Hamburg / Dresden /Kassel (kobinet)
In der Zeit vom 26. April bis zum 11. Mai 2025 gab es in Deutschland mehr als 550 Proteste.
Diese Proteste waren für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
Gleichstellung bedeutet: Alle Menschen sollen gleich behandelt werden.
Keiner soll Nachteile haben wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft oder Behinderung.
Auch in anderen Ländern in Europa gab es Aktionen.
Die Aktionen waren für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Am 5. Mai haben fast 2.000 Menschen mit Behinderung in vielen deutschen Städten demonstriert.
In Kassel gab es am 9. Mai eine Veranstaltung mit dem Namen "Barrieren sichtbar machen".
Die Teilnehmer sagen:
Wir brauchen jetzt dringend Veränderungen.
Es muss mehr Barrierefreiheit geben.
Barrierefreiheit bedeutet: Jeder Mensch soll überall mitmachen können und alles verstehen können.
Wenn es keine Hindernisse gibt, ist etwas barrierefrei.
Es muss mehr Inklusion auf dem Arbeitsmarkt geben.
Inklusion bedeutet: Jeder Mensch darf überall mitmachen.
Alle sollen gleich behandelt werden, egal ob mit oder ohne Behinderung.
In Hamburg haben am 5. Mai 2025 ungefähr 200 Menschen auf der Reeperbahn protestiert.
Der Protest war für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.
Die Menschen haben gefordert:
Schluss mit Barrieren.
Inklusion muss selbstverständlich sein.
Die Demonstration wurde von SIT'N'SKATE organisiert.
Das ist eine Gruppe für Menschen im Rollstuhl.
Die Gruppe setzt sich für Selbstbestimmung und Teilhabe ein.
Selbstbestimmung bedeutet: Du darfst selbst wählen, was du tun möchtest.
Niemand darf dir sagen, wie du leben sollst.
Teilhabe bedeutet: Jeder Mensch soll überall mitmachen können.
Alle sollen bei der Schule, Arbeit oder Freizeit dabei sein dürfen.
Die Menschen haben mit Schildern und Reden auf Probleme aufmerksam gemacht.
Barrierefreiheit und Inklusion sind in Deutschland noch nicht selbstverständlich.
David Lebuser von SIT'N'SKATE sagt:
Barrierefreiheit muss gesetzlich vorgeschrieben werden.
Genau wie Brandschutz und andere Sicherheits-Regeln.
Inklusion darf kein freiwilliges Extra mehr sein.
Inklusion muss überall selbstverständlich sein:
Auf der Straße, bei der Arbeit, in der Freizeit und im Sport.
Bei der Demonstration haben viele verschiedene Menschen gesprochen.
Sie hatten unterschiedliche Behinderungen und verschiedene Meinungen.
Alle waren sich einig:
Wir brauchen mehr Teilhabe.
Wir brauchen faire Bezahlung.
Wir brauchen weniger Benachteiligung.
Zu einigen Themen gab es unterschiedliche Meinungen.
Zum Beispiel zu Werkstätten für Menschen mit Behinderung.
Einige sagen: Werkstätten sollen abgeschafft werden.
Andere sagen: Werkstätten sollen verbessert werden.
David Lebuser sagt:
Es ist wichtig, dass alle ihre Meinung sagen können.
Nicht alle Menschen mit Behinderung haben die gleichen Erfahrungen.
Darum müssen wir miteinander sprechen.
Seit über 30 Jahren machen Menschen mit Behinderung am 5. Mai auf ihre Rechte aufmerksam.
Aber auch 16 Jahre nach der UN-Behindertenrechtskonvention gibt es noch viele Probleme:
Die UNBehindertenrechtskonvention bedeutet: Menschen mit und ohne Behinderung sollen die gleichen Rechte haben.
Das steht in einem wichtigen Vertrag, den viele Länder unterschrieben haben.
