nur wichtige Texte:
- Anleitungen
- Post von Ämtern
- E-Mails
- kobinet-Artikel
Der Berufs-Verband hat Laux geschrieben.
Berufs-Verband bedeutet: Das ist eine Gruppe von Menschen.
Alle haben den gleichen Beruf.
Sie treffen sich und helfen sich.
Sie sprechen über Probleme in ihrem Beruf.
Es ist der Berufs-Verband der Heil-Erziehungs-Pfleger.
Heil-Erziehungs-Pfleger bedeutet: Das ist ein Beruf.
Sie helfen Menschen mit Behinderung.
Sie wollen eine neue Berufs-Bezeichnung finden.
Berufs-Bezeichnung bedeutet: Das ist der Name von einem Beruf.
Zum Beispiel: Arzt oder Lehrerin.
Der Name zeigt: Was macht die Person bei der Arbeit.
Jeder Beruf hat einen eigenen Namen.
Laux soll sich nicht einmischen.
Laux bedankt sich für diese E-Mail.
Am Ende entschuldigt sich Laux bei allen Menschen.
Bei allen Menschen die für Inklusion arbeiten.
Bei Vereinen und Helfern.
Bei Behinderten-Vertretern.
Behinderten-Vertreter bedeutet: Das ist jemand der für Menschen mit Behinderung spricht.
Er setzt sich für ihre Rechte ein.
Er hilft bei Problemen am Arbeits-Platz.
Er sorgt dafür: Menschen mit Behinderung werden fair behandelt.
Laux sagt: Ich entschuldige mich dafür.
Ich nehme die UN-Behinderten-Rechts-Konvention wörtlich.
Laux schreibt: Bitte verklagen Sie mich nicht.
August 2025 Stephan Laux

Foto: Ralph Milewski
Villmar - Weyer (kobinet) In seiner Augustkolumne entschuldigt sich Stephan Laux quasi im vorauseilenden Gehorsam u.a. bei Ralph Milewski für die Zuschreibung "Inklusionsterrorist". Da hat er sich wohl im Ton vergriffen. Heutzutage sollte man vorsichtiger sein und sich vorher überlegen, ob man so eine Zuschreibung raushaut. "Ich würde mich freuen, Herr Milewski, wenn Sie von einer Verleumdungsklage gegen mich absehen! Mir gefallen Ihre Fotografien! (auch wenn Sie auf manchen sehr grimmig dreinschauen)"
Mit Terrorismus verbindet man ja schnell so etwas wie den sogenannten „IS“ (islamischen Staat) der im Namen einer Weltreligion abscheuliche Verbrechen begeht.
Ihr „IS“ (Inklusiver Staat), Herr Milewski, bezieht sich ja eher auf die völkerrechtsbindende UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in deren Namen Sie abscheuliche Beiträge auf kobinet und anderen Medien verbreiten. Ein Vergleich, der wahrlich beidbeinig hinkt!
Apropos abscheulich! Man verdächtigt mich selbst ähnlich abscheulicher Aussagen. Manche behaupten, ich hätte mich aus Frustration darüber, dass die UN – BRK sich in der „real existierenden Inklusion“ nicht wiederfindet, radikalisiert. Würde mich ungeachtet der Folgen mit den Mächtigen der Inklusionsindustrie anlegen. Und je konsequenter die Ignoranz z.B. der Aktion Mensch, desto radikaler wäre meine Kritik. Bis hin zur Unterstellung mafiöser Strukturen.
„Ich würde mich freuen, Herr von Butlar, wenn Sie von einer Verleumdungsklage gegen mich absehen! Ich bin Besitzer eines Jahresloses!“
Tatsächlich stelle ich mir den Werdegang eines „Inkusionsterroristen“ so vor: Einst bekennender Demokrat, an das Gute im Menschen und der Rechtsstaatlichkeit glaubend, bis er an seinen eigenen Argumenten verzweifelt. Bereit, sein Recht auf Inklusion mit der Waffel in der Hand zu verteidigen.
Ich habe dann gerade noch die Kurve bekommen und bin anstatt zum „Inklusionsterroristen“ zum „Inklusionstouristen“ geworden.
Ich verweise dann auch gerne auf Hans – Willi Weis. „Guckt mal der! Der ist noch viel schlimmer und noch dazu ein Intellektueller! Der ist ein ‚literarischer Bombenleger‘ und hatte in den Siebzigern schulterlanges Haar!“
„Ich würde mich freuen, Herr Weis, wenn Sie von einer Verleumdungsklage gegen mich absehen! Selbstverständlich steht es in zu, sich trotz Ihrer Beeinträchtigung intellektuell und literarisch zu äußern.“
Ich möchte mich auch bei Herrn Weis dafür entschuldigen, dass ich nahezu keine Musik von Tracy Chapman oder Bruce Springstein höre. Zu viel Text! Ich konsumiere fast ausschließlich Instrumentalmusik. Und wahrscheinlich lese ich auch zu wenig. Die Bücher, die ich in meinem Leben zu Ende gelesen habe, lassen sich wahrscheinlich an zwei Händen abzählen. Winnetou I, II, III und „Meffi, der kleine feuerrote Teufel“ von Doris Janausch eingeschlossen.
Meine Psychiaterin vermutete bei mir jüngst eine Art Autismus-Spektrum-Störung, weil ich dazu neige, alles und jeden wörtlich zu nehmen. In der Hoffnung, so Struktur in anscheinend komplizierte Zusammenhänge zu bringen. Da würde zu viel Text schnell zur Überforderung führen. Deswegen muss ich mir meinen literarischen Konsum gut einteilen: Bedienungsanleitungen, Rentenbescheid, Behördenpost, E-Mails, kobinet.