Fehlende Rampen, unzugängliche Wohnungen, unfaire Bildungschancen und Diskriminierung.
Diskriminierung bedeutet: Menschen werden manchmal schlecht behandelt, weil sie anders sind.
Das ist unfair und nicht richtig.
In Dresden war bei der Demonstration eine große aufblasbare Freiheitsstatue im Rollstuhl dabei.
Die LIGA Selbstvertretung sagt:
Jetzt müssen konkrete Taten für echte Inklusion folgen.
Es reicht nicht, nur über "Barrieren in den Köpfen" zu reden.
Politik und Gesellschaft müssen jetzt handeln.

Foto: SIT’N'SKATE
Hamburg / Dresden /Kassel (kobinet) In der Zeit vom 26. April bis zum 11. Mai 2025 fanden allein in Deutschland über 550 Protestaktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen statt. In einer Reihe anderer europäischer Länder wurden ebenfalls Aktionen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und für echte Inklusion durchgeführt. Am 5. Mai gingen knapp 2.000 behinderte Menschen in Berlin, Dresden, Hamburg und vielen anderen Städten auf die Straße, um für ihre Rechte zu demonstrieren. In Kassel fand am 9. Mai eine gut besuchte Veranstaltung unter dem Motto "Barrieren sichtbar machen" statt. Einigkeit bestand darin, dass nach den verpassten Chancen für Reformen für mehr Barrierefreiheit und für einen inklusiveren Arbeitsmarkt während der Zeit der Ampelkoalition nun dringender Handlungsbedarf besteht, um Diskriminierungen gezielt abzubauen.
Rund 200 Menschen haben am 5. Mai 2025 auf der Hamburger Reeperbahn ein starkes Zeichen gesetzt. Mit einer kraftvollen Demonstration anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung forderten sie laut und
sichtbar: Schluss mit Barrieren – Inklusion muss selbstverständlich werden! Organisiert wurde der Protest von SIT’N’SKATE, einer inklusiven Initiative, die sich für Selbstbestimmung, Bewegung und gesellschaftliche Teilhabe von Rollstuhlfahrenden einsetzt. Zwischen Spielbudenplatz und Beatles-Platz machten die Demonstrierenden dem Bericht der Organisator*innen zufolge mit Schildern, Protestreden und lauter Präsenz auf Missstände aufmerksam: Noch immer sind Barrierefreiheit und Inklusion in Deutschland keine Selbstverständlichkeit.
David Lebuser von SIT’N’SKATE betonte die Dringlichkeit, Barrierefreiheit endlich gesetzlich verpflichtend zu machen: „Wir sind hier, weil wir es leid sind, dass Barrierefreiheit immer noch nicht zur Pflicht gehört. Brandschutz, Feuerschutz oder andere Sicherheitsaspekte sind fest verankert – Barrierefreiheit muss genauso selbstverständlich vorgeschrieben und mitgedacht werden. Inklusion darf kein Nice-to-have mehr sein. Sie muss selbstverständlich werden: auf der Straße, im Beruf, in der Freizeit und im Sport. Heute haben wir gezeigt: Wir sind viele, wir sind laut und wir fordern unser Recht auf Teilhabe. Ableistische Strukturen und Systeme müssen endlich aufgebrochen und reformiert werden, damit echte Inklusion eine echte Chance bekommt.“
Besonders eindrucksvoll sie die Vielfalt der Redebeiträge auf der Bühne gewesen. Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und Perspektiven machten deutlich, wie facettenreich die Debatten innerhalb der Community sind. Während in zentralen Punkten wie der Forderung nach mehr Teilhabe, fairer Bezahlung und weniger Ableismus große Einigkeit herrschte, wurden auch verschiedene Sichtweisen sichtbar – zum Beispiel zur Rolle von Werkstätten für behinderte Menschen. Während einige forderten, solche Einrichtungen grundlegend abzuschaffen, sahen andere die Notwendigkeit, bestehende Strukturen zu verbessern, um Schutzräume und sinnvolle Arbeitsmöglichkeiten zu erhalten. Gerade diese Offenheit für unterschiedliche Positionen sei dem Veranstaltenden-Team wichtig gewesen: „Es geht nicht nur darum, Forderungen zu stellen, sondern auch darum, den verschiedenen Stimmen innerhalb der Behinderten-Community Raum zu geben. Nicht alle erleben und bewerten die Systeme gleich – und genau deshalb ist es so wichtig, miteinander und vor allem öffentlich darüber zu sprechen“, betonte David Lebuser.