In diesem Zusammenhang möchte mich auch beim Berufsverband der Heilerziehungspfleger*innen für Ihre E-Mail bedanken, in der man mich sehr freundlich darum bat, mich aus dem Prozess der Findung einer neuen Berufsbezeichnung herauszuhalten.
Und wo ich schon mal dabei bin: Ich entschuldige mich bei allen Protagonist*innen der Behindertenhilfe, allen Ehrenamtlichen, Selbsthilfegruppen, Aktivist*innen, Sozialverbänden, Initiativen, Behindertenvertreter*innen und –beiräten, die hoch engagiert für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen kämpfen und arbeiten dafür, dass ich die UN –Behindertenrechtskonvention wörtlich nehme!
„Ich würde mich freuen, wenn Sie von einer Verleumdungsklage gegen mich absehen!“
August 2025 Stephan Laux

Foto: Ralph Milewski
Villmar - Weyer (kobinet) In seiner Augustkolumne entschuldigt sich Stephan Laux quasi im vorauseilenden Gehorsam u.a. bei Ralph Milewski für die Zuschreibung "Inklusionsterrorist". Da hat er sich wohl im Ton vergriffen. Heutzutage sollte man vorsichtiger sein und sich vorher überlegen, ob man so eine Zuschreibung raushaut. "Ich würde mich freuen, Herr Milewski, wenn Sie von einer Verleumdungsklage gegen mich absehen! Mir gefallen Ihre Fotografien! (auch wenn Sie auf manchen sehr grimmig dreinschauen)"
Mit Terrorismus verbindet man ja schnell so etwas wie den sogenannten „IS“ (islamischen Staat) der im Namen einer Weltreligion abscheuliche Verbrechen begeht.
Ihr „IS“ (Inklusiver Staat), Herr Milewski, bezieht sich ja eher auf die völkerrechtsbindende UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in deren Namen Sie abscheuliche Beiträge auf kobinet und anderen Medien verbreiten. Ein Vergleich, der wahrlich beidbeinig hinkt!
Apropos abscheulich! Man verdächtigt mich selbst ähnlich abscheulicher Aussagen. Manche behaupten, ich hätte mich aus Frustration darüber, dass die UN – BRK sich in der „real existierenden Inklusion“ nicht wiederfindet, radikalisiert. Würde mich ungeachtet der Folgen mit den Mächtigen der Inklusionsindustrie anlegen. Und je konsequenter die Ignoranz z.B. der Aktion Mensch, desto radikaler wäre meine Kritik. Bis hin zur Unterstellung mafiöser Strukturen.
„Ich würde mich freuen, Herr von Butlar, wenn Sie von einer Verleumdungsklage gegen mich absehen! Ich bin Besitzer eines Jahresloses!“
Tatsächlich stelle ich mir den Werdegang eines „Inkusionsterroristen“ so vor: Einst bekennender Demokrat, an das Gute im Menschen und der Rechtsstaatlichkeit glaubend, bis er an seinen eigenen Argumenten verzweifelt. Bereit, sein Recht auf Inklusion mit der Waffel in der Hand zu verteidigen.
Ich habe dann gerade noch die Kurve bekommen und bin anstatt zum „Inklusionsterroristen“ zum „Inklusionstouristen“ geworden.
Ich verweise dann auch gerne auf Hans – Willi Weis. „Guckt mal der! Der ist noch viel schlimmer und noch dazu ein Intellektueller! Der ist ein ‚literarischer Bombenleger‘ und hatte in den Siebzigern schulterlanges Haar!“
„Ich würde mich freuen, Herr Weis, wenn Sie von einer Verleumdungsklage gegen mich absehen! Selbstverständlich steht es in zu, sich trotz Ihrer Beeinträchtigung intellektuell und literarisch zu äußern.“
Ich möchte mich auch bei Herrn Weis dafür entschuldigen, dass ich nahezu keine Musik von Tracy Chapman oder Bruce Springstein höre. Zu viel Text! Ich konsumiere fast ausschließlich Instrumentalmusik. Und wahrscheinlich lese ich auch zu wenig. Die Bücher, die ich in meinem Leben zu Ende gelesen habe, lassen sich wahrscheinlich an zwei Händen abzählen. Winnetou I, II, III und „Meffi, der kleine feuerrote Teufel“ von Doris Janausch eingeschlossen.
Meine Psychiaterin vermutete bei mir jüngst eine Art Autismus-Spektrum-Störung, weil ich dazu neige, alles und jeden wörtlich zu nehmen. In der Hoffnung, so Struktur in anscheinend komplizierte Zusammenhänge zu bringen. Da würde zu viel Text schnell zur Überforderung führen. Deswegen muss ich mir meinen literarischen Konsum gut einteilen: Bedienungsanleitungen, Rentenbescheid, Behördenpost, E-Mails, kobinet.
In diesem Zusammenhang möchte mich auch beim Berufsverband der Heilerziehungspfleger*innen für Ihre E-Mail bedanken, in der man mich sehr freundlich darum bat, mich aus dem Prozess der Findung einer neuen Berufsbezeichnung herauszuhalten.
Und wo ich schon mal dabei bin: Ich entschuldige mich bei allen Protagonist*innen der Behindertenhilfe, allen Ehrenamtlichen, Selbsthilfegruppen, Aktivist*innen, Sozialverbänden, Initiativen, Behindertenvertreter*innen und –beiräten, die hoch engagiert für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen kämpfen und arbeiten dafür, dass ich die UN –Behindertenrechtskonvention wörtlich nehme!
„Ich würde mich freuen, wenn Sie von einer Verleumdungsklage gegen mich absehen!“
August 2025 Stephan Laux