Seit über 30 Jahren machen Menschen mit Behinderung am 5. Mai bundesweit auf ihre Rechte aufmerksam. Auch 16 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention sei die Realität oft ernüchternd: Fehlende Rampen, unzugängliche Wohnungen, unfaire Bildungschancen und Diskriminierung sind weiter Alltag. SIT’N’SKATE setzt sich mit seinen regelmäßigen Skate-Angeboten, kreativen Aktionen und politischem Engagement dafür ein, dass sich das ändert – und dass Menschen im Rollstuhl ihre Fähigkeiten weiterentwickeln, Selbstbewusstsein aufbauen und als Vorbilder sichtbar werden, heißt es im Bericht von David Lebuser über die Demonstration zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg.
In Dresden war bei der Demonstration die aufblasbare über vier Meter hohe Freiheitsstatue im Rollstuhl beim Protest am 5. Mai mit dabei.
Link zum Bericht des mdr über die Demonstration in Dresden
Für die LIGA Selbstvertretung ist nach den Protesten behinderter Menschen klar, dass nun konkrete Taten für echte Inklusion vonseiten der Bundesregierung, aber auch von allen verantwortlichen Akteur*innen angesagt ist. Mit dem meist zu keinen konkreten Taten im Sinne der Inklusion und Selbstbestimmung führenden Geschwätz über „Barrieren in den Köpfen“ und sonstigen Ausflüchten sei es über 16 Jahren nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention nun genug. Die Politik, aber auch die Behindertenhilfe, und sämtliche gesellschaftliche Akteur*innen müssten nun ganz konkret an ihren Taten für echte Inklusion gemessen werden.

Foto: SIT’N'SKATE
Hamburg / Dresden /Kassel (kobinet) In der Zeit vom 26. April bis zum 11. Mai 2025 fanden allein in Deutschland über 550 Protestaktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen statt. In einer Reihe anderer europäischer Länder wurden ebenfalls Aktionen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und für echte Inklusion durchgeführt. Am 5. Mai gingen knapp 2.000 behinderte Menschen in Berlin, Dresden, Hamburg und vielen anderen Städten auf die Straße, um für ihre Rechte zu demonstrieren. In Kassel fand am 9. Mai eine gut besuchte Veranstaltung unter dem Motto "Barrieren sichtbar machen" statt. Einigkeit bestand darin, dass nach den verpassten Chancen für Reformen für mehr Barrierefreiheit und für einen inklusiveren Arbeitsmarkt während der Zeit der Ampelkoalition nun dringender Handlungsbedarf besteht, um Diskriminierungen gezielt abzubauen.
Rund 200 Menschen haben am 5. Mai 2025 auf der Hamburger Reeperbahn ein starkes Zeichen gesetzt. Mit einer kraftvollen Demonstration anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung forderten sie laut und
sichtbar: Schluss mit Barrieren – Inklusion muss selbstverständlich werden! Organisiert wurde der Protest von SIT’N’SKATE, einer inklusiven Initiative, die sich für Selbstbestimmung, Bewegung und gesellschaftliche Teilhabe von Rollstuhlfahrenden einsetzt. Zwischen Spielbudenplatz und Beatles-Platz machten die Demonstrierenden dem Bericht der Organisator*innen zufolge mit Schildern, Protestreden und lauter Präsenz auf Missstände aufmerksam: Noch immer sind Barrierefreiheit und Inklusion in Deutschland keine Selbstverständlichkeit.
David Lebuser von SIT’N’SKATE betonte die Dringlichkeit, Barrierefreiheit endlich gesetzlich verpflichtend zu machen: „Wir sind hier, weil wir es leid sind, dass Barrierefreiheit immer noch nicht zur Pflicht gehört. Brandschutz, Feuerschutz oder andere Sicherheitsaspekte sind fest verankert – Barrierefreiheit muss genauso selbstverständlich vorgeschrieben und mitgedacht werden. Inklusion darf kein Nice-to-have mehr sein. Sie muss selbstverständlich werden: auf der Straße, im Beruf, in der Freizeit und im Sport. Heute haben wir gezeigt: Wir sind viele, wir sind laut und wir fordern unser Recht auf Teilhabe. Ableistische Strukturen und Systeme müssen endlich aufgebrochen und reformiert werden, damit echte Inklusion eine echte Chance bekommt.“
Besonders eindrucksvoll sie die Vielfalt der Redebeiträge auf der Bühne gewesen. Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und Perspektiven machten deutlich, wie facettenreich die Debatten innerhalb der Community sind. Während in zentralen Punkten wie der Forderung nach mehr Teilhabe, fairer Bezahlung und weniger Ableismus große Einigkeit herrschte, wurden auch verschiedene Sichtweisen sichtbar – zum Beispiel zur Rolle von Werkstätten für behinderte Menschen. Während einige forderten, solche Einrichtungen grundlegend abzuschaffen, sahen andere die Notwendigkeit, bestehende Strukturen zu verbessern, um Schutzräume und sinnvolle Arbeitsmöglichkeiten zu erhalten. Gerade diese Offenheit für unterschiedliche Positionen sei dem Veranstaltenden-Team wichtig gewesen: „Es geht nicht nur darum, Forderungen zu stellen, sondern auch darum, den verschiedenen Stimmen innerhalb der Behinderten-Community Raum zu geben. Nicht alle erleben und bewerten die Systeme gleich – und genau deshalb ist es so wichtig, miteinander und vor allem öffentlich darüber zu sprechen“, betonte David Lebuser.
Seit über 30 Jahren machen Menschen mit Behinderung am 5. Mai bundesweit auf ihre Rechte aufmerksam. Auch 16 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention sei die Realität oft ernüchternd: Fehlende Rampen, unzugängliche Wohnungen, unfaire Bildungschancen und Diskriminierung sind weiter Alltag. SIT’N’SKATE setzt sich mit seinen regelmäßigen Skate-Angeboten, kreativen Aktionen und politischem Engagement dafür ein, dass sich das ändert – und dass Menschen im Rollstuhl ihre Fähigkeiten weiterentwickeln, Selbstbewusstsein aufbauen und als Vorbilder sichtbar werden, heißt es im Bericht von David Lebuser über die Demonstration zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg.
In Dresden war bei der Demonstration die aufblasbare über vier Meter hohe Freiheitsstatue im Rollstuhl beim Protest am 5. Mai mit dabei.
Link zum Bericht des mdr über die Demonstration in Dresden
Für die LIGA Selbstvertretung ist nach den Protesten behinderter Menschen klar, dass nun konkrete Taten für echte Inklusion vonseiten der Bundesregierung, aber auch von allen verantwortlichen Akteur*innen angesagt ist. Mit dem meist zu keinen konkreten Taten im Sinne der Inklusion und Selbstbestimmung führenden Geschwätz über „Barrieren in den Köpfen“ und sonstigen Ausflüchten sei es über 16 Jahren nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention nun genug. Die Politik, aber auch die Behindertenhilfe, und sämtliche gesellschaftliche Akteur*innen müssten nun ganz konkret an ihren Taten für echte Inklusion gemessen werden.




